MIT - Mülheimer Initiative für Toleranz - Historie

Historie und Zusammenfassung bisheriger Aktivitäten:

Die "MIT - Mülheimer Initiative für Toleranz" (ehem. "Runder Tisch gegen Ausländerfeindlichkeit" bzw. "Runder Tisch gegen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt) hat sich auf Initiative der damaligen Oberbürgermeisterin Eleonore Güllenstern nach dem Brandanschlag in Solingen zu Pfingsten 1993 gebildet.

 

Neben einer spontanen Demonstration am 4. Juni 1993, im Gedenken an den Brandanschlag von Solingen und an den Anschlag auf Mustafa Demiral am 9. März 1993, hatten sich die Mitglieder die Erarbeitung und Verabschiedung einer "Mülheimer Erklärung" vorgenommen.

Neues Logo der Mülheimer Initiative für Toleranz, erstellt durch Klaus Wichm,ann

Die derzeit gültige Fassung wird hier zum Download angeboten:

Mülheimer Erklärung (354 KB/Pdf)

Dank einer engagierten Unterstützung der MIT- Mülheimer Initiative für Toleranz durch die Werbeagentur Van De Schans GmbH, namentlich ihres damaligen Kreativ-Direktors Klaus Wichmann, kam es bereits im ersten Jahr zu einer bemerkenswerten Plakataktion. Plakate, Poster und Handzettel mit dem "roten Ampelmännchen" haben die thematischen Schwerpunkte transportiert:

  • Hass vernichtet
  • Ausländer/-innen sind Mitbürger/-innen
  • Gespräche verbinden
  • Gemeinsamkeit macht stark
  • Schauen Sie nicht weg: Hass verbrennt Menschen!
Werbeplakat: Miteinander für Gerechtigkeit

Im Jahre 1995 folgte eine weitere Plakataktion. Das "grüne Ampelmännchen" stand dabei für Versöhnung, für Bewegung, für ein Aufeinanderzugehen in Verbindung mit dem Motto "Miteinander für Gerechtigkeit: Immer!".

 

Die thematischen Schwerpunkte der ersten Aktion wurden übernommen, um eine Kontinuität in den Aussagen zu dokumentieren.


Zur weiteren Arbeit am Thema folgten verschiedene Ausstellungen:

  • "Das kalte Herz" - Agentur Van De Schans
  • "Stationen einer Reise" - Evangelische Akademie "Haus der Begegnung"
  • "Bilder gegen Hass" - Rathaus-Foyer
  • "Wenn ich ein Zauberstäbchen hätte" - Stadtbücherei

Außerdem initiierte der Künstler Michael van der Lohe eine Aktion, bei der sich Deutsche und Ausländer die Hände reichten, um gemeinsame Abdrücke in Tonplatten entstehen zu lassen.

Runder Tisch - Kreativwettbewerb

An Kinder und Jugendliche aus unserer Stadt wandte sich ein Kreativ-Wettbewerb, der 1996/97 mit großer Beteiligung Mülheimer Kindergärten, Schulklassen und Jugendheime stattfand.

 

Die Präsentation der Arbeiten fand in der Öffentlichkeit eine erfreulich gute Resonanz.

 

Für einen Plakat-Wettbewerb wurden im Jahre 1998 Werbeagenturen des Ruhrgebietes gebeten, sich mit eigenen Ideen und Beiträgen des Themas "Miteinander für Gerechtigkeit: Immer!" anzunehmen und Plakate einzureichen: Auch hier mit großer Beteiligung und Resonanz.

Im Jahre 2000 war der MIT - Mülheimer Initiative für Toleranz durch den Hauptausschuss des Rates der Stadt die Aufgabe übertragen worden, die unserer Stadt zur Verfügungung gestellten Mittel des Förderprogramms "Kommunen gegen Rechtsextremismus" (174.527,- DM) zu verteilen. Ein von ihr eingerichtetes Gremium hatte aus 92 eingereichten Förderanträgen 49 Anträge positiv beurteilt und die Förderbeträge bewilligt.

 

Aus einem Wettbewerb, für die Initiative einen neuen Namen und ein Logo zu entwickeln, war die Schüler-AG "Courage" der Gustav-Heinemann-Gesamtschule als Sieger hervorgegangen. 32 Vorschläge waren eingereicht worden. So erfolgte die jetzt aktuelle Namensgebung "MIT - Mülheimer Initiative für Toleranz" unter Verwendung des Logos "zwei Strichmännchen unter einem gemeinsamen Regenbogendach".

 

Durch Mittel der MIT - Mülheimer Initiative für Toleranz wurde im Sommer 2002 die Sprachförderung von Migrantenkindern im Rahmen der "Sommer-Volkshochschule" finanziell gefördert.

 

Im September 2002 startet in Mülheim an der Ruhr auf Initiative der MIT die "Aktion Noteingang" mit landesweiter Resonanz. Mit einem an Geschäften, Gaststätten, Bahnen und Bussen der MVG mbH usw. angebrachten Aufkleber wird zum Ausdruck gebracht, dass dort Zuflucht in Gefahrensituationen geboten wird. In vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Türkisch) wird "Wir bieten Schutz vor rassistischen Übergriffen" signalisiert.

 

In dem Bemühen, neue Veranstaltungsideen zu finden, wurde im Oktober 2002 ein Aufruf an alle MülheimerInnen gerichtet, Ideen für integrative Veranstaltungen vorzuschlagen. Mit insgesamt 1.000,- Euro wurden diese Ideen durch die MIT gefördert. Mit einer Förderung wurde u.a. das "Mülheimer Quartett" unterstützt, das von internationalen Schülerinnen und Schülern der Realschule Stadtmitte entwickelt worden war.

