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Als Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, Verbänden, Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, Wirtschaft und bürgerschaftlichen Gruppen haben wir uns auf Initiative der damaligen Oberbürgermeisterin Eleonore Güllenstern im Jahre 1993 zusammengefunden, um gemeinsam in unserer Stadt aktiv zu werden für Toleranz und Akzeptanz. Mit Aktionen und Veranstaltungen wenden wir uns seither an die Öffentlichkeit, weil wir davon überzeugt sind, dass das Zusammenleben in unserer Stadt auf Dauer nur dann für alle Menschen friedvoll und gedeihlich gestaltet werden kann, wenn Vorbehalte abgebaut und Benachteiligungen, gleich welcher Art, überwunden werden. Wir wissen, die große und weit überwiegende Mehrheit der Mülheimer Bevölkerung ist tolerant und verabscheut Rassismus, Diskriminierung und Gewalt.
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MIT - Mülheimer Initiative für Toleranz
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Erschreckend und nicht hinnehmbar ist aber die Tatsache, dass es in unserem Land erneut zu Aufmärschen Rechtsradikaler und gewalttätigen Übergriffen auf Minderheiten kommt. Stellenweise scheint zudem ein Klima der Gleichgültigkeit, der heimlichen oder sogar der offenen Zustimmung gegenüber dieser erschreckenden Entwicklung zu herrschen. Umso mehr gilt es für uns, deutlich zu machen: Jeder Mensch, der in unserer Stadt lebt, ist vor Gewalt und Verfolgung zu schützen! Wir alle haben dafür zu sorgen, dass niemand in Angst leben muss! Mit unserer Zusammenarbeit wollen wir aufzeigen, welche Wege zur Bekämpfung von Diskriminierung und Intoleranz gangbar sind. Wir wenden uns an die Menschen in unserer Stadt. Mit ihnen sollte offen angesprochen werden, was stört, was betroffen macht, wo die Ursachen zu sehen sind und welche Vorgehensweisen sich eignen, um in unserer Stadt, in unserem Staat fatale Entwicklungen zu verhüten.
Unsere Thesen und Vorschläge sollen dazu dienen, Diskussionen und Initiativen in der Bevölkerung anzuregen:
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Die soziale Integration von Minderheiten ist auf allen Ebenen noch intensiver anzugehen. Sie beginnt im Kindergarten und in der Schule, wo nicht nur Kinder und Jugendliche sich verstehen lernen, sondern wo es auch darauf ankommt, dass die Eltern in Kontakt miteinander kommen, damit gegenseitige Vorurteile ausgeräumt und gegenseitige Rücksichtnahmen aufgebaut werden können. Dies muss selbstverständlich in der Jugendarbeit konsequent fortgeführt werden, um mit sinnvollen Freizeitangeboten - aber auch der bewussten Auseinandersetzung mit der Geschichte - den Verführungen durch Radikale und deren Parolen etwas entgegenzusetzen.
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Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist der Schlüssel zu einer aufgeschlossenen und toleranten Gesellschaft.
Wichtig ist die Information über die verschiedenen Kulturen, Religionen, Sitten und Gebräuche. Sich kennen zu lernen heißt, sich verstehen zu lernen. Zielsetzung hierbei ist der Respekt vor dem Anderen und die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensformen. Die Anerkennung der Gleichwertigkeit aller Kulturen ist unverzichtbarer Bestandteil des Zusammenlebens
Wir sind uns bewusst - es gibt noch viel zu tun! Jeder kann im Rahmen seiner Möglichkeiten Beiträge zu einem besseren Miteinander leisten. Nicht wegschauen! Aktiv werden! Zivilcourage zeigen!
Arbeiten Sie mit! |
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Für und im Namen von 91 Mitgliedern aus Vereinigungen und Organisationen: African Culture Link e.V., Afrika Forum, AGB - Arbeitsgemeinschaft der in der Behindertenarbeit tätigen Vereinigungen, Agentur für Arbeit, AGOT - Mülheimer Jugendheime, Arbeiterwohlfahrt, Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler, Baha'i-Gemeinde, Betriebsrat Mannesmannröhren-Werke AG, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Bürgerinnen und Bürger aktiv gegen Rechts, Caritasverband, CDU-Kreispartei, CDU-Ratsfraktion, Demokratisch-Alevitischer Verein, Der Paritätische Wohlfahrtsverband, Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft, Deutsch-Israelische Gesellschaft/Arbeitsgemeinschaft Duisburg - Mülheim - Oberhausen, Deutsch-Russisches Kulturzentrum e.V., Deutscher Gewerkschaftsbund, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk, DITIB-Türkisch Islamische Gemeinde Fatih Cami, DITIB-Türkisch Islamische Gemeinde Ulu Cami, Evangelische Allianz, Evangelische Kirche, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, FDP-Fraktion, FDP-Kreisverband, Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Gemeinschaftsgrundschule Augustastraße, Gemeinschaftsgrundschule Schlägelstraße, Gemeinschaftsgrundschule Zunftmeisterstraße, Gemeinschaftshauptschule Heißen, Geschichtsverein Mülheim an der Ruhr e.V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V., Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Gewerkschaft ver.di - Kreisjugendausschuss, ginko - Verein für psychosoziale Betreuung im DPWV, Gustav-Heinemann-Gesamtschule, Hotel- und Gaststättenverband, IAF - Verband bi-nationaler Familien und Partnerschaften, IG-Metall, Integrationsrat, Internationaler Familienverein, eingetragen als Multikultureller Familienverein Mülheim an der Ruhr e.V., Islamische Gemeinde e.V., Jüdische Gemeinde, Jungsozialisten im SPD-Unterbezirk, Katholische Kirche, Kinderschutzbund, KIR - Kultur im Ringlokschuppen e.V., Kontaktkreis deutscher und ausländischer Frauen e.V., Kreispolizeibehörde, Kreisverband Mülheim an der Ruhr der Kleingärtner e.V., MBI - Mülheimer Bürgerinitiativen, Mülheimer Anwaltverein e.V., Mülheimer Arbeitslosenzentrum (MALZ) e.V., Mülheimer Flüchtlingsrat, Mülheimer Friedensforum, Mülheimer Seniorenzeitung "Alt? na und!", Mülheimer Sportbund, Nachbarschaftsverein Augusta-/Gustavstraße e.V., Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Portugiesische Sport- und Kulturunion, Ring politischer Jugend, Ruhrkanaker, Seniorenbeirat der Stadt Mülheim an der Ruhr, SJD - Die Falken, SOS-Rassismus-NRW, Soziale Kinder- und Jugendarbeit e.V., Sozialverein für Lesben und Schwule e.V., Spanischer Elternverein, SPD-Ratsfraktion, SPD-Unterbezirk, Stadtjugendring, Stadtverwaltung, Tamil Organisation e.V., Theater an der Ruhr, Theodor-Fliedner-Stiftung, Trabzonspor e.V., Tschernobyl-Kinder e.V., Türkischer Elternverein, Türkischer Verein, Unternehmerverband Mülheimer Wirtschaftvereinigung e.V., Van De Schans GmbH Werbeagentur, Vatan Spor e.V., Verband Bildung und Erziehung im DBB, Verein Casa di Amicizia, Verein Hilfe für Frauen e.V., VVN - Bund der Antifaschisten e.V., wichmann.kommunikation
Mülheim an der Ruhr, im September 2006
Dagmar Mühlenfeld Oberbürgermeisterin
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