Archiv-Beitrag vom 03.03.2016Nachfrage nach Gewerbeflächen und Immobilien in Mülheim weiterhin ungebrochen

Aber insbesondere unbebaute Gewerbegrundstücke fehlen

Mülheim & Business und Makler stellen 10. Immobilienmarktbericht 2015 vor

Die Nachfrage nach Gewerbeflächen und Gewerbeimmobilien am Wirtschaftsstandort Mülheim an der Ruhr ist im vergangenen Jahr um weitere 12 % auf 156 Anfragen gestiegen. Allein 90 Anfragen (+ 64 % gegenüber 2014) bezogen sich nach Angaben der Wirtschaftsförderung auf unbebaute Gewerbe- und Industriegrundstücke. Diesen konnten aber vielfach keine entsprechenden Angebote seitens M&B, der Eigentümer und Makler gemacht werden, da nur noch 5,4 Hektar Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. „Das zeigt, dass die Nachfrage von Investoren und Unternehmen am Standort Mülheim an der Ruhr weiterhin ungebrochen ist und wir durch Mobilisierung von Flächen mehr Arbeitsplätze und Steuereinnahmen in unsere Stadt ziehen könnten“, erläuterte M&B-Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier im Kreise der Mülheimer Grundstückseigentümer sowie regionaler Makler und Investoren: „Jede zweite Anfrage konnten wir im vergangenen Jahr nicht mit einem Angebot beantworten, dennoch lag der Flächenumsatz in diesem Teilmarkt mit rund 60.500 m² (10 Abschlüsse) dreimal so hoch wie 2014."

StadtQuartier Schloßstraße - Umnutzungsstudie Kaufhof: Ansicht Stadthafen

Stärkere Nachfragen waren im vergangenen Jahr nach Angaben der Mülheim & Business GmbH auch in allen anderen gewerblichen Immobilien-Teilmärkten zu verzeichnen: Im Vergleich zu 2014 gab es zudem ein deutlich stärkeres Interesse an Büroflächen auf Mülheimer Stadtgebiet. Auch wenn Mülheim an der Ruhr eigentlich kein klassischer Büromarktstandort ist, hat die Nachfrage nach Büroflächen im vergangenen Jahr mit mehr als 30 Anfragen und einem Nachfragevolumen von rund 70.000 m² deutlich angezogen.

Zwei Drittel der Anfragen konnten im vergangenen Jahr bedient werden. Der Flächenumsatz konnte damit um 42 % auf rund 15.000 m² (30 Abschlüsse) gesteigert werden. Besonders freut sich Schnitzmeier hierbei über die erfolgreiche Revitalisierung von alten Bestandsimmobilien, wie zum Beispiel das ehemalige AEG-Gebäude an der Aktienstraße sowie die Umnutzung der gegenüberliegenden ehemaligen Feuerwache der Stadt zu einem Sicherheits- und Dienstleistungszentrum. „Vor dem Hintergrund unserer desolaten Gewerbeflächensituation haben wir die intelligente Flächenoptimierung und Revitalisierung nicht mehr marktgängiger Gewerbeimmobilien und gewachsener Gewerbegebiete in unserer Stadt zu einem Schwerpunkt unserer Arbeit gemacht“, erläuterte Schnitzmeier. Er lädt Immobilieneigentümer ein, gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Revitalisierungskonzepte zu entwickeln, um Bestandsimmobilien wieder marktfähig zu machen. „Bei anhaltender Nachfrage rechnen sich solche Investitionen in den Bestand durchaus, wie anschauliche Referenzprojekte beweisen.“

