Neubeginn des jüdischen Lebens nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Kleine Reihe zur Zeitgeschichte schließt in diesem Jahr am kommenden Donnerstag, 18.11.2004, um 18.00 Uhr im Kunstmuseum Alte Post mit dem Vortrag und Bildern von Gerhard Bennertz (Pfarrer i.R.) zu dem Thema: "Neubeginn jüdischen Lebens in Mülheim nach der Shoa."

Die alte Synagoge am Viktoriaplatz

Gerhard Bennertz unternimmt als Erster in und für Mülheim den Versuch einer Rekonstruktion dieser Geschichte. Wie ging jüdisches Leben in Mülheim nach dem Ende der Naziherrschaft weiter?

Die ausgebrannte Synagoge

Die aus ihren Verstecken und Lagern Befreiten kamen nur vereinzelt wieder nach Mülheim zurück. Die Stadt lag in Trümmern, die Synagoge am Viktoriaplatz und das jüdische Gemeindehaus waren zerstört, vielfach auch die Wohnhäuser der Rückkehrer. Wo sollte man beginnen?

Gerhard Bennertz berichtet über die Neugründung der jüdischen Gemeinde, die offizielle Politik der britischen Besatzungsmacht, Probleme der "Wiedergutmachung", den Zusammenschluss mit der Duisburger Gemeinde, die erste Synagoge nach dem Krieg in der Kampstraße, Pragmatiker in der Gemeindeleitung, die Aufbau- und Konsolidierungsphase sowie den Anschluss der Oberhausener jüdischen Gemeinde. Gottesdienste, Feste und Beerdigungen auf dem Friedhof an der Gracht werden in der Gemeinde begangen.

Die erste Synagoge nach dem Krieg in der Kampstraße

Zuwanderung und Eintritte ins Judentum vergrößern u.a. nach und nach die Zahl ihrer Mitglieder. Die Zeit nach dem Krieg ist auch der Anfang eines Umdenkens bei den Christen. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit seit 1965 und ihre Vorläufer sind Ausdruck dafür.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

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Stand: 15.11.2004

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