Mülheimer Lärmminderplanung interessiert bundesweit

Nun ist Mülheim nicht mehr „nur“ nordrhein-westfälische Modellstadt für die Lärmminderungsplanung, sondern auch die Bundesebene interessiert sich für das Mülheimer Projekt.
Am 25. und 26. Juni fand in Düsseldorf die Messe „Zukunft Kommune 2003“ statt. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) der Bundesrepublik Deutschland organisierte Diskussionsforen zu einigen aktuellen Umwelt-Themen wie dem ÖPNV, dem Umweltzeichen Blauer Engel, der neuen Luftqualitätsgesetzgebung und den Auswirkungen der neuen EU-Umgebungslärm-Richtlinie.
Von Interesse für das BMU waren nicht nur die gesetzlichen Grundlagen sondern besonders die Umsetzung und die Anwendung in den Kommunen. Eingeladen waren neben der Modellstadt Mülheim an der Ruhr, vertreten durch das Umweltamt, auch Herr Hillen vom Landesumweltamt und die Landeshauptstadt Düsseldorf.
Das BMU stellte in der Diskussionsrunde auf seinem Podium zahlreiche Fragen an die Praktiker:
- Wie setzen die Städte die Gesetze und Richtlinien zum Thema Lärm um ?
- Wie wird verhindert, dass Pläne für die Schublade erstellt werden ?
- Wie profitieren die Bürgerinnen und Bürger konkret von den neuen Lärmschutz-Gesetzen ?

Die Mülheimer Erfahrungen waren von Interesse für andere Kommunen in NRW und darüber hinaus: Derzeit werden nicht nur der Flächennutzungsplan, sondern auch der Verkehrsentwicklungsplan (VEP) neu aufgestellt. Auf diese Weise können die Ergebnisse der Lärm-Messungen und -Berechungen direkt einfließen in die Neuplanung von Straßen, von neuen Wohn- und Gewerbegebieten, in verkehrsberuhigende und -lenkende Maßnahmen. „Eine gute Zusammenarbeit zwischen den Verkehrsplanern und dem Umweltamt ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung,“ so Gabi Wegner vom Mülheimer Umweltamt.
„Wir arbeiten parallel auf zwei Ebenen: Es gilt nicht nur, die bestehenden Lärm-Belastungen zu verringern durch teure Lärmschutzwälle oder -fenster, für die in Zeiten knapper Finanzen immer weniger Geld zur Verfügung steht. Noch wichtiger ist es, bereits im Vorfeld zu erkennen, wo sich neue Lärmquellen oder höhere Verkehrsbelastungen ergeben würden, und dann möglichst im Sinne des Lärmschutzes umzuplanen. Bürgerinnen und Bürger merken nichts davon, wenn wir neue, zusätzliche Belastungen im Vorfeld erkannt und entsprechend geändert haben - unsere besten Ergebnisse werden letztlich gar nicht publik, z.B. wenn wir es geschafft haben, geplante Lärmzunahmen im Ansatz zu vermeiden.“



Kontakt


Stand: 03.07.2003

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Ihre Nachricht

Sicherheitscode (Was ist das?)

 

Bookmarken | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel