"Mülheim hilft" – beim Aufbau einer Schule - Hilfsaktion nach dem verheerenden Seebeben für Sri Lanka

Der Rat hat die Weichen für eine langfristige Spendenaktion gestellt. Die Aktion "Mülheim hilft" soll sich voll und ganz auf den Aufbau einer Dorfschule in Hambantota/Sri Lanka konzentrieren. Die Flutwelle vom Dezember hat die Kleinstadt zerstört. Der Club der internationalen Schlitzohren war auf Hambantota aufmerksam geworden.

Gemeinsam treten sie für Hambantota ein: Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und der Vorsitzende des "Clubs der Schlitzohren" Werner Bungert

(Foto: Walter Schernstein)

Die 800-Seelen-Gemeinde liegt im Süden Sri Lankas, rund 250 km von der Landeshauptstadt Colombo entfernt. Die Region zählt zu den ärmsten im Umkreis. Der Tsunami hatte im Dezember die Fischerdörfer ringsum unter seinen Wassermassen begraben. Auch die Dorfschule ist zerstört.

"Mit Mülheimer Hilfe soll sie wieder aufgebaut werden," freut sich Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. Der Koordinator von "Mülheim hilft", Stadtpressesprecher Volker Wiebels, sieht in dem Projekt in Hambantota/Sri Lanka alle Kriterien erfüllt, die man am Anfang des Auswahlprozesses aufgestellt hatte: "Die Hilfe ist nachhaltig, langfristig, überprüfbar und originär. Wir müssen uns nicht an ein anderes Projekt anflanschen", so Wiebels.

Die Hilfsaktion soll davon profitieren, dass der Club der Schlitzohren in der Region bereits aktiv ist. Die Lederfabrikanten Werner Bungert und Kurtludwig Lindgens haben gute Kontakte nach Sri Lanka. Ganz in der Nähe von Hambantota wird gerade eine Lederfabrik gebaut. Der befreundete Unternehmer, der zu den Schlitzohren gehört, soll den Aufbau der Schule und den Einsatz der Spendengelder überwachen. Volker Wiebels geht davon aus, dass nach der Soforthilfe zum Jahresanfang nun für das konkrete Projekt Gelder auf dem Hilfskonto eingehen werden. "Viele Schulen und Kindergärten stehen in den Startlöchern, um zu helfen. Wir haben auch etliche Anfragen aus Unternehmen." Der Koordinator kann sich vorstellen, die Mülheimer Hilfe nach dem Aufbau der Schule und der Bereitstellung von Lernmaterialien auf die Instandsetzung der übrigen Infrastruktur auszuweiten.

(Text: Frank Messing/WAZ Mülheim)

Mülheim hilft! – Spende statt Geschenke



"Was wollt ihr mir den schenken, ich habe doch alles," dachte sich die Mülheimerin Hildegard Zorn und stellte stattdessen zu ihrem 90. Geburtstag ein Sparschwein auf, in das für die Fluthilfeaktion "Mülheim hilft!" gespendet werden konnte. Und so kamen für das Hilfeprojekt "Aufbau der Dorfschule und Instandsetzung der Infrastruktur" in Hambantota (Sri Lanka) immerhin 400 EURO zusammen.

Damit erhöhte sich das "Bürgerspenden-Konto" auf nunmehr 18.604,21 EURO. Die letzten Spenden gingen in diesen Tagen ein: Alfred und Christa Pernau, Klaus Peters, Kerstin Pasch und eben Hildegard Zorn spendeten. Eine große Spende kam von der Mariekameradschaft Mülheim (Konzerteinnahme) dazu. Sie betrug alleine 4.250 EURO.

Viele helfen mit: Hier die Marinekameradschaft bei einer Scheckübergabe an die Aktionen "Mülheim hilft!" und "Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien". Vorn, von rechts: Wolfgang Gerbener (Marinekameradschaft), Peter Niepenberg (Vizepräsident WBV West, Bereichsvorsitzender West) und Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld

(Foto: Walter Schernstein)

 

Hier die Kontonummer für die Aktion "Mülheim hilft!":

Sparkasse Mülheim BLZ 362 500 00

Kto.175 010 378

Hier aktuelle Fotos von Walter Schernstein aus Sri Lanka von Anfang Mai 2005

 

Secondary-School Bata Atha South, Gespräch mit der Schulleitung (von links nach rechts): Nimal Samarakkody, Direktor Ruwan Dharmasiri, Kurtludwig Lindgens, Percy Silva, Werner Bungert

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Weitere Infos gibt es bei der städtischen Hotline: 455-955

Kontakt


Stand: 23.08.2005

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