Messstation Aktienstraße
In der Aktienstraße wurden von Anfang Juli 2005 bis Ende 2006 sowie von Januar 2010 bis Januar 2011 Messungen der Luftqualität durchgeführt. Die Auswahl des Messstandortes erfolgte 2005 durch das Landesumweltamt (heute LANUV).
Diese zeitlich befristeten Messungen sollten die Luftbelastung an der steil ansteigenden Hauptverkehrsstraße mit beidseitig geschlossener Bebauung aufzeigen. Der Standort des mobilen Messcontainers befand sich zwischen Kuhlenstraße und Kreuzfeldstraße.
Was wurde gemessen?
An der Station wurden folgende Luftschadstoffe gemessen:
- Stickstoffoxide (NO, NO2) mit einem kontinuierlichen Messverfahren
- Feinstaub (PM10) sowohl mit einem kontinuierlichen als auch diskontinuierlichen Messverfahren
Wie hoch war die Luftschadstoffbelastung in der Aktienstraße?
Nachfolgende Tabelle fasst die wesentlichen Werte für Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2) zusammen. Die ausführlichen Daten hält das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) vor.
| Zeitraum |
1. Januar - 31. Dezember 2006* |
5. Januar - 31. Dezember 2010* |
| PM10 Überschreitungstage** (zulässiger Grenzwert) |
66 Tage (35 Tage) |
22 Tage (35 Tage) |
| NO2 Jahresmittelwert (zulässiger Grenzwert) |
61 µg/m² (48 µg/m²) |
50 µg/m² (40 µg/m²) |
* Gesamtzeitraum der Messungen: 1. Juli 2005 bis 31. Dezember 2006,
5. Januar 2010 bis 10. Januar 2011
Wo gibt es weitere Informationen zu den Messungen?
Die Ergebnisse aller Stationen zur Messung der Luftqualität werden auf der Homepage des LANUV veröffentlicht. Diese finden Sie am Ende des Beitrages.Was resultiert aus den Messwerten?
2006 wurde die zulässige Anzahl von 35 Überschreitungen des Feinstaubtagesmittelwertes pro Jahr deutlich überschritten. Die Bezirksregierung Düsseldorf erarbeitete daher einen Aktionsplan für die Aktienstraße. Der Aktionsplan trat bereits am 1. August 2006 in Kraft. Zur kurzfristigen Reduktion der Feinstaubbelastung setzte der Aktionsplan eine Sperrung für den Durchgangsverkehr von Lkw größer 3,5 t fest. Weitere Maßnahmen waren der vorrangige Einsatz schadstoffarmer Reinigungs- und Entsorgungsfahrzeuge sowie eine Routenoptimierung.
Gleichzeitig wurde 2006 der Grenzwert für NO2 zuzüglich der erlaubten Toleranzmarge überschritten. Ähnliche Grenzwertüberschreitungen lagen in allen Ruhrgebietsstädten vor, so dass ein Luftreinhalteplan Ruhrgebiet erarbeitet wurde. Der Luftreinhalteplan sollte Maßnahmen festlegen, welche eine Einhaltung der ab 2010 geltenden Grenzwerte ermöglicht. Der Luftreinhalteplan Ruhrgebiet, aufgestellt ebenfalls von der Bezirksregierung Düsseldorf, trat am 4. August 2008 in Kraft. Er verschärfte das Durchfahrverbot für Lkw auf der Aktienstraße, setzte neun Umweltzonen im Ruhrgebiet fest und formulierte zahlreiche weitere regionale und stadtbezogene Maßnahmen.
Da in den Folgejahren weiterhin an zahlreichen Standorten im Ruhrgebiet Grenzwertüberschreitungen vorlagen, wurde der Luftreinhalteplan Ruhrgebiet fortgeschrieben. Seit dem 15. Oktober 2011 ist der aktuelle Luftreinhalteplan Ruhrgebiet 2011 in Kraft. Eine wesentliche Maßnahme ist die Vergrößerung der Umweltzone Ruhrgebiet und die Verschärfung der Einfahrverbote in die Umweltzone in den Jahren 2012 bis 2014. Darüber hinaus führt auch der aktuelle Luftreinhalteplan zahlreiche regionale und lokale Maßnahmen zur Minderung der Luftschadstoffe auf.
Hier gelangen Sie zu der Homepage des LANUV.
Kontakt
Stand: 03.11.2011













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