Neuer Direktor am MPI CEC

Prof. Walter Leitner wird neuer Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion

Prof. Walter Leitner, neuer Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische EnergiekonversionProf. Dr. rer. nat. Walter Leitner, Inhaber des Lehrstuhls für Technische Chemie und Petrolchemie an der RWTH Aachen, wird am 1. Oktober 2017 als Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) die wissenschaftliche Leitung der Abteilung „Molekulare Katalyse“ übernehmen.

Die Forschungsarbeiten von Professor Leitner beschäftigen sich insbesondere mit der Nutzung von Kohlendioxid als Rohstoff an der Schnittstelle von Energie und Chemie. Für die effektive Umwandlung des CO2-Moleküls erforscht sein Team katalytische Prozesse von den molekularen Grundlagen bis zu reaktionstechnischen Konzepten. Die grundlegenden Forschungsfragestellungen orientieren sich dabei an den Prinzipien der „Green Chemistry“. Die so gewonnenen Erkenntnisse liefern die Grundlagen für die Entwicklung nachhaltiger Herstellungsprozesse für chemische Produkte und Treibstoffe auf Basis erneuerbarer Energie- und Rohstoff-Quellen.   

„Wir versuchen mit neuartigen chemischen Prozessen erneuerbare Energien für die stoffliche Wertschöpfungskette zu ‚ernten‘. Das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion bietet den perfekten Rahmen, um die fundamentalen Fragestellungen der Katalysatorentwicklung zu erforschen, die sich aus dieser Vision ergeben,“ erläutert Prof. Leitner begeistert. „Der herzliche Empfang durch die Kollegen und die Begeisterungsfähigkeit der Mitarbeiter haben mir die Entscheidung für das MPI CEC leicht gemacht. Mit dem nun entstehenden Gebäude wird eine hervorragende Infrastruktur für unsere wissenschaftlichen Arbeiten geschaffen. Gemeinsam können wir so die weitere Entwicklung auf dem Weg zur endgültigen Ausbaustufe im Neubau auf dem Kahlenberg voranbringen!“
Mit der Berufung von Prof. Leitner ans MPI CEC wird gleichzeitig eine intensive Kooperation mit der RWTH Aachen initiiert. Prof. Leitner wird hierzu seinen Lehrstuhl im Rahmen einer Teilzeitprofessur für zunächst fünf Jahre weiterführen. „Mit diesem Kooperationsmodell können wir den Informationsfluss zwischen Grundlagenforschung und technischer Anwendung in beide Richtungen effektiv gestalten und so selbst als ‚Katalysator‘ wirken,“ erklärt Prof. Leitner. „Damit wird für die Wissenschaftslandschaft in Nordrhein-Westfalen eine neue Nahtstelle zwischen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen geschaffen.“

Ausgezeichneter Wissenschaftler

Nach Stationen unter anderem in Regensburg, Jena und Oxford war Leitner bis 2002 am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim als Arbeitsgruppenleiter und Leiter des Technikums tätig. Im Jahr 2000 wechselte er an die RWTH Aachen, wo er zwei Jahre später den renommierten Lehrstuhl für Technische Chemie und Petrolchemie als Nachfolger von Prof. Willi Keim übernahm. Seit 2002 ist er außerdem auswärtiges wissenschaftliches Mitglied des MPI für Kohlenforschung.
Die Forschungsarbeiten von Prof. Leitner wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Otto-Roelen-Medaille der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (2001), dem Wöhler-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh, 2010), und dem Sustainable Chemistry Award der European Association for Chemical and Molecular Sciences (EuCheMS, 2014, gemeinsam mit Prof. J. Klankermayer).

Auch der Geschäftsführende Direktor des MPI CEC, Prof. Dr. Robert Schlögl, freut sich sehr über den Neuzugang: „Das Institut erfährt durch diese Berufung eine enorme Stärkung in seinem Kernarbeitsbereich. Wir sind derzeit noch im Aufbau und verfügen nun über drei von vier Abteilungen, die gemeinsam die Grundlagen für nachhaltige Energiesysteme legen können. Dafür sind Prozesse, welche Energie aus der Sonne in kleinen Molekülen speichern können, unverzichtbar. Die dabei entscheidende Wissenschaft ist die Katalyse. Sie muss sich noch erheblich fortentwickeln, um die enorme Dimension dieser Aufgabe effizient und damit auch preiswert erfüllen zu können. Wir wollen dafür das Rüstzeug mit entwickeln und damit den Anwendern in Forschung und Industrie die Umsetzung der Energiewende mit ermöglichen.“

Weitere Informationen auf der Seite des MPI CEC.


Stand: 06.09.2017

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