Archiv-Beitrag vom 17.06.2016Mülheim als eine der "intelligentesten Kommunen" weltweit ausgezeichnet

380 Städte hatten sich beworben

Für den ersten Platz im internationalen Wettbewerb um den “Intelligent Community Award of the Year” (IcoY) hat es für Mülheim an der Ruhr leider nicht gereicht. Aber einen international anerkannten Preis werden Thomas Müller von der Mülheimer Wirtschaftsförderung und Bart Gorynski in den nächsten Tagen dennoch aus Columbus in Ohio mit nach Hause bringen. Denn am 16. Juni überreichte ihnen der Executive Director des ICF (Intelligent Community Forum), John Jung in Ohio (USA) den „Top7 Intelligent Community Award“ des Jahres 2016. Sieger des diesjährigen Wettbewerbes wurde die kanadische Metropole Montreal. Um den Award 2016 hatten sich insgesamt 380 Städte weltweit beworben.

Ehrung Intelligent Community Award of the Year (IcoY) - v.l.: Thomas Müller, John Jung und Bart Gorynski von think tank GLocal

Ehrung “Intelligent Community Award of the Year” (IcoY) - v.l.: Thomas Müller, John Jung und Bart Gorynski von think tank GLocal (Foto: M&B)

Mit dem ICoY werden Städte und Gemeinden ausgezeichnet, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung für die künftige Stadtentwicklung offensiv stellen und gemeinsam intelligente Handlungsansätze für Wirtschaft, Gesellschaft und Stadtbild entwickeln. Und genau mit solchen Vorhaben und Projekten konnte Mülheim an der Ruhr die international besetze Jury sowie Jurymitglied John Jung bei seinem kürzlichen Besuch in Mülheim an der Ruhr überzeugen. Vor den über 150 Delegierten aus aller Welt lobte er bei der Gipfelkonfrenz des ICF in Ohio vor allem Mülheims „Triple Helix Konzept“, bestehend aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Viele Indikatoren einer Smart City seien in Mülheim an der Ruhr bereits erfüllt, betonte er in seiner Laudatio. In den Tagen seines Besuch habe er eine große Bandbreite an beeindruckenden Projekten kennengelernt und intensive Gespräche mit Oberbürgermeister Ulrich Scholten, der Wirtschaftsförderung, dem Stadtplanungsamt, der Hochschule Ruhr West, dem Initiator der Mülheimer Bewerbung, Bart Gorynski von think tank GLocal und der Leitung des U25-Hauses geführt, berichtete er.

Das gute Abschneiden Mülheims beim diesjährigen ICoY freut auch Ulrich Scholten: „Wir gratulieren Montreal zur Prämierung, freuen uns aber auch sehr über das gute Abschneiden unserer Stadt. Es ist für uns ein toller Erfolg, weltweit zu den sieben intelligentesten Kommunen im Jahr 2016 zu gehören und zu wissen, dass wir auf einem guten Weg sind.“ Und, was nicht weniger wichtig ist: „Der intensive Austausch mit den anderen Top7 Intelligent Communities gibt uns neue Impulse, was wir künftig noch besser machen können, um den hiesigen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort weiter zu stärken, neue Zukunftsperspektiven aufzuzeigen und die Lebensqualität in unserer Stadt zu erhöhen“, ergänzt Mülheim & Business Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier.

v.l.: Jürgen Schnitzmeier, Geschäftsführer der Mülheim & Business GmbH, John Jung, Executive Director des ICF, Oberbürgermeister Ulrich Scholten und M&B Projektleiter Thomas Müller

v.l.: Jürgen Schnitzmeier, Geschäftsführer der Mülheim & Business GmbH, John Jung, Executive Director des ICF, Oberbürgermeister Ulrich Scholten und M&B Projektleiter Thomas Müller. Das ist anlässlich des Besuchs von John Jung in Mülheim an der Ruhr im Mai 2016 entstanden.

Die Idee für eine Mülheimer Bewerbung hatte Bart Gorynski von think tank Glocal, Mülheimer Bürger und Mitglied eines weltweiten Smart-City-Netzwerks. Gemeinsam mit Thomas Müller von der Wirtschaftsförderung wurde die Bewerbung in zwei Stufen in Abstimmung mit dem Oberbürgermeister auf den Weg gebracht.

Der Award wird seit 1999 jährlich vom Intelligent Community Forum (ICF), New York vergeben und misst den Entwicklungsstand einer Gemeinde mit Blick folgende sechs Indikatoren und drei Erfolgsfaktoren:

Intelligent Community Indikatoren

  • 1. Broadband (Konnektivität durch Breitband)
  • 2. Knowledge Workforce (Gebildete Erwerbsbevölkerung)
  • 3. Innovation (Innovationsfähigkeit)
  • 4. Digital Equality (Digitale Einbeziehung)
  • 5. Sustainability (Ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit)
  • 6. Advocacy (Vermarktung und Interessenvertretung)
  • Intelligent Community Erfolgsfaktoren:
  • 1. Collaboration (Kollaboration/Zusammenarbeit zwischen der Triple Helix (Wirtschaft, Wissenschaft, Stadtverwaltung/Politik))
  • 2. Leadership (Treibende Akteure)
  • 3. Sustainability (Systematische Nachhaltigkeit in Form eines Prozesses zum organischen Wachstum von innen heraus)

Stand: 17.06.2016

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