Mülheim in GoogleStreetView

Onlinedienst Google Street View in Mülheim für die zweite Jahreshälfte geplant


Das Vorgehen

Die Firma "Google Germany GmbH" erfasst derzeit in zahlreichen Städten und Gemeinden Straßenansichten für den Internetdienst "Google Street View". Hierfür fahren speziell ausgestattete Fahrzeuge mit hoch aufmontierten Kameras durch die Straßen und nehmen dabei ein Panorama auf Straßenebene in 360° horizontal und 290° vertikal auf, welches anschließend zu einem ganzheitlichen Rundumblick zusammengefügt wird.
Zum Einsatz kommen hier nicht nur Kleinwagen, welche die verschiedenen Straßenzüge abfahren und ablichten, sondern mittlerweile sogar das sogenannte "Trike"; eine Art großes Dreirad mit ebenfalls aufmontierten Kameras, um auch für Autos unzugängliche Wege, wie Wander- und Fahrradwege aufnehmen zu können.

 

Kleinwagen im Einsatz für GoogleStreetView Trike im Einsatz für GoogleStreetView
Quelle:http://www.datenschutz.rlp.de Quelle:http://www.gadgetreview.com


Auf diese Art und Weise hat Google mittlerweile schon in 19 europäischen und außereuropäischen Ländern Aufnahmen gemacht und bereits über den Internetdienst "Google Maps" veröffentlicht. Auch in Deutschland war die Firma "Google Inc." bereits mit ihrem Fahrzeug unterwegs und hat so gut wie alle Städte und Gemeinden erfasst. Fahrten, die in den kommenden Monaten noch folgen sollten, sollten lediglich noch der Lückenfüllung dienen, um den Nutzern von "Google" noch in diesem Jahr den virtuellen Spaziergang durch die Straßen Deutschlands zu ermöglichen, wie es zum Beispiel bereits in Amsterdam der Fall ist.

Amsterdam als Beispiel in GoogleMaps                    

 Amsterdam, Geldersekade (Quelle: http://www.maps.google.de)


Nach umfangreichen Diskussionen bezüglich des Datenschutzes will "Google" zwar bis auf weiteres keine Straßen und Häuser mehr für seinen Dienst filmen, dennoch plant die Firma, noch Ende diesen Jahres mit den Bildern online zu gehen.

 

Der Nutzen von "GoogleStreetView" gegenüber datenschutzrechtlichen Bedenken

Aufgenommene Gesichter und Autokennzeichen werden vor der Veröffentlichung verpixelt und unkenntlich gemacht. Der Dienst ermöglicht der Stadt oder Gemeinde ihren Webauftritt aufzuwerten, erleichtert Besuchern die Orientierung vor Ort und informiert Interessierte über Geschäfte und Sehenswürdigkeiten. Auch wenn "Google Street View" - gerade für kleinere Städte und wenig besuchte Gebiete - einen Service darstellt und jeder Stadt - ohne Investitionen oder zusätzliche Kosten - die Möglichkeit bietet, ihre Vorzüge im Internet zu präsentieren, stehen datenschutzrechtliche Bedenken im Raum. Nicht jeder möchte sein Grundstück für die Öffentlichkeit zugänglich im Internet präsentiert wissen, selbst wenn die veröffentlichten Aufnahmen bloße Momentaufnahmen sind. Vor allem die Tatsache, dass die Aufnahmen aus einer Höhe von ca. 2,90 m erfolgen, ermöglicht in vielen Fällen auch einen Blick über den Gartenzaun hinaus, was bei einigen Grundstückseigentümern für Unbehagen sorgt.


Zusagen von Google  gegenüber der deutschen Datenschutzbehörde

Aus diesem Grund hat die Firma "Google" gegenüber der deutschen Datenschutzbehörde eine Reihe von Maßnahmen, wie beispielsweise die Verschleierung von Gesichtern oder die rechtzeitige Bekanntgabe von Befahrungen, zugesichert.

Des Weiteren wird "Google" eine Funktion zur Verfügung stellen, anhand derer jeder Betroffene noch vor Veröffentlichung der Bilder sein Eigentum oder die Person, die entfernt oder unkenntlich gemacht werden soll, eindeutig identifizieren kann. Momentan befindet sich die Entwicklung dieser Software noch im Aufbau. Sie wird jedoch noch vor der Veröffentlichung von Abbildungen aus Deutschland zur Verfügung stehen und hier bekannt gegeben.

 

Möglichkeiten für Widersprüche bestehen

Dennoch nimmt "Google" auch jetzt schon Widersprüche gegen die Publikation der eigenen Person, Kraftfahrzeugen, Gebäuden oder Grundstücken entgegen. Hierzu kann der Betroffene sich mit seinem Absender an "Google Inc." wenden:

per E-Mail: streetview-deutschland@google.com


per Post:
Google Germany GmbH
betr.: Street View
ABC-Straße 19
20354 Hamburg

Die "Google Germany GmbH" wird die Nachricht an die "Google Inc." weiterleiten und Sie über weitere Schritte informieren. Vorerst werden Sie eine automatisch generierte Antwort von "Google" erhalten. Das Unternehmen wird anschließend erneut auf Sie zukommen und Sie um eine genaue Identifizierung der unerwünschten Darstellung bitten.
Die folgende Grafik zeigt die Ansichtssituation einer Straße in Kopenhagen, in welcher die aufgenommenen Bilder entfernt wurden.

Entfernte Darstellung in GoogleStreetView

Entfernte Darstellung in GoogleStreetView (Quelle: http://www.maps.google.de)

 

Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz werden Musterwiderspruchstexte bereitgestellt, um Ihnen ein möglichst unkompliziertes Verfahren zu ermöglichen.

 

Kontakt


Stand: 20.06.2011

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Ihre Nachricht

Sicherheitscode (Was ist das?)

 

Bookmarken | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel