OB Baganz: Neubau des Service-Zentrums Entsorgung ein "bemerkenswerter Kraftakt"

Zehn Jahre dauerte die Planung, Mitte Juli wurde der Grundstein für das neue Service-Zentrum Entsorgung an der Pilgerstraße in Dümpten gelegt. Rund 20 Millionen EURO investiert die Mülheimer Entsorgungsgesellschaft (MEG) in die Anlage, die schon im Frühjahr 2003 in Betrieb gehen soll.

MEG 

46.000 qm groß ist das Gelände auf der Mannesmann-Brache, auf dem sich die MEG niederlassen wird. Im Verwaltungs- und Sozialgebäude werden die rund 250 Mitarbeiter untergebracht. Die alte MEG-Zentrale am Heifeskamp entspricht längst nicht mehr modernen Anforderungen. Das Areal soll verkauft werden.
Herzstück des Service-Zentrums wird die Vergärungsanlage, in der jährlich bis zu 22000 Tonnen Bio-Abfälle verwertet werden. MEG-Geschäftsführer Volker Broekmans geht davon aus, dass mit diesem Angebot die Restmülltonnen um bis zu 25 % entlastet werden können. Das beim Gärungsprozess entstehende Biogas wird in zwei Blockheizkraftwerken zu Energie umgewandelt, die dann das Zentrum mit Strom und Wärme versorgen soll.
Der Vergärungsanlage angegliedert sind ein Sonderabfall-Zwischenlager, ein Recyclinghof, eine Sperrmüllsortierung, eine Werkstatt und eine Müllumladestation.
Bei der Grundsteinlegung sprach Oberbürgermeister Dr. Jens Baganz von einer "neuen Dimension für die Abfallwirtschaft". Das Public-Private-Partnership-Modell finde bundesweit Beachtung. "Uns liegen Anfragen aus vielen Städten vor", so der OB.

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Stand: 18.07.2002

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