Archiv-Beitrag vom 03.08.2011Mülheimer Bündnis für Familie: Zweite Studie zur "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" vorgestellt

2007 hat die Q:marketing AG in Kooperation mit dem UMW, der IHK und der Kreishandwerkerschaft die erste Studie „Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Mülheimer Unternehmen“ für das „Mülheimer Bündnis für Familie“ durchgeführt und publiziert. Vier Jahre später wurde diese Befragung der Mülheimer Unternehmen wiederholt. Die Ergebnisse stellten Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Vorsitzende des Kuratoriums „Mülheimer Bündnis für Familie“, und Hanns-Peter Windfeder, Vorsitzender des UMW und Kuratoriumsmitglied, im Rahmen einer Pressekonferenz vor.

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Vorsitzende des Kuratoriums �Mülheimer Bündnis für Familie�, und Hanns-Peter Windfeder, Vorsitzender des UMW und Kuratoriumsmitglied, stellen die neue Studie �Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Mülheimer Unternehmen� für das �Mülheimer Bündnis für Familie� vor. 02.08.2011 Foto: Walter Schernstein

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Hanns-Peter Windfeder präsentierten die neue Studie zur "Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Mülheimer Unternehmen" (Foto: Walter Schernstein)

 

Das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ sei in den vergangenen Jahren immer stärker in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung und auch der der Unternehmen geraten, so Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des zu erwartenden Fachkräftemangels werde ein familienfreundliches Arbeitsumfeld künftig mit darüber entscheiden, wer die besten Arbeitskräfte verpflichten und halten könne.

Das „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ (BMFSFJ) habe das Thema bereits mit zahlreichen Studien aus verschiedensten Blickwinkeln betrachtet, so Hanns-Peter Windfeder. Vermisst habe er dabei aber den Fokus auf die Situation in einer Stadt oder einer Region. Mit der ersten Studie im Jahr 2007 habe man in Mülheim an der Ruhr damit eine Vorreiterrolle übernommen. Nach vier Jahren wurde die Studie zur „Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Mülheimer Unternehmen“ wiederholt und um einige Teilbereiche erweitert. „Eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse ist gegeben. Darauf haben wir großen Wert gelegt“, sagte Windfeder.

„Die Diskussion um das Thema hat in der öffentlichen und in der politischen Debatte einen hohen Stellenwert. Zunehmend findet auch der Bereich der zu pflegenden Angehörigen Beachtung“, betonte Dagmar Mühlenfeld. Die neue Studie zeige diese Entwicklung erstmals auf.

Mehrere Handlungsfelder

Wie hat sich die Familienfreundlichkeit in Mülheim seit 2007 entwickelt? Hanns-Peter Windfeder weiß, dass in mittelständischen Unternehmen andere Normen und Werte gelten als in Großunternehmen. „Doch auch wenn man in seiner Firma keinen Wickelraum hat, kann man familienfreundlich sein.“ Zum Beispiel durch flexible Arbeitszeitmodell oder die Vermittlung von Tagesmüttern.
Wichtigste Themenfelder der Studie sind Unternehmens- und Führungskultur, Arbeitszeit- und Arbeitsortflexibilität, Familienunterstützende Maßnahmen und die Elternzeit. Anhand der Vergleichszahlen von 2007 lassen sich in dem einen oder anderen Kernthemenfeld viele Verbesserungen erkennen. „Dennoch gibt es noch einiges zu tun, und es soll auch getan werden“, so Windfeder.

Die Studie zeigt, dass die meisten der befragten Unternehmen eine positive Einschätzung ihrer Angebote für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben. Immer mehr Arbeitgeber bieten einen festen Ansprechpartner, kurzfristige Arbeitszeit- und Arbeitsortflexibilität, Angebot von Teilzeit und eine Vielfalt von Arbeitszeitmodellen an. „Es hapert aber noch an der Kommunikation“, erklärte Windfeder.

Im Anhang finden Sie die komplette Studie mit allen Fragen und Auswertungen sowie den Vergleichsergebnissen zur Studie in 2007 zum Nachlesen.

Weitere Informationen finden Sie ebenfalls auf der Internetseite des Mülheimer Bündnis für Familie.

 

 

 

 

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Stand: 04.08.2011

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