Archiv-Beitrag vom 26.03.2010"Neun Thesen zum sozialen Arbeitsmarkt"

Die Akteure der Mülheimer Arbeitsmarktdialoge diskutierten eine gemeinsame Erklärung zum sozialen Arbeitsmarkt

 
Verwaltungsvorstand der Stadt Mülheim an der Ruhr. Ulrich Ernst, Dezernent für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Sport    04.09.2008 Foto: Walter Schernstein Das Thema, mit dem sich die Mülheimer Arbeitsmarktdialoge bereits seit einem Jahr beschäftigen, ist heute aktueller als je zuvor. Gerade die jüngste Debatte um neue Beschäftigungsformen für dauerhaft Langzeitarbeitslose, ausgelöst durch Vorschläge der Landesvorsitzenden der SPD, Hannelore Kraft zeigt, dass das Thema weit über Mülheim hinaus von Bedeutung ist. In Ihrem vierten Treffen beschäftigten sich die Mülheimer Arbeitsmarktakteure und interessierte Mülheimer Bürger in der Stadthalle mit neun Thesen zu einem sozialen Arbeitsmarkt. Die Thesen sind der Versuch, die Anforderungen und Erwartungshaltungen von Arbeitsvermittlern, Beschäftigungsträgern und Betroffenen, die in den letzten Veranstaltungen der Mülheimer Arbeitsmarktdialoge formuliert wurden, in einem Papier zusammen zu fassen.

Ziel der Veranstaltung war die Verabschiedung einer gemeinsamen „Mülheimer Erklärung“ die den Entscheidungsträgern auf Landes und Bundesebene zu politischen Beratung übermittelt werden soll. Denn eines ist klar, ein Sozialer Arbeitsmarkt kostet Geld. Das kann, muss aber nicht unbedingt ausschließlich zusätzliches Geld sein. Ein Weg könnte auch die Umschichtung von Finanzmitteln sein. „Allein der gute Wille reicht hier nicht, dazu brauchen die Kommunen vor allem Unterstützung vom Bund,“ sagt auch Sozialdezernent Ulrich Ernst.

Neun Thesen zu drei Fragen

In allen "Mülheimer Arbeitsmarktdialogen" des vergangenen Jahres wurden aus administrativer, aus politischer und aus wissenschaftlicher Sicht das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit und des „Sozialen Arbeitsmarktes“ beleuchtet und eingehend diskutiert. Dabei wurde insbesondere auch über Optionen einer neuen sozialen Politik für den Arbeitsmarkt und die Möglichkeiten und Notwendigkeiten einer Umsteuerung der bisherigen Förderpolitik gesprochen.
Der erste Arbeitsmarktdialog im Jahr 2010 wollte diese Fragen und Ergebnisse
aufgreifen und zusammenführen. Das vorab an alle Mülheimer Arbeitsmarktakteure versandte Diskussionspapier (siehe auch Datei zum Kontext) formuliert Thesen zu folgenden Fragestellungen:

1) Soll für Langzeitarbeitslose ohne langfristige Vermittlungschancen das Ziel
der Vermittlung in Erwerbsarbeit aufgegeben werden?
2) Gehört das Instrument der Arbeitsgelegenheiten in der Mehraufwandsvariante
(„1-Euro-Jobs“) zum Sozialen Arbeitsmarkt?
3) Wie kann die Finanzierung eines Sozialen Arbeitsmarktes gestaltet werden?

Der Zuspruch an der Veranstaltung war dementsprechend groß. Die Ergebnisse werden jetzt in das Thesenpapier eingearbeitet und nach Abstimmung mit den beteiligten Akteuren als "Mülheimer Position zum Sozialen Arbeitsmarkt" an die Landes- und Bundesebene versandt.

 

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Stand: 29.03.2010

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