Mülheimer Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft 2003 vergeben
"Der Werksausschuss Kulturbetrieb hat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 23. April 2004 auf Empfehlung des Vorbereitungsgremiums einstimmig beschlossen, den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2003 - Sponsor: Sparkasse Mülheim an der Ruhr - an Gralf-Edzard Habben und einen Förderpreise zum Ruhrpreis an Jobst Moritz Pankok zu vergeben. Der Hauptpreis ist mit 3.000 Euro, der Förderpreis mit 2.500 Euro dotiert," das gab Kulturdezernent Hans-Theo Horn in diesen Tagen öffentlich bekannt.

v.l.n.r. Hans-Theo Horn mit den Ausgezeichneten Gralf-Edzard Habben und Moritz Pankok
Foto: Walter Schernstein
Die Entscheidung ist wie folgt begründet worden:
Gralf-Edzard Habben
Gralf-Edzard Habben ist seit Jahrzehnten einer der führenden Bühnenbildner in Bundesrepublik Deutschland. Er hat an allen wichtigen nationalen Theater gearbeitet, bevor er 1981 gemeinsam mit Dr. Roberto Ciulli und Dr. Helmut Schäfer das Theater an der Ruhr gründete. Damit stellte er sich einer Herausforderung, deren Bewältigung bis heute einzig geblieben ist: Räume zu entwickeln, die auch für das Reisen geeignet sein müssen und sich in die höchst unterschiedlichen Architekturen verschiedener Häuser einfügen, ohne ihre bestimmte Kraft zu verlieren. Darüber hinaus hat Gralf-Edzard Habben das äußere Gesicht des Theaters an der Ruhr grafisch entscheidend geprägt, so mit den schon Legende gewordenen Programmheften und Plakaten. Neben verschiedenen Lehrtätigkeiten im In- und Ausland ist er ein hervorragender Botschafter Mülheims in vielen Ländern dieser Welt geworden. Gralf-Edzard Habben erhält den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft als Anerkennung für herausragende Leistungen bei seinem künstlerischen Schaffen.
Jobst Moritz Pankok
Jobst Moritz Pankok hat als ausgebildeter Bühnenbildner zu ungewöhnlichen Ausdrucksformen in seinen Arbeiten gefunden. So arbeitete er nicht nur interdisziplinär in den verschiedenen Kunstsparten, indem er den Bogen von der bildenden Kunst über Theater, Performance, Film, Foto, Musik und Literatur spannt, sondern auch interkulturell, indem er verschiedene Kulturkreise in sein Werk einbezieht. Als Wanderer zwischen den Kulturen und den unterschiedlichsten Kunstformen schöpft er seine Kreativität und lässt sich so nur schwer einordnen. Für die große Bandbreite seiner künstlerischen Darstellung und die originäre Bildsprache in seinen Arbeiten, die unterschiedliche Kulturen zu verbinden vermögen, erhält er den Förderpreis zum Ruhrpreis für Kunst- und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr.
Kontakt
Stand: 28.04.2004













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