Archiv-Beitrag vom 18.08.2015MRSA-Qualitätssiegel für Mülheimer Krankenhäuser verlängert

Überprüfung ergab eine optimale Erfüllung der geforderten Qualitätsziele

Im Jahre 2010 wurde in Mülheim an der Ruhr auf Initiative des Gesundheitsamtes das Netzwerk Multiresistente Erreger gegründet, in dem seit der Gründung die Mülheimer Krankenhäuser eine sehr aktive Rolle spielen. So erklärten sie sich bereits im Jahre 2011 bereit, das Qualitätssiegel MRSA („Methicillin-resistenter Staphylokokkus aureus“) zu erwerben. MRSA gehört zu den wichtigsten Keimen, die gegen viele bisher verfügbare Antibiotika resistent sind und vor allem in Krankenhäusern sowie Einrichtungen der Altenpflege schwer behandelbare Infektionen auslösen können.
Hauptursache für die Ausbildung dieser Keime war und ist der inadäquate Einsatz von Antibiotika bei Tieren und Menschen und eine nicht ausreichende Hygiene. Nach Gründung des grenzübergreifenden Netzwerkes Euregio MRSA-Net Twente Münsterland im Jahre 2006 wurden von dort Qualitätsziele erarbeitet, um die weitere Ausbreitung von MRSA zu begrenzen.

MRSA-Qualitätssiegel für Mülheimer Krankenhäuser verlängert: v.r.n.l. Dr. Hans-Georg Knoob (Hygienebeauftragter, Ev. Krankenhaus), Prof. Dr. Heinz-Jochen Gassel (Ärztlicher Direktor/Chefarzt der Chirurgie, Ev. Krankenhauses), Dr. Georg Ohde (Leiter des Gesundheitsamtes), Hubert  Brams (Geschäftsführer St. Marien-Hospital), Dr. Stephan Elenz, (Ärztlicher Direktor, St. Marien-Hospital)

Foto: von rechts nach links
Dr. Hans-Georg Knoob (Hygienebeauftragter, Ev. Krankenhaus), Prof. Dr. Heinz-Jochen Gassel (Ärztlicher Direktor/Chefarzt der Chirurgie, Ev. Krankenhauses), Dr. Georg Ohde (Leiter des Gesundheitsamtes), Hubert  Brams (Geschäftsführer St. Marien-Hospital), Dr. Stephan Elenz, (Ärztlicher Direktor, St. Marien-Hospital)

Die beiden Mülheimer Krankenhäuser Ev. Krankenhaus und St. Marien-Hospital haben sich diese Qualitätsziele zu eigen gemacht und den Erwerb dieses Qualitätssiegels angestrebt. Bereits im Januar 2012 gehörten die beiden Mülheimer Krankenhäuser zu den ersten im Ruhrgebiet, denen dieses Qualitätssiegel verliehen werden konnte.
Auf dieser Basis wurde die Verlängerung des auf zwei Jahre befristeten Siegels angestrebt.

Hierzu gehörte unter anderem die aktive Teilnahme an den seitdem regelmäßig stattfindenden Verbundveranstaltungen des MRE-Netzwerkes Mülheim an der Ruhr, die Intensivierung der innerbetrieblichen Schulungen beziehungsweise Fortbildungsveranstaltungen, die konsequente Umsetzung von Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene am Robert-Koch-Institut zur Eindämmung von MRSA, die kontinuierliche Überprüfung des gültigen Hygienemanagements sowie die konsequente Umsetzung der Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes zur Verbesserung der Krankenhaushygiene.
Im Rahmen der Verstetigung des Qualitätssiegels war es erforderlich, dass die Mülheimer Krankenhäuser zu acht konkret definierten Qualitätszielen eine intensive Dokumentation erstellen mussten, die vom Gesundheitsamt der Stadt Mülheim an der Ruhr als zuständige Überwachungsbehörde geprüft wurde. Diese Überprüfung ergab eine optimale Erfüllung der geforderten Qualitätsziele. Diese Überprüfung wurde vom Landeszentrum für Gesundheit in Münster in einem nächsten Schritt bestätigt und so konnten beide Krankenhäuser im Juli in Münster die Verstetigungssiegel in Empfang nehmen. Somit gehören die beiden Mülheimer Krankenhäuser auch zu den ersten Einrichtungen, die dieses Verstetigungssiegel erhalten konnten. Die intensiven Bemühungen um die Optimierung der Krankenhaushygiene zeigen sich aber nicht nur in der Verleihung des Qualitätssiegels sondern auch in den niedrigen und kontinuierlich sinkenden Zahlen hinsichtlich Verbreitung und Erkrankung an MRSA in Mülheim an der Ruhr.

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Stand: 18.08.2015

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