Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
AKTUELLE AUSSTELLUNGEN
Seit 1929 ist es Tradition, dass die Mülheimer Künstler und Künstlerinnen regelmäßig ihre aktuellen Werke in einer gemeinsamen Ausstellung im Kunstmuseum vorstellen. 2012 konzentriert sich die Jahresausstellung auf Skulpturen und Objekte. Neben Neubewerbern, deren Arbeiten in einer Jury ausgewählt werden, sind als Gäste Petra Göbel (Essen), Reni Scholz (Köln) und Roger Löcherbach (Essen) eingeladen. ...mehr
Die Reihe vis á vis in Rick‘s Café stellt vor:
Der Synagogenplatz bei Tag und Nacht, Bilder von Wulf Golz
Nach Heiner Schmitz hat sich Wulf Golz aus der Arbeitsgemeinschaft der Mülheimer Künstler mit der Architektur des Geschäfts- und Wohnhauses auseinander gesetzt, das Rick‘s Café unmittelbar gegenüber liegt und im Blick aus dem Fenster ständig präsent ist.
Bei Wulf Golz nehmen exotische Tiere und „wilde Kerle“, die seiner Fantasy-Welt entspringen, Besitz vom Synagogenplatz.
Anhand von einzelnen Arbeiten wechselnder Künstler thematisiert die Reihe vis á vis die architektonische Prägung des städtischen Raums am Beispiel des Synagogenplatzes mit seiner bestimmenden Zweckarchitektur. Diese Situation künstlerisch zu reflektieren und zweckfrei neu zu denken, ist das Ziel dieser Reihe. In loser Folge setzen sich jeweils ein Künstler bzw. eine Künstlerin mit dieser Situation des Gegenübers im Blick aus dem Fenster auseinander. Die Arbeiten von Wulf Golz sind bis 29. März 2012 während der Öffnungszeiten von Rick‘s Café am Synagogenplatz 3 zu sehen.
Vorgestellt werden die beiden Fotografen Bernd Langmack und Haiko Hebig, die am Beispiel von Duisburg und Dortmund der engen Wechselwirkung von Schwerindustrie und der Prägung städtischer Räume nachgehen. ...mehr
TERMINE IM FEBRUAR & MÄRZ:
ART LOUNGE Oma-und-Opa-Tag Führung durch die Jahresausstellung Führung durch die Ausstellung Stahl + Stadt Kunst & Kaffee Führung durch die Sammlung Ziegler
Zu Gast: Rainer Komers ...mehr
Do 23.2.2012, 18:30 Uhr
für Kinder ab 5 Jahren und Ihre Großeltern
mit Natalie Borlinghaus M.A.
Samstag, 25.2.2012, 14 Uhr
Dr. Gerhard Ribbrock und Anja Bauer M.A.
gemeinsam mit Mülheimer Künstlerinnen und Künstlern
Sonntag, 26.2.2012, 11 Uhr
mit Dr. Gerhard Ribbrock
Sonntag, 4.3.2012, 11 Uhr
mit Dr. Gerhard Ribbrock
Mittwoch, 7.3.2012, 15 Uhr
mit Dr. Michael Kuhlemann
Sonntag, 11.3.2012, 11 Uhr
Das neue Halbjahresprogramm mit den Ausstellungen und Veranstaltungen im Kunstmuseum von Januar bis Juni 2012 zum Download finden Sie hier.
Der neue Museumsführer ist da:
Auf einen Blick – Das Kunstmuseum Mülheim an der RuhrWer immer schon wissen wollte, was das Mülheimer Kunstmuseum sammelt und welche Kunstwerke sich in den Depots verbergen, der kann sich nun mithilfe des neu erschienenen ersten Museumsführers einen Überblick verschaffen. Auf einen Blick sind die Haupt- und Meisterwerke, die wichtigsten Künstler und Schwerpunkte zu erfassen. Übersichtlich gegliedert gibt er auf 200 Seiten auch Einblick in die über hundertjährige, wechselvolle Geschichte des Museums, die Aufbauleistung nach dem Zweiten Weltkrieg und das bis heute anhaltende bürgerschaftliche Engagement. In über einjähriger Arbeit haben es Museumsleiterin Beate Reese und Kunsthistorikerin Anja Bauer unternommen, das Material für dieses reich bebilderte Buch zusammenzutragen.
