Namensführungsmöglichkeiten in der Ehe

Für die Trauung vorbereitet. Bildausschnitt aus dem Wappenzimmer auf Schloß Broich. Das Brautpaar darf Platz nehmen!Die Namensführung eines jeden Ehegatten unterliegt dem Recht des Staates, dem er angehört (Heimatrecht).
Gehört ein Ehegatte mehreren Staaten an, so ist das Recht des Staates maßgebend, mit dem er am engsten verbunden ist. Ist eine Person auch deutsch, so unterliegt sie zunächst dem deutschen Namensrecht.

Nach deutschem Namensrecht haben Paare folgende Möglichkeiten:

  • Die Ehegatten können durch Erklärung einen gemeinsamen Ehenamen bestimmen.
  • Zum Ehenamen kann der Geburtsname des Mannes oder der Frau oder der zurzeit der Erklärung über die Bestimmung des Ehenamens geführte Name der Frau oder des Mannes bestimmt werden.
  • Geben die Ehegatten keine Erklärung ab, behält jeder den zum Zeitpunkt der Eheschließung geführten Familiennamen. In diesem Fall kann auch zu einem späteren Zeitpunkt ein Ehename bestimmt werden.
  • Der Ehegatte dessen Geburtsname nicht Ehename wird, kann durch Erklärung seinen Geburtsnamen oder den zum Zeitpunkt der Eheschließung geführten Namen dem Ehenamen hinzufügen.

Über die weiteren Möglichkeiten der Namensführung - auch bei gemischt nationalen Ehen - geben Ihnen die StandesbeamtInnen gerne Auskunft.

Kinder der Ehe erhalten den Ehenamen der Eltern als Geburtsnamen. Führen die Eltern keinen Ehenamen, müssen Sie einen ihrer Familiennamen zum Geburtsnamen der Kinder bestimmen.

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Stand: 24.05.2017

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