Mölmsch Platt online
Den Auftakt machte "Ssinter Mätes Vögelsche": Im Herbst ging mit ausführlichen Informationen zu dem traditionellen Mülheimer Lied die "Mölmsch Platt"-Seite auf der städtischen Homepage an den Start. Prinz Hermann-Josef ("Männe-Jupp") I. Hüßelbeck folgte mit seiner Proklamation auf Platt. Neueste Ergänzung: Ein "Lexikon" mit stolzen 3.000 Wörtern in Mölmsch / Hochdeutsch und Hochdeutsch / Mölmsch löst so manches sprachliche Rätsel. Und wer es ganz genau wissen will, kann hier sogar einige Begriffe hören!
Die MST Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH hat mit tatkräftiger Unterstützung des Saarner "Mölmsch-Platt"-Kenners Franz Firla die Seiten gründlich ergänzt. Lieder, Gedichte, Schimpfwörter (wie etwa "Klabusterbeere"), Spruchweisheiten oder Namen werden dort jetzt vorgestellt und erläutert – und ein paar besondere "Schmankerl": Wer weiß schon, was sich hinter "Jan em Sacke" verbirgt?
Des kulinarischen Rätsels Lösung: "Jan im Sack" nennen die Mölmschen eine Graupensuppe mit Trockenobst, die im "Sack" – einem zusammen geknoteten Küchenhandtuch – zubereitet wird! Und "Hammeleck" hat nichts mit Schafen zu tun: So heißt eine cremige Kartoffelsuppe. Auch diese Rezepte sind auf der Seite zu finden – allerdings nur mit Titeln in Platt, damit bei der Zubereitung nichts schief gehen kann und es hinterher heißt: "Frete mack Spass!" (so ein Titel der unter "Mundartlieder" gesammelten mölmschen Lieder).
Hobby-Köche, die ein original Mülheimer Rezept weitergeben möchten, können ihre mölmsche Leibspeise einfach online dazu setzen.
Und noch eine Besonderheit bieten die Seiten: Überall dort, wo ein Lautsprecher-Symbol erscheint, können die Wörter auch akustisch abgerufen werden. Friedrich-Wilhelm von Gehlen, engagierter und vom Duo "Jan un Hinnerk" wohlbekannter "Mölmsch-Sprecher", hat einem Gedicht und diversen Begriffen seine Stimme geliehen.
Zu finden sind die Mölmschen Seiten auch direkt unter http://moelmsch.muelheim-ruhr.de
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Stand: 18.10.2005













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