Für die Texte zeigen sich Anja Bauer, Kai Rawe, Leiter des Stadtarchivs Mülheim an der Ruhr, Michael Kuhlemann für die Sammlung Ziegler, Beate Reese und Gerhard Ribbrock vom Kunstmuseum verantwortlich. Großzügig unterstützt wurde die Herausgabe des Museumsführers von der Leonard-Stinnes-Stiftung, Mülheim an der Ruhr.
Der Museumsführer ist zum Preis von 12,50 EUR an der Museumskasse und im Museumsshop sowie in den folgenden drei Mülheimer Buchhandlungen erhältlich:
Hilberath & Lange, Buchhandlung Max Röder und Buchhandlung Michael Fehst.
Rückblick der Bildung und Vermittlung/Museumspädagogik
des Kunstmuseums
Im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr nimmt die kulturelle Bildung einen hohen Stellenwert ein. So gab es auch im Jahr 2011 neue Vermittlungsformate und ein erweitertes Angebot, bei dem neue Zielgruppen an die Kunst herangeführt werden konnten. ...mehr
Das Museum zu Weihnachten und zum Jahreswechsel
Das Kunstmuseum in der Alten Post ist am 2. Weihnachtstag von sowie zwischen den Tagen zu den bekannten Öffnungszeiten geöffnet. Zu sehen sind zum Jahreswechsel die aktuellen Ausstellungen “Max Ernst und Frankreich” und “Transfer France – NRW” sowie im ersten Obergeschoss Kunstwerke aus den Sammlungen des Kunstmuseums.
Beginnend um 1900 spannt die Sammlungspräsentation den Bogen über die sozialkritischen Künstler des “engagierten Blicks” zu Meisterwerken der klassischen Moderne und zu Künstlern wie Willi Baumeister, Werner Gilles, Konrad Klapheck und Heinrich Siepmann. Gesondert präsentiert sind die Werke expressionistischer Kunst aus der Sammlung des Chemie-Nobelpreisträgers Karl Ziegler und seiner Frau Maria. Blumenbilder, Tierdarstellungen und Landschaften u. a. von Lyonel Feininger, Paul Klee, August Macke, Franz Marc, Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff zählen zu den Höhepunkten dieser Mülheimer Sammlung. In die Zeit nach 1945 führen Gemälde, die zu den Kunstschätzen der Stadt Mülheim gehören.
Für die Liebhaber der Grafik bietet sich die Präsentation “Der engagierte Blick” mit Blättern aus eigenen Beständen besonders an. Mit Aquarellen, Fotografien, Zeichnungen und Radierungen von Ernst Barlach, Arthur Kaufmann, Käthe Kollwitz, Otto Pankok und Heinrich Zille rücken besonders die sozialkritischen Künstler der Moderne in den Blick. Dargestellt sind Menschen, denen es am Lebensnotwendigen fehlt; die sich auf der Flucht befinden oder am Rande der Gesellschaft stehen und die – wie auf Kollwitz berühmten Zyklus “Der Bauernkrieg” – dennoch den Mut finden, aufzubegehren.
Während sich Kollwitz und Zille im Volk einer zunehmend großen Beliebtheit erfreuten, war ihre Kunst für den deutschen Kaiser nichts anderes als “Rinnsteinkunst”, die den Menschen nicht moralisch erhebe, sondern in die Niederungen des Mensch-Seins hinabführe. Mit dem Aufkommen dieser jungen Künstlergeneration, die sich in Deutschland in der Berliner Secession formierte, erfuhren überkommene Vorstellungen von Kunst eine Revision: Kunst hatte nicht länger der verherrlichenden Darstellung des Kaiserreichs und der Repräsentation der Mächtigen zu dienen, sondern sie hatte aufzuklären, zu hinterfragen und somit zur Veränderung der Realität beizutragen.Stand: 22.02.2012









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