Mülheim ist MEDIA@Komm-TRANSFER-Stadt für DeutschlandOnline

Beigeordneter Hans-Theo Horn (links im Bild) ist "stolz" auf die verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung: "Mülheim wurde durch sie vom Mitmacher zum Schrittmacher"

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit hat mit dem Projekt MEDIA@Komm kommunales eGovernment in drei Städten gefördert. Für das Transfer-Anschlussprojekt, in dem interessante Lösungen auch auf andere Städte übertragen werden sollen, hat eine unabhängige Jury 20 Transferkommunen bestimmt. Eine davon ist Mülheim an der Ruhr.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) hat in den letzten vier Jahren mit dem Projekt MEDIA@Komm drei Modellregionen für kommunales eGovernment (Bremen, Nürnberg, Esslingen) geschaffen. Dabei wurden zahlreiche Online-Anwendungen, sichere Technologien und Infrastrukturen sowie neue Standards entwickelt und erprobt. Gleichzeitig erfolgte die Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Darauf aufbauend soll nun mit MEDIA@Komm-Transfer in den kommenden zwei Jahren aus Insellösungen ein bundesweites Netzwerk für kommunales eGovernment aufgespannt werden. Hierfür wurden als Entwicklungs- und Diffusionsknoten von einer unabhängigen Jury 20 so genannte Transferkommunen bestimmt, die ein besonders starkes Know-how aufweisen konnten.
Der Dezernent für Personal und Organisation, Hans-Theo Horn, hat heute die offizielle Urkunde für die Transferkommune Mülheim an der Ruhr auf der weltweit größten Computermesse CeBIT in Hannover vom Leiter des Referates "Multimedia" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit Dr. Andreas Gördeler (auf dem Foto rechts) entgegengenommen.

Der Beitrag der Stadt Mülheim als Transferkommune beruht zum einen auf dem Engagement und den besonderen Kompetenzen im Bereich eGovernment sowie der Idee, ein lokales, voll integriertes Kommunalportal zu schaffen; zum anderen werden Ideen, Lösungen und Softwareentwicklungen anderen Gemeinden zur eigenen Nutzung angeboten, zuletzt im Rahmen einer bundesweit vielbeachteten Open-Source-Initiative.
Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld freut sich Hans-Theo Horn und sieht Mülheim in einer guten Ausgangslage: "Zwischen öffentlicher Verwaltung, Bürgern und Wirtschaft wird schon heute eine Vielzahl an Dienstleistungen und Transaktionen vollelektronisch ohne Medienbrüche getätigt. Künftig sollen diese Online-Services noch weiter ausgebaut werden, um so Effizienz und Transparenz von Verwaltungs- und Geschäftsvorgängen zu verbessern."

Zu MEDIA@Komm und MEDIA@Komm-TRANSFER

MEDIA@Komm ist eine Initiative der Bundesregierung, um die Entwicklung und Anwendung von Multimedia in Städten und Gemeinden gezielt zu unterstützen. Hierzu wurde 1998 ein Städtewettbewerb ausgelobt, an dem sich 136 Städte und Gemeinden mit ihren Konzepten beteiligt haben. 1999 wurden durch eine Jury die drei Preisträger Bremen, Esslingen und der Städteverbund Nürnberg ermittelt.
Nach Beendigung des MEDIA@Komm-Wettbewerbs hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) die Maßnahme "MEDIA@Komm-TRANSFER" gestartet, um die Aktivitäten zur Multiplikation, Standardisierung und Internationalisierung von eGovernment-Lösungen als Teil der von Bund und Ländern gemeinsam beschlossenen Strategie "DeutschlandOnline" zu verstärken: "MEDIA@Komm-Transfer" soll die Entwicklung von eGovernment bundesweit beschleunigen und harmonisieren sowie die Position des eGovernment-Standorts Deutschland im internationalen Wettbewerb verbessern. Durch die Verknüpfung besonders vielversprechender kommunaler und regionaler Initiativen zu einem länderübergreifenden eGovernment-Netzwerk sollen der Transfer von Best-Practice-Lösungen und Know-how erleichtert, Standards weiterentwickelt und Selbstorganisationsprozesse für die weiterführende flächendeckende Diffusion angestoßen werden. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft intensiviert werden, damit das große Wachstums- und Beschäftigungspotenzial von eGovernment genutzt werden kann. Das schließt auch den Ausbau internationaler Kontakte und Kooperationen zur Förderung der digitalen Integration Europas und Erschließung neuer Exportchancen mit ein.

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Stand: 24.03.2004

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