Kraft-Wärme-Kopplung

Strom aus erneuerbaren Energien ist die Zukunft. Doch nicht immer scheint die Sonne oder weht der Wind. Dann fehlt Strom. Für eine sichere Versorgung müssen alle Energieträger, insbesondere aber die erneuerbaren, mit intelligenter Energie ergänzt werden. Strom, der dann produziert wird, wenn die Windräder stillstehen. Strom, der je nach Bedarf erzeugt wird. Das Kraftwerk im Keller macht das möglich.

Die stromerzeugende Heizung (BHKW) kann bis zu 100 Prozent der Wärme und bis zu 80 Prozent des Strombedarfs im eigenen Haus abdecken. Zusätzlich wird das klimaschädliche CO2 eingespart und zwar um etwa 40 Prozent.

Blockheizkraftwerk Boverstraße in Mülheim an der Ruhr DümptenStromerzeugenden Heizungen sind Mikrokraftwerke, die meist mit einem Gasmotor betrieben werden. Der erzeugte Strom fließt in das öffentliche Netz und kann somit auch die unregelmäßigen Energielieferungen der regenerativen Energieträger ausgleichen.

Die Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht wird über einen Wärmetauscher im Wasser gespeichert. So können Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen das warme Wasser zum Duschen, Spülen oder Heizen nutzen. Sie erhalten für den erzeugten Strom, den sie in das Netz einspeisen, vom Stromlieferanten eine jährliche Zahlung. Das Kraftwerk ist wirtschaftlich und refinanziert sich selbst. Bereits nach nach wenigen Jahren hat sich eine solche Investition aufgrund der Heizkostenersparnis ausgeglichen. Auch der CO2 Ausstoß ist gegenüber der herkömmlichen Strom und der Wärmeproduktion um 60 Prozent reduziert.

Natürlich kann nicht eins dieser Mikro Kraftwerke das gesamte Stromnetz vor Stromschwankungen schützen. Deshalb müssen viele dieser Kraftwerke in den Haushalten und Betrieben untergebracht werden, um eine Leistung zu erzeugen, die die Bedarfslücke schließt. Herkömmliche Großkraftwerke benötigen einen Vorlauf von mehreren Tagen, um ihre vollständige Leistung zu erbringen. Das Netz der kleinen Kraftwerke hat eine Reaktionszeit von Minuten um die volle Leistung abzurufen. Hierzu gibt es eine Steuerungseinheit, die mit dem Stromanbieter kommunizieren und von diesem durch Zu- und Abschalten der Stromeinspeisung gesteuert werden kann.

Ein Netz von 50.000 Mikrokraftwerken kann die Energieleistung von 1.000 Megawatt erzeugen, das entspricht einer Leistung von einem Atomkraftwerk.

Außerdem sind diese Kraftwerke platzsparend und benötigen keine zusätzlichen infrastrukturellen Maßnahmen, um sie in Betrieb zu nehmen. So könnte Platz für Grünflächen, Wohngebäude, Wind- und Solarparkanlagen geschaffen werden.

Für den wirtschaftlichen Einsatz eines Mini-BHKW sind die jährlichen Betriebsstunden das entscheidende Kriterium. 6.000 Stunden sollten es bei einem Mini-BHKW schon sein. Der BHKW Rechner für Unternehmen und Wohngebäude der Energieagentur NRW bietet Ihnen eine erste Orientierung, ob sich der Einsatz lohnt.

Viele Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien, so auch die Kraft-Wärme-Kopplung, werden vom Bund gefördert. Förderangebote für hocheffiziente KWK-Anlagen bis zu einer elektrischen Leistung von 20 Kilowatt finden Sie hier: KWK Förderung.

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Stand: 18.05.2017

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