 

Auch präsentierte sich die MIT gegen Ende des Jahres 2002 mit neuen Plakaten im Stadtgebiet, mit denen der neue Name und das Logo bekannt gemacht und die Ziele der MIT aufs Neue dargestellt werden.

 

Nach ihrer Wahl am 6. April 2003 hat sich Frau Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld als neue Moderatorin der MIT - Mülheimer Initiative für Toleranz zur Verfügung gestellt.

 

Klaus Wichmann, engagierter Bürger, künstlerischer Begleiter und "spiritus rector" der MIT hat der Initiative im Sommer 2003 ein von ihm gemaltes Bild "Mülheim... MIT" gestiftet, das während der Abschlussveranstaltung der Interkulturellen Woche zugunsten der MIT versteigert wurde. Es erzielte einen Erlös von 450,- Euro für die weitere Arbeit der MIT.

Inhaltlicher Schwerpunkt der MIT-Arbeit in den Jahren 2003/2004 war das Thema "Gewalt an Schulen".

Nachdem die Stadt Mülheim an der Ruhr als zweite bundesdeutsche Stadt die "Europäische Charta für den Schutz der Menschenrechte in der Stadt" unterzeichnet hat, beteiligte sich die MIT - Mülheimer Initiative für Toleranz an der Projektgruppe "Stadt der Menschenrechte".

Download:

 

Europäische Charta (deutsch-81 KB/Pdf)

 

Europäische Charta (italienisch-97 KB/Pdf)

 

Europäische Charta (spanisch-101 KB/Pdf)

 

Europäische Charta (französich-91 KB/Pdf)

 

Europäische Charta (englisch-81 KB/Pdf)

 

Europäische Charta (arabisch-127 KB/Pdf)

 

Menschenrechte in der Stadt - Titelseite der Charta für Menschenrechte

An Jugendliche (Deutsche und MigrantenInnen) wandte sich der bis zum 1. Oktober 2005 laufende Wettbewerb "HipHop des Lebens - Jugendliche aus aller Welt zeigen, was sie drauf haben". Im Zeitraum vom 10. - 22. Januar 2006 wurden in der Kundenhalle der Sparkasse Mülheim an der Ruhr die zum Wettbewerb angemeldeten Beiträge gezeigt. Die Jury entschied,  alle Arbeiten gleichermaßen auszuzeichnen und damit ein Dankeschön an alle Teilnehmer/innen auszusprechen.

 

Zur Ausstellungseröffnung übergab Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld Teilnahmeurkunden und Präsente an die beteiligten Jugendlichen, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Jörg Enaux, lobte ihr Engagement.

 

Nachfolgend beschäftigte sich die MIT - Mülheimer Initiative für Toleranz schwerpunktmäßig mit dem "Bleiberecht für Flüchtlingskinder", startete Initiativen gegenüber den Mülheimer Mitgliedern des Bundes- und des Landtages, wendete sich  an Gremien des Deutschen Städtetages und an die Städte, die ebenfalls die "Europäische Charta zum Schutz der Menschenrechte in der Stadt" unterschrieben hatten.

 

Am 8. September 2006 wurde mit großer Beteiligung und umfassender Resonanz ein Aktionstag der MIT - Mülheimer Initiative für Toleranz in der Mülheimer Innenstadt durchgeführt. Unter dem Motto "Hier geblieben" wurden Unterschriften für ein Bleiberecht langjährig Geduldeter gesammelt und an den Innenminister des Landes, Herrn Dr. Wolf, weitergeleitet.

 

Zwischenzeitlich hatte sich ein eigenständiger Arbeitskreis der MIT gebildet: "Aktion Stolpersteine". Zielsetzung war es, "Stolpersteine gegen das Vergessen" zu setzen. Mit Hilfe des Stadtarchivs, von Zeitzeugen und durch Unterlagen in Firmen und Organisationen wurde versucht, den Opfern des NS-Regimes "ein Gesicht zu geben". Der Arbeitskreis bezog Opfer des NS-Regimes ein, wie Menschen jüdischen Glaubens, politisch Verfolgte, Roma und Sinti, Lesben und Schwule, Behinderte, Zeugen Jehovas, Wehrmachtsdeserteure und andere Verfolgte. Ein inzwischen aufgelegter Flyer dokumentiert diese Aktion in besonderer Weise.

 

Ein Schwerpunkt der MIT - Mülheimer Initiative für Toleranz war die Öffentlichkeitsarbeit, um eine Sensibilisierung und Beschäftigung mit der Thematik zu erreichen.  Mitglieder der MIT warben jeweils zu Beginn der Woche der ausländischen MitbürgerInnen in der Mülheimer Innenstadt für ihre Anliegen. Die MIT-Mitglieder sind zudem eingebunden in die Vorbereitung und Durchführung der alljährlichen Woche der ausländischen MitbürgerInnen. Die Öffentlichkeitsarbeit wurde unterstützt durch eine umfassende Berichterstattung ihrer Aktivitäten in den Mülheimer Medien.

 

Alle Aktionen und Aktivitäten der MIT - Mülheimer Initiative für Toleranz wurden durch kreatives Engagement, durch Spenden und ehrenamtlichen Einsatz getragen und gefördert!
Neues Logo der Mülheimer Initiative für Toleranz, erstellt durch Klaus Wichm,ann

 

Wenn Sie in der MIT - Mülheimer Initiative für Toleranz aktiv werden wollen, wenden Sie sich an die Geschäftsstelle oder das Agedabüro:

 

Geschäftsstelle der MIT:

 

Agendabüro,
Telefon: 02 08 / 4 55 - 60  07

Hartmut Kremer

 

Link zur Agenda 21/M.I.T.

 

 

 

Kontakt


Stand: 04.10.2011

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