Archiv-Beitrag vom 04.05.2011Neue Generation von Notarzteinsatzfahrzeugen bei der Feuerwehr Mülheim an der Ruhr

Die Feuerwehr Mülheim an der Ruhr nutzt seit vielen Jahren PKW Kombi als Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF). In den letzten Jahren wurden hierbei Fahrzeuge vom Typ Mercedes Benz E 220 beschafft. Im Rahmen der notwendigen Ersatzbeschaffungen wurden nun erstmals Fahrzeuge vom Typ VW, T5 (Bus), als Notarzteinsatzfahrzeuge in Dienst gestellt.

Die Feuerwehr Mülheim hat das zweite Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) der neuen Generation in Betrieb genommen. 03.05.2011 Foto: Walter Schernstein

v.l.: Thomas Franke, Michael Panz, Dr. Oliver Saric und Thomas Angerstein stellen die neue Generation der Notarzteinsatzfahrzeuge bei der Mülheimer Feuerwehr vor. (Foto: Walter Schernstein)
 

Wesentliche Gründe hierfür waren die gestiegenen Anforderungen an die Beladung und Ausstattung, die mit den bisher genutzten Fahrzeugmodellen nicht weiter sichergestellt werden konnten.

Die mit permanentem Allradantrieb und DSG-Automatik ausgestatteten Fahrzeuge leisten 132 KW und erfüllen damit die Einsatzanforderungen, auch bei widrigen Wetterbedingungen jeden Ort in Mülheim an der Ruhr sicher und schnell zu erreichen.

Die Fahrzeuge sind mit einem integrierten Arbeitsplatz mit Schreibtisch ausgestattet, um Einsätze zu dokumentieren oder bei besonderen Einsätzen wettergeschützt organisatorische Arbeiten durchführen zu können. Sie sind weiterhin bereits auf die zukünftig digitale Einsatzbearbeitung vorbereitet.

Viel Platz für medizinisches Equipment
Zur optimalen Lagerung der Notfallmedikamente verfügen die Notarzteinsatzfahrzeuge über jeweils einen Kühl- und Wärmeschrank.
Durch die Ausstattung mit einem neuartigen und leistungsfähigen Beatmungsgerät können z.B. bei intensivpflichtigen Patienten in Zukunft auch unterschiedliche Beatmungsformen, einschließlich der nichtinvasiven Beatmung, durchgeführt werden.

Das EKG-Gerät mit externem Herzschrittmacher, Atemgasüberwachung und Defibrillator verfügt auch über eine Telemetrie zur Vorabübermittlung des EKG per Fax an die kardiologische Intensivstation im EKM. Dadurch kann der Zeitpunkt bis zum Behandlungsbeginn in der Klinik erheblich verkürzt werden.
Zur weiteren medizinischen Standardausrüstung gehören eine Absaugeinheit, ein Kindernotfallkoffer, chirurgisches Besteck, ein Gerät zur CO-Messung nach Rauchgasvergiftungen, eine Spezialausrüstung bei erschwerten Beatmungssituationen ("Difficult-Airway-Management") sowie eine breite Auswahl an Notfallmedikamenten.

Auch für Digitalfunk gerüstet
Technisch ist das Fahrzeug neben der herkömmlichen analogen Funktechnik auf den kommenden Digitalfunk vorbereitet. Zukünftig wird es somit möglich sein, die Anfahrt zur Einsatzstelle bei der Alarmierung vom Einsatzleitrechner direkt auf ein im Fahrzeug eingebautes Navigationsgerät zu übermitteln.
Die Fahrzeuge verfügen weiter über eine Rückfahrkamera, Handy mit Freisprecheinrichtung, eine Digitalkamera zu Dokumentationszwecken, einen leistungsstarken Suchscheinwerfer und ein Handfunkgerät für die Einsatzstellenkommunikation.
Die Blaulichtanlage in LED-Technik mit Frontblitzern und Rückabsicherung bei geöffneter Heckklappe erhöht die aktive und passive Sicherheit an einer Einsatzstelle und auf der Fahrt dorthin. Eine Mikrofonanlage für Außendurchsagen oder das Abspielen von Warnhinweisen ist ebenfalls integriert.

Im Gegensatz zu allen anderen Feuerwehrfahrzeugen sind die beiden Notarzteinsatzfahrzeuge nicht auf den Feuerwachen, sondern an den beiden Mülheimer Krankenhäusern stationiert und fahren jährlich ca. 4.500 Einsätze. Der Notarzt wird hierbei jeweils vom den Krankenhäusern gestellt, der von einem Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr mit langjähriger Einsatzpraxis unterstützt wird.

Gut, dass die alten Notarzteinsatzfahrzeuge daher jetzt ausgetauscht wurden gegen eine neue Fahrzeuggeneration, denn "unsere Notarztfahrzeuge haben die meisten Alarmfahrten im Fuhrpark", so Feuerwehrchef Burkhard Klein. 

 

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Stand: 30.05.2011

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