Archiv-Beitrag vom 19.05.2016Mülheim ist die zweitgrünste Stadt im Ruhrgebiet

Fast jeder dritte der 82 Millionen Einwohner Deutschlands lebt in einer Großstadt, immer mehr Menschen zieht es dahin. Es gibt mittlerweile 79 Städte in Deutschland mit mehr als 100.000 Einwohnern. Und spätestens im Mai zieht es die Großstädter raus ins Freie – in die Parks, ans Wasser und in den Garten. Viele Städte behaupten, besonders viel Vegetation zu bieten: „Für Mülheim stimmt diese Aussage“, freut sich Oberbürgermeister Ulrich Scholten. „Daran haben wir jahrzehntelang gearbeitet und natürlich begünstigt uns zusätzlich die Lage am Fluss“.

Idylle auf dem grünen Auberg.

Wie grün Deutschlands Städte wirklich sind, zeigt ein Blick aus dem Weltall. Die Berliner Morgenpost hat 185 Satellitenbilder ausgewertet und zu einem detaillierten Bild zusammengesetzt. Dabei wird das Grün nicht nur sichtbar, sondern auch zähl- und vergleichbar.
Das Ergebnis: Mülheim ist die zweitgrünste Stadt im Ruhrgebiet mit 72,6 Prozent Grünanteil. Statistisch gesehen sind in Mülheim rund 70 Quadratkilometer Grünfläche vorhanden. Dies entspricht etwa 400 Quadratmeter pro Einwohner, rechnet die Berliner Morgenpost vor.

Hinter Mülheim reihen sich ein:
72,3 % Darmstadt, 72,3 % Heidelberg, 72,2 % Ingolstadt, 71,7 % Augsburg, 71,5 % Hamburg, 71,4 % Kiel, 71,3 % Heilbronn, 71,0 % Recklinghausen, 71,0 % Dortmund, 70,7 % Osnabrück, 70,7 % Stuttgart, 69,9 % Bochum, 69,4 % Dresden, 69,4 % Würzburg,
69,4 % Potsdam, 69,2 % Krefeld, 69,0 % Bremen, 68,2 % Essen, 68,0 % Moers, 66,2 % Hannover, 65,2 % Offenbach am Main, 64,6 % Karlsruhe, 64,4 % Gelsenkirchen, 63,7 % Mainz, 63,7 % Leverkusen, 63,6 % Bremerhaven.

Dicken am Damm, RuhrauenDer Versiegelungsgrad steigt in Mülheim deutlich langsamer als noch vor zehn Jahren, weiß das Umweltdezernat der Stadt. Dabei geht das fast nie zu Ungusten von Grünflächen, sondern eher zu Lasten von Landwirtschaftsflächen, Höfen und Gärten. Parks und Grünanlagen sind im Grundsatz tabu, Natur- und Landschaftsschutzgebiete sowieso. Der letzte große Bebauungsplan „auf der grünen Wiese“ war der Markscheiderhof in Selbeck. Die Mendener Straße ist an wertvoller Natur gescheitert und der Schlippenweg-Plan ist zurückgestellt.
Ein Ansatz ist weniger „Frischflächenverbrauch“ zu planen und mehr Innenraumverdichtung vorzunehmen. Wichtig ist auch das konsequente Flächenrecycling, was an Bedeutung gewinnt und in den letzten Jahren häufiger als öffentlich wahrgenommen planerisch umgesetzt wurde. Ein prominentes Beispiel ist der Neubau der Hochschule Ruhr-West auf einem ehemals zum Reichsbahnausbesserungswerk gehörenden Industriegrundstück an der Duisburger Straße.

Weitere Informationen sowie den vollständigen Artikel finden Sie unter interaktiv.morgenpost.de.

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Stand: 20.05.2016

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