Titelbild Flyer Hof- und Fassadenprogramm des team InnenstadtLuft nach oben gibt es auch im Teilmarkt "Ladenlokale". Hier verfügt die Stadt derzeit über eine Angebotsreserve von rund 17.500 m², wovon 10.500 m² auf die Innenstadt entfallen. 85 der 582 Ladenlokale in der Innenstadt stehen derzeit leer. Das entspricht einer Quote von 15 %. Gerade im Hinblick auf die Mülheimer City ist im vergangenen Jahr aber Bewegung in den Markt gekommen. So weist der Immobilienmarktbericht 2015 immerhin 31 Abschlüsse von Mietverträgen aus, wovon die meisten die Innenstadt und das Forum betrafen. Als Ursache für diese beginnende Trendwende nannte Jürgen Schnitzmeier sowohl das Ende des Stillstands um das ehemalige Kaufhof-Areal und die geplante Neuausrichtung des Gebäudeareals als Mischimmobilie als auch das erstarkte Engagement Mülheimer Immobilienunternehmen und Investoren in ihren innerstädtischen Bestand. Und dieser soll in der nächsten Zeit noch weiter gestärkt werden. Hierfür hat die Stadt Mülheim im Rahmen der Städtebauförderung ein sogenanntes Hof- und Fassadenprogramm für private Immobilieneigentümer in der Innenstadt aufgelegt.

Im Vergleich zu 2014 weist der Immobilienmarktbericht zudem eine deutlich stärkere Nachfrage nach Produktions- und Lagerhallen aus. Insgesamt 35-mal war Mülheim & Business in 2015 in diesem Marktsegment kontaktiert worden. Das sind 14 Anfragen mehr als im vergangenen Jahr. Das angefragte Volumen betrug 117.290 m². Fast 70 % der anfragenden Unternehmen konnte anschließend ein konkretes Angebot in der Stadt gemacht werden. In neun Fällen kam es auch zu einem Vertragsabschluss. "Im Gegensatz zu den dringend benötigten freien Gewerbeflächen ist die Angebotsreserve bei Lager- und Produktionshallen in Mülheim entspannt. Sie hat sich sogar innerhalb des letzten Jahres von 50.000 m² auf 80.000 m² erhöht", erläutert hierzu Heiner Mink, bei der Mülheim & Business GmbH zuständig für Bestandsentwicklungen und Industrieansiedlungen.
"Mülheim an der Ruhr ist mit seiner Lagegunst zwischen Essen und Düsseldorf weiterhin ein Top-Standort für Investoren und Unternehmen“, fasste M&B Geschäftsführer Schnitzmeier das Ergebnis des mit den Immobilieneigentümern und Maklern erstellten Immobilienmarktberichts 2015 zusammen. Unbebaute Gewerbegrundstücke bleiben jedoch das Sorgenkind der Wirtschaftsförderung − und dies vor allem vor dem Hintergrund eines Anfragevolumens von rund 185 ha (Hektar) allein im letzten Jahr, dem ein privates Angebotsvolumen von lediglich 5,4 ha gegenübersteht; unbebaute städtische Gewerbegrundstücke können gegenwärtig nicht mehr angeboten werden. Dabei fehle es in der Stadt und Politik nicht an Einsicht und Erkenntnis, so Schnitzmeier.

Im vergangenen Jahr fasste der Wirtschaftsausschuss mit breiter Mehrheit einen Grundsatzbeschluss zur Gewerbeflächenmobilisierung, den M&B zuvor mit dem Unternehmerverband UMW und der IHK erarbeitet hatte. Allerdings befinden sich alle Flächenvorschläge im Rahmen von Flächenkonferenzen des Planungs- und Baudezernats zurzeit in einem mühsamen Mobilisierungs- und Konfliktprozess mit zum Teil konträren Nutzungsinteressen und Zielen.

Hier können Sie sich den Immobilienmarktbericht 2015 als pdf-Datei herunterladen.

Ihr Ansprechpartner für weitergehende Informationen ist Heiner Mink, zuständig bei der
Mülheim & Business GmbH für Bestandentwicklung, Unternehmensansiedlungen, Industrie (siehe Kontakt).

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Stand: 03.03.2016

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