Archiv-Beitrag vom 29.01.2008Landesimpfkampagne NRW: Kleiner Pieks mit großer Wirkung

Im Jahre 2006 waren in Duisburg, aber auch in Mülheim an der Ruhr, viele Kinder und Jugendliche an Masern erkrankt. Damals gab es allein in Nordrhein-Westfalen eine Masernepidemie mit mehr als 1.700 Erkrankungen, über 250 schweren Komplikationen und einzelnen Todesfällen. Und auch 2007 gab es bis Mitte November landesweit 258 Masernerkrankungen. Begünstigt wurden diese Erkrankungen durch fehlende Impfungen bei den Kindern und Jugendlichen der weiterführenden Schulen. Da auch landesweit weiterhin große Impflücken bestehen, wurde im November letzten Jahres vom Land NRW die Landesimpfkampagne gestartet, an der sich auch das Gesundheitsamt der Stadt Mülheim an der Ruhr in enger Abstimmung mit den niedergelassenen Kinderärzten beteiligt.

Bis 2010 - so das Ziel der Weltgesundheitsorgansisation (WHO) - sollen die Masern in der europäischen Region ausgerottet sein. Mit den heute zur Verfügung stehenden Impfstoffen ist es eigentlich einfach, diese Krankheiten zu verhindern.

Im Rahmen der Landesimpfkampagne wurden bereits im letzten Jahr Impfausweise der Schüler der Hauptschule Dümpten und der Wilhelm-Busch-Förderschule eingesammelt und von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes auf Impflücken durchgesehen. In der Schule wurden Schüler und Schülerinnen, die nicht ausreichend gegen Masern, Mumps oder Röteln geschützt waren, gegen diese Erkrankungen geimpft. Mit Beginn des neuen Jahres wurde die Kampagne auf die übrigen Mülheimer Hauptschulen, insbesondere auf die Hauptschule Bruchstraße, Kleiststraße und Frühlingstraße, sowie die Realschulen Broich, Mellinghofer Straße und Stadtmitte ausgedehnt. Mitarbeitern des Gesundheitsamtes informierten Schulleitung sowie Lehrerinnen und Lehrer dieser Schulen über den Ablauf der Landesimpfkampagne.

Aktuell werden Schreiben der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zur Landesimpfkampagne in den Hauptschulen Kleiststraße und Frühlingstraße, sowie in den Realschulen Broich, Mellinghofer Straße und Stadtmitte an die Eltern verteilt.

Um möglichst viele Schülerinnen und Schüler mit Impflücken zu erreichen, sollten die Eltern dieser Schulen in den nächsten zwei bis drei Wochen die Impfbücher ihrer Kinder in der Schule abgeben, bzw. den Schülern mitgeben.

Ist kein Impfausweis mehr auffindbar, so erhalten die Kinder und Jugendlichen ein Schreiben des Gesundheitsamtes mit der Bitte, sich bei ihrem Haus- und Kinderarzt zur Vervollständigung des Impfschutzes vorzustellen. Außerdem wird auch diesen Jugendlichen ein Angebot zur Durchführung einer Masern, Mumps, Röteln-Impfung in der Schule gemacht.

Für weitere Fragen zum Ablauf der Landesimpfkampagne steht Dr. Dieter Weber vom Gesundheitsamt der Stadt unter der Telefonnummer 455-53 02 zur Verfügung.

Kontakt


Stand: 29.01.2008

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