Meckie und Springmäuse: zwei Projekte zur Verbesserung der motorischen Entwicklung bei Kindern

Die drei Mülheimer Rotary-Clubs, Stadt, Sportvereine und Medl haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam zwei Projekte zur Verbesserung der motorischen Entwicklung bei Kindern zu initiieren. "Nur wenige Kinder können heute noch rückwärts laufen oder auf einem Bein hüpfen", erläutert die Ärztin Dr. Dagmar Starke die Notwendigkeit der Bewegungsförderung. Das soll sich ändern.

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld (rechts) mit Projektleiterin Anja Meurer (2.v.r) im Kreise der Projektbeteiligten

Foto: Walter Schernstein

Die Projekte "Meckie" und "Springmäuse" sollen das Problem nun bei der Wurzel packen und Kinder bei ihrer motorischen Entwicklung unterstützen. DieMülheimer Rotary-Clubs, die Medl, der Sportbund, Sportvereine und die Stadt arbeiten gemeinsam an den Projekten, die nun in verschiedenen Kindergärten beginnen. Dabei sollen im Rahmen psychomotorischer Übungsstunden spielerisch motorische Grundfertigkeiten vermittelt werden. "Der Begriff verdeutlicht, dass die psychische mit der motorischen Entwicklung durchaus verknüpft ist. Eine negative motorische Entwicklung wird sich auch negativ auf die psychische Entwicklung auswirken, weiß die Projektleiterin Anja Meurer zu berichten. Bei "Mecki" werden die Kinder zweimal wöchentlich über einen Zeitraum von jeweils 40 Minuten von Dagmar Starke betreut. Die Förderung findet in kleinen Gruppen von etwa acht Kindern statt. Die Teilnahme ist freiwillig, die Kinder sollten jedoch zumindest ein halbes Jahr an der Gruppe teilnehmen, um auch tatsächlich einen Effekt erzielen zu können. Meurer betont, dass im Rahmen der Übungen keinerlei Zwang auf die Kinder ausgeübt wird. Es handele sich bei den Übungen nicht um Sport, es gebe keinen Wettkampf. Die Kinder lernten so, sich selbst einzuschätzen und mit fortschreitender Dauer des Projekts steige ihr Selbstbewusstsein wegen der erzielten Erfolge. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Medl-Geschäftsführer Gerd Bachmann betonen ihrerseits, dass die frühe Bewegungsförderung unabdingbar sei, um die weitere positive Entwicklung der Kinder zu unterstützen. "Die Bewegung zu den Kindern bringen", fasst Bachmann das Ziel des Projekts zusammen. Mühlenfeld sieht den gestiegenen Medienkonsum als einen Grund für die Abnahme der motorischen Fähigkeiten bei Kindern. Wie gut das Vorhaben angenommen wird, zeigt das Interesse der Kindergärten: Nicht alle, die teilnehmen wollten, konnten berücksichtigt werden.

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Stand: 24.06.2005

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