Archiv-Beitrag vom 26.07.2011Neuer Verein vernetzt Kommune und Wissenschaft

Verbesserte soziale Stadtentwicklung durch Erkenntnisse aus der Forschung

Theorie und Praxis liegen auch bei der Gestaltung kommunaler Entwicklungsprozesse oft weit auseinander. Der „Verein für Soziale Stadtforschung und Stadtentwicklung“ möchte das nun ändern. Vor wenigen Wochen gegründet, setzt sich der Verein für eine stärkere Vernetzung von kommunaler Praxis und Wissenschaft ein. Die Gründungsmitglieder - Forscher, Bürgermeister und Dezernenten - wollen nun gemeinsam Forschungsvorhaben durchführen und sich um einen unkomplizierten (Wissens-)Austausch zwischen Hochschulen und Kommunen bemühen.

Verwaltungsvorstand der Stadt Mülheim an der Ruhr. Ulrich Ernst, Dezernent für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Sport    04.09.2008 Foto: Walter Schernstein Zum 1. Vorsitzenden wurde Ulrich Ernst, Sozialdezernent der Stadt Mülheim an der Ruhr (Foto), gewählt. Wer eine Stadt weiterentwickeln möchte, der muss ihre Prozesse kennen. Durch Analysen und Beobachtungen von sozialen Netzwerken, verschiedenen Milieus und Lebensformen ihrer Bürger versprechen sich die Initiatoren genau dies. Die Forscher wollen mit speziell entwickelten Projekten für eine stärkere Teilhabe der Bevölkerung sorgen. Was bislang noch recht komplex klingt, ist für Ulrich Ernst ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung: „Kommunen und Forschungseinrichtungen können hervorragend voneinander profitieren. Welches Forschungsgebiet könnte spannender sein, als eine Stadt, die doch immer im Wandel bleibt?!“

Besonders im Ruhrgebiet sei eine verstärkte Kooperation zwischen Kommunen und Forschung von besonderer Bedeutung, finden die Vereinsgründer. Denn hier sind die Städte am stärksten vom demografischen und sozialen Wandel betroffen. Mit einer wissenschaftlich basierten Ausrichtung kommunaler Planungen könnte man in Zukunft womöglich drohenden negativen Prozessen rechtzeitig entgegensteuern.

Die Gründungsmitglieder sind:

Der

v.l.n.r. Sozialdezernent Ulrich Ernst, Jan Amonn, Prof. Dr. Birgit Leyendecker, Prof. Dr. Peter Strohmeier, Prof. Dr. Jörg Peter Schräpler, Volker Kersting, Prof. Dr. Jörg Bogumil (dahinter), Dr. David Gehne, Prof. Bernhard Butzin, Birgit Zoemer, Prof. Andreas Farwick, Dr. Uli Paetzel und Dr. Manfred Beck.

 

  • Ulrich Ernst (1. Vorsitzender, Dezernent für Arbeit, Soziale, Gesundheit und Sport, Stadt Mülheim an der Ruhr)
  • Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier (2. Vorsitzender, Professor der Soziologie Ruhr-Universität Bochum, Leiter des Zentrums für Interdisziplinäre Regionalforschung - Zefir)
  • Birgit Zoerner (Dezernentin für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Stadt Dortmund)
  • Dr. Uli Paetzel (Bürgermeister Stadt Herten)
  • Prof. Dr. Andreas Farwick (Professor der Humangeographie am Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum)
  • Prof. Dr. Birgit Leyendecker (Professorin an der Fakultät für Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum)
  • Prof. Dr. Jörg Peter Schräpler (Professor der Sozialwissenschaften an de Ruhr-Universität Bochum)
  • Volker Kersting (Dipl. Soziologe, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Stadtforschung und Statistik, Stadt Mülheim an der Ruhr)
  • Jan Amonn (Dipl. Sozialwissenschaftler, Zentrums für Interdisziplinäre Regionalforschung - Zefir)
  • Dr. David Gehne (Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum,
    Koordinator Forschungsbereich am Zentrum für Interdisziplinäre Regionalforschung - Zefir)
  • Dr. Manfred Beck (Dezernent für Kultur, Bildung, Jugend und Sport, Stadt Gelsenkirchen)
  • Prof. Dr. Jörg Bogumil (Professor für Lehrstuhl für Öffentliche Verwaltung, Stadt- und Regionalpolitik an der Ruhr-Universität Bochum)

Kontakt


Stand: 29.07.2011

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