Archiv-Beitrag vom 09.10.2013Mayors for Peace fordern bis 2020 eine Welt ohne nukleare Waffen

Meine Wahl: atomwaffenfrei.jetzt - OB unterstützt weltweite Kampagne

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld mit der Friedenstaube des Künstlers Richard Hillinger. Foto: Walter Schernstein

Als Mitglied des weltweiten und derzeit rund 5.700 umfassenden Netzwerks "Mayors for Peace" unterstützt Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld das Ziel, bis zum Jahr 2020 eine atomwaffenfreie Welt zu schaffen und hat eine Aufforderung an die Verhandlungsführer der Koalitionsvereinbarung für die neue Bundesregierung unterzeichnet.

Die Kampagne atomwaffenfrei.jetzt hat die Bürgermeister für den Frieden gebeten, sich dafür einzusetzen, dass diese Ziele mit konkreten Schritten von der nächsten Bundesregierung verfolgt werden. Sie sollen in der nächsten Koalitionsvereinbarung aufgeführt werden. Auf Beschluss des Ältestenrates in seiner Sitzung am 30. September 2013 beteiligt sich auch die OB an der Kampagne.

"Als Mitglied der Mayors for Peace setze ich mich für eine Welt ohne Atomwaffen ein. Die neue Bundesregierung soll dieses Ziel in ihrer Koalitionsvereinbarung bekräftigen", so die OB in dem Schreiben. Dagmar Mühlenfeld bittet die Bundesregierung weiter, sich an der Diskussion für eine vollständige nukleare Abrüstung zu beteiligen, wie beispielsweise an der "Global-Zero"-Initiative oder der Diskussion über den Vorschlag für eine Nuklearwaffenkonvention zur Ächtung der Atomwaffen.

Die OB wird die Forderung nach nuklearer Abrüstung bis zum Jahr 2020 auch im Rahmen ihres Engagements auf Europa-Ebene aufrufen.

Unterstützt wird die Forderung des Städtenetzwerks auch von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.

 


Hintergrundinformationen

Die Kampagne  atomwaffenfrei.jetzt hat sich folgende Ziele gesetzt:

  •     Verbot und Vernichtung aller Atomwaffen weltweit
  •     Keine Modernisierung von Atomwaffen
  •     Abzug der Atomwaffen aus Deutschland

Die jetzige Bundesregierung sagte im Koalitionsvertrag 2009 zu, sich für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen. Der Bundestag bestätigte dieses Ziel in seinem überparteilichen Beschluss vom 26. März 2010.

Die (Ober)Bürgermeister wurden daher gebeten, eine Erklärung zu unterstützen, so dass die Kampagne auch in ihren Namen nach der Wahl an die Führer der Koalitionsverhandlungen wenden kann.

Aktion zum "Day of Peace"

Bereits zum Jahrestag des Abwurfs der Atombombe auf Hiroshima am 6. August sprach sich Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld für die weltweite nukleare Abrüstung aus.

Matsui Kazumi, Bürgermeister von Hiroshima, berichtete damals in einer Friedensbotschaft zum Jahrestag unter anderem von dem Leid der Überlebenden, die oft einsam, von der Gesellschaft ausgeschlossen und von körperlichen und seelischen Belastungen gezeichnet bis heute unter den Folgen der Atombombe leiden. Er blickte in seinem Schreiben auch auf den Osten Japans, der verzweifelt gegen die Auswirkungen des großen Erdbebens und der nuklearen Katastrophe von Fukushima im Jahr 2011 kämpfe.

Mit der Unterstützung der „Mayors for peace“ tritt auch er deshalb vehement für eine Welt ohne Atombombe und andere nukleare Waffen ein. Über 5.700 Städte weltweit sind inzwischen durch ihre Stadtoberhäupter dieser Vereinigung beigetreten. Mülheim an der Ruhr ist seit 2005 dabei.

21.9.2013 - Aktionsbeschreibung zum Am 21. September 2013 fand zum “Day of Peace” eine Schweigeminute für den Frieden statt. Um 11.55 Uhr standen rund 50 Menschen auf der Friedenstreppe und bildeten als “Menschenskulptur” das Wort “PEACE”! Zudem hielten die ersten in der Reihe den jeweils farblich unterschiedlichen Buchstaben hoch! Das Foto wurde an den Bürgermeister von Hiroshima gesendet, der als derzeitiger Vorsitzender von “Mayors for Peace” über die UN zu solchen Aktionen aufgerufen hat.

Weitere Informationen zum Hintergrund der Organisation unter www.mayorsforpeace.de.

 

Kontakt


Stand: 09.10.2013

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