Neu Zugewanderte nur selten im Sportverein aktiv

Erfahrungsaustausch zum Thema „Integration durch Sport"

Ehrenamtliche Sportangebote für Flüchtlinge werden gut angenommenObwohl sich der Mülheimer Sportbund (MSB) und zahlreiche der ihm angeschlossenen Vereine intensiv darum bemühen, kürzlich zugewanderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene für das Sporttreiben im Verein zu begeistern und ihnen zugleich den Weg in den Verein zu erleichtern, sind insgesamt nur wenige Geflüchtete regelmäßig in einem Sportverein aktiv. Zu diesem generellen Fazit kamen die Teilnehmer an einem vom MSB veranstalteten Erfahrungsaustausch zum Thema „Integration durch Sport".

Die Gründe dafür seien vielfältig, stellten die Anwesenden – darunter neben Vertretern des MSB und der Mülheimer Sportvereine unter anderem Mitglieder des Vorstandes der Sportjugend im MSB, Schulsozialarbeiter sowie Mitarbeiter des Bildungsbüros Mülheim an der Ruhr und der Integrationsagentur der Caritas – im Rahmen der Diskussion fest.

„Es bestand unter den Teilnehmenden ganz allgemein Konsens darüber, dass es unter den Geflüchteten – aber auch unter den Migranten – viele unterschiedliche Gruppierungen gibt, die unterschiedliche Interessen haben und deshalb von den Vereinen auch jeweils anders angesprochen werden müssen", erläutert Jana Hartwich, Koordinatorin für Kinder- und Jugendsport sowie Fachkraft „Integration durch Sport" beim MSB, die zu der Veranstaltung eingeladen hatte.

Beispielhaft wurden im Rahmen des Erfahrungsaustauschs drei Projekte aus dem Bereich „Integration durch Sport" vorgestellt, die einmal mehr deutlich machten, wie stark sich viele Vereine sowie deren kommunale Netzwerkpartner in Mülheim engagieren, um neu Zugewanderten das Einleben in ihrer neuen Heimat zu erleichtern.
So führt die Astrid Lindgren Schule in Kooperation mit dem MSB und dem VfB Grün-Weiß Mülheim einen Sporttag speziell für die Seiteneinsteiger-Kinder durch, in den auch die Eltern der Schülerinnen und Schüler einbezogen werden. Das Bildungsbüro Mülheim hat ein Projekt ins Leben gerufen, welches zum einen die Integration in das Schulsystem und den Bildungserfolg von neu Zugewanderten unterstützen soll und über das zum anderen Schulentwicklungsprozesse initiiert werden sollen, die eine bessere Integration der Kinder und Jugendlichen in die Schule zum Ziel haben. An der „Schule 2.0“, einem Teilstandort der Realschule Mellinghofer Straße, stellen derweil über mehrere Wochen insgesamt fünf Sportvereine in Kooperation mit dem MSB verschiedene Sportarten vor und hoffen darauf, dass die Kinder und Jugendliche anschließend eine Sportart im Verein ausüben wollen.
„Es ergaben sich im Zusammenhang mit dem Thema so viele Fragen, dass wir noch weitaus länger hätten diskutieren können. Daher ist auch angedacht, solch einen Erfahrungsaustausch künftig regelmäßig zu veranstalten", sagt Jana Hartwich. Dabei sei dieses Treffen stets für alle Interessierten offen, so die Fachkraft „Integration durch Sport".


Stand: 06.12.2017

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Ihre Nachricht

Sicherheitscode (Was ist das?)

 

Teilen | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel