Lärmminderungsplan: Mülheim soll auf Bundesebene als Modellstadt dienen
Seit dem Jahr 2000 arbeitet die Stadt Mülheim an der Ruhr an einem Lärmminderungsplan für das gesamte Stadtgebiet. Erste Ergebnisse liegen mittlerweile vor, und auch die Umsetzung von Maßnahmen ist in naher Zukunft vorgesehen. Nun plant das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen ein Pilotprojekt über die Verknüpfung der Lärmminderungsplanung mit der Verkehrsentwicklungsplanung – "Vorreiter" Mülheim soll hier auf Bundesebene als Modellstadt dienen.

Zum Hintergrund:
Bei der Aufstellung des Maßnahmenplans wurde auch die Meinung der BürgerInnen berücksichtig - in die repräsentative Bürgerumfrage 2003 floss ein umfassender Fragenkatalog zu Lärmsituation in Mülheim ein. Des Weiteren wurde speziell für die Mülheimer Lärmminderungs-planung eine Analysemethode zur Betroffenheit der Bevölkerung eingeführt. Diese lässt sehr gut erkennen, wo die meisten Mülheimer Bürgerinnen und Bürger durch Lärm belastet sind und macht dies erstmals auch quantitativ greifbar. Auf diese Art und Weise ist es möglich, mit Maßnahmen ganz gezielt dort anzusetzen, wo die meisten Menschen betroffen sind. Wie bereits zu vermuten war, stellt auch in Mülheim der Straßenverkehr eine der Hauptbelastungsquellen dar. Daher wird der Maßnahmenplan in enger Abstimmung mit dem sich derzeit in der Neuaufstellung befindlichen Verkehrsentwicklungsplan erstellt.

Zunächst erstellte das Amt für Umweltschutz einen Lärmminderungsplan für den Großraum Heißen, da hier augenscheinlich die größte Beschwerdehäufigkeit über die Lärmsituation vorherrschte. Im weiteren Verlauf der Untersuchungen stellte sich jedoch heraus, dass andere Bereiche mindestens ebenso, wenn nicht stärker durch Lärm belastet sind. Daher wird mit der Maßnahmenumsetzung auch dort begonnen, wo besonderer Handlungsbedarf gesehen wird und auch realistische Chancen auf eine Verbesserung der derzeitigen Situation bestehen. So ist aktuell die Sanierung der Fahrbahnbeläge auf der Zeppelinstr. geplant. Hier verspricht man sich eine Reduzierung des Lärmpegels von 2 bis 3 dB(A) - eine Minderung, die ansonsten nur durch eine Halbierung des Verkehrs zu erreichen wäre. Eine umfangreiche Internet-präsentation zum Thema "Lärmminderungsplanung" findet man unter www.muelheim-ruhr.de (Stichwort "Lärmminderungsplanung"). Außerdem stehen im Amt für Umweltschutz Gabriele Wegner (Tel. 455-7020) und Petra Raspel (Tel.: 455-7087) gerne für Rückfragen zur Verfügung.
Kontakt
Stand: 21.07.2004













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