Archiv-Beitrag vom 29.09.2015Lob aus Hiroshima für Mülheim an der Ruhr

Für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen: Die Flagge des weltweiten Städtebündnisses Bürgermeister für den Frieden (Mayors for Peace)Das Sekretariat der Bürgermeister für den Frieden (Mayors for Peace) hat Mülheim an der Ruhr im Auftrag des Bürgermeisters Matsui Katzumi (Hiroshima) für seine Aktivitäten zum 70. Jahrestag der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki gelobt. Der Bürgermeister Hiroshimas, der derzeit Vorsitzender der Konferenz der Bürgermeister für Frieden ist, bedankte sich für die anhaltende und nachhaltige Unterstützung in Mülheim an der Ruhr.

Neben der Pflanzung des Friedensbaumes und der Aufstellung der Gedenktafel durch Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld am 8. Mai 2015 auf dem Gelände des ehemaligen Kasernengeländes (siehe Foto unten und Beitrag Widmung des Hiroshima-Baumes), hatten die evangelische und die katholische Kirche am 8. August 2015 ein Gebet für den Frieden auf dem Platz der ehemaligen Synagoge mit anschließendem Schweigemarsch zum Kirchenhügel organisiert.

Die Flagge der Mayors for Peace wurde zum Weltflaggentag am 8. Juli 2015 auch in Mülheim an der Ruhr gehisst, um ein symbolisches Zeichen für die Forderung nach ausnahmslosem Verbot aller Atomwaffen zu setzen. Das örtliche Friedensforum veranstaltete am 19. September 2015 ein Friedensfest zum internationalen Weltfriedenstag, auf dem die Bürgermeisterin Ursula Schröder an die Atombombenabwürfe erinnerte und dazu aufrief, alle atomaren Waffen international zu ächten und entsprechende Verträge zu schließen, damit so etwas nie wieder geschieht. Die weltweit durchgeführte Unterschriftensammlung brachte beim Friedenfest weiter 55 Unterschriften, in der die Vereinten Nationen (UN) auffordert werden, entsprechende Verträge international abzuschließen.

Übergabe der Hiroshima-Gedenktafel und eines Ginko Biloba Baum an die Öffentlichkeit durch Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. Die Aktion ist eingebunden in weltweite Aktivitäten zum 70. Jahrestag des Atombombenabwurfs im Jahre 1945. Koordiniert werden die Aktionen durch Mayors for Peace. William-Shakespeare-Ring/Ecke Westminsterstraße, ehem. Kasernengelände. 08.05.2015 Foto: Walter Schernstein

Foto: Walter Schernstein

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld bedauert: „Die bisherigen politischen Mechanismen für Abrüstungsprozesse greifen nicht wie erhofft. Es fehlt eine Rechtsnorm, die Atomwaffen verbietet. 70 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki und vor dem Hintergrund aktueller geopolitischer Konflikte ist ein neuer Abrüstungsprozess dringend notwendig.“

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Stand: 29.09.2015

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