Archiv-Beitrag vom 17.06.2013"Leben und Arbeiten in Europa"

Am 13. Juni 2013 fand in der Aula der Realschule Broich eine Podiumsdiskussion zum Thema „Leben und Arbeiten in Europa“ statt.

Europa wird an vielen Mülheimer Schulen gelebt.Die Idee zu dieser Veranstaltung entstand durch eine gemeinsame Initiative von Mülheim & Business und dem Büro für Städtepartnerschaften sowie den Europaschulen der Stadt Mülheim an der Ruhr.
Schwerpunktthemen waren neben der Rolle der Migranten in Deutschland, die europäische Identität sowie Mobilität und Arbeiten im Ausland. Die Themen wurden im Vorfeld an den drei Mülheimer Europaschulen (Realschule Broich, Gymnasium Heißen und Gustav-Heinemann-Gesamtschule) und dem Berufskolleg Lehnerstraße (Bewerbung zur Europaschule läuft) während des Unterrichtes vorbereitet und diskutiert.

Vom guten Ergebnis der Vorbereitungen konnten sich in der Diskussionsrunde die Teilnehmer des Podiums überzeugen. Neben Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld stellten sich Dr. Marc Jan Eumann (Staatssekretär im NRW Europaministerium), Walter Leitermann (Leiter des Europabüros des Deutschen Städtetags in Brüssel), Ulrich Turck (Geschäftsführer der Hans Turck GmbH & Co. KG) und Dr. Stephan Koppelberg (Leiter der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn) den Fragen der Jugendlichen. Moderiert wurde die Veranstaltung durch Andreas Heinrich (Leiter der WAZ-Lokalredaktion). 

Die knapp 400 anwesenden SchülerInnen erlebten eine lebhafte und teilweise auch kontroverse Diskussion, wenn es zum Beispiel um das Thema der Armutswanderungen ging. Hier kritisierte Oberbürgermeisterin Mühlenfeld das Fehlen eines zur Steuerung von Zuwanderung unerlässlichen Einwanderungsgesetzes.

Einstimmigkeit herrschte bei den Podiumsgästen in der Frage nach dem wichtigsten Aspekt auf dem Weg zu einer europäischen Identität und Qualifizierung auf dem Arbeitsmarkt.  „Bildung ist der Schlüssel zur Integration. Bildung ist der Schlüssel zu allem“, so Staatssekretär Dr. Eumann. Dr. Koppelberg ergänzte, dass die Zukunft den Qualifizierten gehöre und letztlich auch Auslandsaufenthalte beziehungsweise Praktika im Ausland dieser Qualifikation dienten. Oberbürgermeisterin Mühlenfeld stellte aber auch an die Adresse der  Gesetzgeber die Forderung auf, endlich auch Zuwanderern aus nicht EU-Staaten ein kommunales Wahlrecht zu gewähren. Menschen, die  schon geraume Zeit in unserer Gesellschaft leben, sollten an der politischen Gestaltung unserer Städte und Gemeinden teilhaben können. In Mülheim gelte das für BürgerInnen aus 137 nicht nur aus 27 Herkunftsländern, machte Oberbürgermeisterin Mühlenfeld deutlich.

Nach einer 90minütigen Diskussion und einer hervorragenden musikalischen Begleitung durch Teile der Big Band des Gymnasiums Heißen endete die Veranstaltung mit der Aufforderung der Podiumsteilnehmer an die Jugendlichen „Nehmt die Europawahlen ernst!“.

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Stand: 17.06.2013

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