Altstadt

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Nur wenige Meter vom Trubel der Mülheimer Innenstadt entfernt, besticht die Altstadt durch ihre Ruhe und Gemütlichkeit. Besiedelt wurde die Altstadt wahrscheinlich schon im 6. und 7. Jahrhundert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Betritt man die Mülheimer Altstadt, öffnet sich das Tor in eine andere Welt. Nur wenige Meter von der Mülheimer Innenstadt entfernt, besticht die Altstadt oberhalb der Leineweberstraße durch ihre Ruhe und Gemütlichkeit. Mit ihren verwinkelten kleinen Straßen, den Fachwerkhäusern und der Petrikirche als Mittelpunkt wirkt sie eher wie ein Dorf denn als Teil einer Großstadt.

Königliches Flair auf dem Kirchenhügel

Besiedelt wurde die Altstadt wahrscheinlich schon im 6. und 7. Jahrhundert. Im Hochmittelalter lag auf dem Kirchenhügel, wo sich heute die Petrikirche befindet, ein befestigter Königshof: der "Muhrenhof" mit seinem Wirtschaftsgebäude, dem sogenannten Altenhof. Gemeinsam mit einer hofeigenen Kapelle bildete das Anwesen der Mülheimer Edelleute den Siedlungskern der Altstadt. Die Kapelle wurde zur Pfarrkirche St. Petrus ausgebaut, der heutigen Petrikirche.

Wahrzeichen Petrikirche

Vermutlich auf Resten der Burg der Herren von Mulenheim entstanden, war die Petrikirche viele Jahre lang das höchste Gebäude der entstehenden Stadt. Der schiefe hölzerne Turmhelm, der bis zur Bombennacht im Jahre 1943 das Wahrzeichen Mülheims war, ist inzwischen durch ein stählernes Turmgerüst ersetzt worden. Das heute evangelische Gotteshaus ist die älteste Versammlungsstätte im Innern der Stadt, die auch heute noch rege genutzt wird.

Heimat bekannter Persönlichkeiten
In der Altstadt lebten einst berühmte Mülheimer: Der Dichter und Mediziner Carl Arnold Kortum, geboren 1745 in Mülheim, gestorben 1824 in Bochum, ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen. Kortum arbeitete von 1765 bis 1770 als Arzt in Mülheim, dann zog er zu seiner Frau nach Bochum. Sein wohl bekanntestes Werk ist die "Jobsiade - Leben, Meynungen und Thaten von Hieronimus Jobs, dem KandidatenJobs - Die Bronzefigur, und wie er sich weiland viel Ruhm erwarb auch endlich als Nachtwächter zu Sulzburg starb".

Kortum-Brunnen mit Jobsfigur
In der Nacht vom 22. auf den 23.6.1943 fiel ein Großteil der historischen Altstadt Mülheims den Bomben alliierter Flieger zum Opfer. Auch die Bronzefigur "Jobs, der Kandidat" - 1939 von Karl Ehlers geschaffen - versank mitsamt dem Brunnen, den sie krönte, im Schutt.

Der Jobs ist eine literarische Figur aus dem satirischen Epos "Jobsiade oder Leben, Meinungen und Taten von Hieronymus Jobs, dem Kandidaten" von Arnold Kortum, einem 1745 in Mülheim geborenen Arzt.

1947 wurde die Skulptur unter Schrott im Hamburger Hafen wiederentdeckt und nach Mülheim an der Ruhr zurücktransportiert. Hier stand der Jobs zunächst lange Jahre in der Grünanlage Friedrichstraße / Ecke Bachstraße.

Im Rahmen des alljährlichen Mülheimer Brunnenfestes im September 2006 kehrte die Bronzefigur schließlich an ihren alten Heimatplatz in der Altstadt zurück: Neben der Petrikirche ziert "Jobs" nun wieder den nach historischem Vorbild auf Initiative des Vereins zur Förderung der Altstadt nachgebauten Kortum-Brunnen.

Tersteegenhaus

Der Kirchendichter und Seelsorger Gerhard Tersteegen, 1697 in Moers geboren, wohnte seit 1746 im heutigen Tersteegenhaus und starb dort 1769. Das im Schatten der Petrikirche stehende Tersteegenhaus ist heute ein Heimatmuseum mit der kulturgeschichtlichen Sammlung der Stadt Mülheim. Es birgt vielfältige Erinnerungen, unter anderem an Tersteegen, Kortum und Königin Luise von Preußen. Ursprünglich war es als "Muhrenhof" der Wirtschaftshof der Herren von Mülheim. In seiner jetzigen Form ist es ungefähr 350 Jahre alt.

Park-Atmosphäre auf dem Altstadtfriedhof

Altstadtfriedhof

Einen Besuch wert ist auch der schöne, fast 200 Jahre alte Friedhof am Rande der Altstadt, dessen vermooste Grabsteine aus dem letzten Jahrhundert davon zeugen, dass einige Persönlichkeiten von Rang und Namen hier ihre letzte Ruhe fanden: Darunter etliche, deren Wirken für die Mülheimer Stadtgeschichte nicht ohne Bedeutung war, wie die Familien Thyssen, Stinnes und Troost. Opfer der beiden Weltkriege sind hier ebenfalls bestattet wie auch "alte" Mülheimer, deren Namen noch heute bekannt sind, so etwa Christian Weuste, der erste Bürgermeister Mülheims. Inmitten der wuchernden Pflanzen geben prachtvolle Skulpturen und sorgfältig verzierte Grabsteine dem ehemaligen "Kommunalfriedhof" sein eigenes, persönliches Gesicht. Unter dem grünen Dach aus Linden- und Kastanienbäumen herrscht eine Stille, die eine angenehme Gelegenheit zum Abschalten von Alltagsproblemen oder auch zum Nachdenken bietet.

Gut bürgerliche Küche Hotel-Restaurant Kölner Hof

Kneipen gab es hier schon in den vergangenen Jahrhunderten, ein Großteil wurde jedoch im 2. Weltkrieg zerstört. Viele Gaststätten sind heute wieder Anziehungspunkte in der Altstadt und verwöhnen ihre Gäste mit gut bürgerlicher Küche.

 

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Stand: 07.06.2017

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