Naturbad in Styrum auf gutem Weg

Die Interfraktionelle Arbeitsgruppe Bäder hat, wie berichtet, am Dienstag (21.9.) getagt. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass das Naturbad zu einer Investitionssumme von rund 2,95 Mio. € gebaut werden kann. Der Rat der Stadt hatte bekanntlich rund 2,73 Mio € bewilligt. "Da es sich bei dem ersten Kostenanschlag im Rahmen der Machbarkeitsstudie des KVR um eine Kostenschätzung und nicht um eine Kostenberechnung nach DIN handelte, sind diese Mehrkosten notwendig und damit vertretbar", so Stadtkämmerer Gerd Bultmann. Mit dem Bau des Naturbades soll noch in diesem Herbst begonnen werden. Die Bauzeit beträgt etwa zwölf Monate. "Die Mitglieder der Interfraktionellen Arbeitsgruppe sind sich bewusst, dass die damit verbundene Schließung des Freibades für die kommende Saison für die Mülheimerinnen und Mülheimer einen großen Verzicht bedeutet", so Sportdezernent Wilfried Cleven. Nach Abwägung aller Argumente haben sich die Politiker übereinstimmend für diesen Weg entschieden, so kann ein Teil der eingesparten Betriebskosten des bisherigen Freibades für zusätzliche Ausstattungselemente für das Naturbad verwendet werden. Weitere Vorteile: die Pflanzen haben im Herbst und Frühjahr ausreichend Zeit zum Anwachsen und der Wasserkreislauf und die Regenerationsbecken können über einen längeren Zeitraum eingefahren werden. Ziel ist es aber, der Bevölkerung im kommenden Jahr das fertige Naturbad vorzustellen, die erste Badesaison ist dann der Sommer 2006. Wilfried Cleven betonte nochmals ausdrücklich, dass die Verwaltung unmittelbar nach dem Ratsbeschluss die Vertragsverhandlungen aufgenommen und diese nicht verzögert habe, aber "ein solch umfangreicher Werkliefervertrag bedarf nun Mal einer sorgfältigen rechtlichen und fachlichen Prüfung. Die Gespräche mit EKO-PLANT sind im übrigen in guter Atmosphäre verlaufen. Der Vertrag kann in Kürze unterzeichnet werden." Über die weiteren Ausstattungselemente, die nicht zwingend erforderlich, aber von der Verwaltung und der Firma EKO-PLANT als sinnvoll erachtet werden, besteht innerhalb der Fraktionen noch Beratungsbedarf. Mehrkosten würden u.a. für weitere Geräte für den Matsch- und den Kinderspielplatz, die optische Aufwertung des Sprungturms, die Sanierung der Rutsche, die Auskleidung der Sprungbeckenumrandung mit Kunstfelsen und den Neubau der Badeaufsicht anfallen. Einvernehmen bestand auch darin, dass die Anregungen aus den Planungswerkstätten der Kinder und Jugendlichen in jedem Fall Berücksichtigung finden müssen.

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Stand: 22.09.2004

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