Menschenrechte sollen Leitlinie für die Stadt werden
Die Stadt Mülheim ist der Charta der Menschenrechte beigetreten. Darüber berichteten wir bereits zum Ende des vergangenen Jahres.
Im Dezember 2004 reiste Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld im Auftrage des Rates der Stadt nach Nürnberg, um die Charta namens der Stadt zu unterschreiben. An der "Europäischen Konferenz Städte für die Menschenrechte" nahmen 400 Teilnehmer aus 131 Städten und 19 Ländern teil - vom Ballungsraum Barcelona bis zur kleinen Gemeinde in Süddeutschland. 20 weitere Städte traten bei - darunter Mülheim. "Mit meiner Unterschrift sind wir eine moralische Verpflichtung eingegangen, keine rechtliche", betont die Stadtchefin.

Ihr Ziel: "Menschenrechte sollen Leitlinie kommunalen Handelns werden. Über den Weg dahin sollen die Fraktionen beraten." Mülheim, davon ist die OB überzeugt, sei für den Prozess bestens gerüstet: die Agenda 2010, bürgerschaftliches Engagement, Antidiskriminierung, Toleranz und die multikulturelle Gesellschaft seien in der Ruhrstadt keine Lippenbekenntnisse, sondern konkrete Projekte. Die Charta für Menschenrechte könnte den verschiedenen Initiativen ein gemeinsames Dach geben. Und so sieht Mühlenfeld in der Debatte "eine Menge Chancen": Kräfte sollen gebündelt, das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen in der Großstadt "bestmöglich organisiert" werden - eben unter dem Leitbild der Menschenrechte.
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Stand: 22.03.2006













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