Archiv-Beitrag vom 12.01.2009Lösung für Wildgatter im Witthausbusch

Dank privater Initiative Zukunft des Tiergeheges gesichert

 

Den Streichelzoo und das Wildgatter am Witthausbusch kennen viele Mülheimerinnen und Mülheimer. Vielen Menschen liegen sie sehr am Herzen. So auch Dr. Hans-Christoph von Rohr von der Bürgerstiftung und Unternehmer Rainer Grillo. Beide kommem seit Jahren regelmäßig zum Gehege um die Tiere zu füttern. Jetzt wird deren langjähriges Engagement offiziell.

Der Verein "Tierfreunde Witthausbusch" hat ab sofort das Gehege übernommen und trägt nunmehr alle Kosten für wenigstens zehn Jahre, um somit für das Wild bessere Bedingungen zu schaffen. Neuer Vorsitzender des Vereins: Rainer Grillo. Unterstützt wird er bei seiner Arbeit durch die Bürgerstiftung, "die alle notwendigen Aufwendungen für Futter und Versorgung der insgesamt 11 Mufflons und 25 Damwild-Exemplare und für die Hege des Geländes übernimmt.", so deren Vorsitzender Dr. Hans-Christoph von Rohr.

Mit der Gründung des Vereins ist eine Lösung gefunden worden, welche "die Zukunft des Tiergartens sichert", sprach Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld bei der symbolischen Schlüsselübergabe an den Verein. "Und eine große Entlastung für die Stadt.", so Mühlenfeld weiter.

Übergabe des Wildgatters im Witthausbusch an den Verein „Tierfreunde Witthausbusch“. Die Betreuung des Wildgatters im Witthausbusch wird zu-künftig durch den Verein „Tierfreunde Witthausbusch“ – unterstützt von der Bürgerstiftung – übernommen. 09.01.2009 Foto: Walter Schernstein

Bei der symbolischen Schlüsselübergabe an den Verein "Tierfreunde Witthausbusch" im idyllisch verschneiten Wildgehege: (von links) Frank Lenz, Rainer Grillo, Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Dr. Hans-Christoph von Rohr, Umweltdezernentin Helga Sander und die Leiterin des Amtes für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen, Sylvia Waage.
(Foto: Walter Schernstein)


 

Sie dankte der Initiative für ihr Engagement und freut sich auf die kommende Entwicklung am Witthausbusch. Geplant ist zunächst die Umgestaltung des Geländes, bei der für die Tiere Rückzugsgebiete in Form von Schutzhecken oder Gebüschen und Rasenflächen, damit das Wild äsen kann, geschaffen werden. Um einen artgerechten Umbau zu gewährleisten, gehören auch Vertreter der Biologischen Station dem Verein an.

Zudem ist eine Zusammenarbeit mit der Lernwerkstatt Natur geplant. "Ein idealer Ort für Biologie-Unterricht vor Ort", so Frank Lenz, Mit-Initiator des neuen Vereins.

Eine weitere Idee: Rund um das Gehege sollen Info-Tafeln oder sprechende Automaten aufgestellt werden. So wissen dann die Besucherinnen und Besucher welche Tiere sie dort sehen und es soll damit ferner verhindert werden, dass diese an Überfütterung sterben.

Der Freizeitcharakter des gesamten Witthausbuschs wird durch die geplanten Maßnahmen aufgewertert, "was auch für die Stadt Mülheim interessant sei", so Rainer Grillo.

Umweltdezernentin Helga Sander sieht dies genau so. "Wir als Stadt hätten das so nicht hinbekommen. Es sei so eben gelungen das Wildgehege zu erhalten, nicht aber, Perspektiven zu ermöglichen.", so Sander. Sie betonte ferner, dass beide Bereiche, Streichelzoo und Tiergehege, sich in enger Wechselwirkung entwickeln sollen.

Darin sind sich alle einig und blicken zuversichtlich in die Zukunft - für die Tiere am Witthausbusch.

 

 

 

 

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Stand: 12.01.2009

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