Archiv-Beitrag vom 27.11.2011OB diskutierte mit SchülerInnen über Europa

Schülersprechstunde mit Europaabgeordnetem und Jugendstadtrat im Gymnasium Heißen

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld hat in der vergangenen Woche mit Schülern und Schülerinnen des Gymnasiums Heißen, das vom Land NRW kürzlich mit dem Titel „Europaschule“ ausgezeichnet wurde, über europäische Themen diskutiert.

„Ich habe intensiv mit den jungen Mülheimern und Mülheimerinnen darüber gesprochen, welche Chancen, aber auch welche Befürchtungen sie mit dem Thema Europa verbinden, welche Berührungspunkte sie haben und wie sie konkret ihre Zukunft in einem hoffentlich auch weiterhin friedlichen Europa beurteilen“, so die Oberbürgermeisterin, die über den Deutschen Städtetag im Ausschuss der Regionen (AdR) und im Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) vertreten ist. Mit dabei waren auch der Mülheimer Europaabgeordnete Jens Geier und Vertreter des Jugendstadtrates (JSR). Beide konnten den SchülerInnen direkte persönliche Einblicke in ihre jeweilige Arbeit im Europaparlament und im JSR geben.

Schülersprechstunde zum Thema Europa, Gymnasium Heißen. 25.11.2011 Foto: Walter Schernstein

(Fotos: Walter Schernstein)

OB Mühlenfeld brachte neben ihren Glückwünschen zur „Europa-Zertifizierung“ im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Mülheim an der Ruhr zu Beginn der Diskussion ihren „Wunsch nach deren Sogwirkung auf andere Schulen“ zum Ausdruck. „Es wäre schön, wenn dies alle Schulformen erfassen würde“, so das Stadtoberhaupt.

Knapp zwei Stunden lang diskutierten sie und Jens Geier danach mit den rund 25 SchülerInnen der neuen Europaschule aktuelle Themen zur Europapolitik. Dabei wurde unter anderem aufgezeigt, welche direkten Auswirkungen europäische Entscheidungen bis hin auf eine Kommune wie die Stadt Mülheim haben. Darüber hinaus ging es in der Diskussion aber auch um konkrete Fragestellungen und Forderungen, wie zum Beispiel nach einheitlichen Bildungsabschlüssen in Europa, um eine entsprechende Anerkennung von Berufs- und Studienabschlüssen oder die momentane europäische Finanzkrise...

Schülersprechstunde zum Thema Europa, Gymnasium Heißen. 25.11.2011 Foto: Walter Schernstein

Diskutiert wurden zudem aktuelle EU-Themen, die die Schüler und Schülerinnen ganz direkt bewegen: Wie bekomme ich Unterstützung bei möglichen Praktika im Ausland? Inwieweit kann ich mich darüber in Mülheim informieren? Gibt es Fördermittel oder Stipendien für Auslandspraktika?

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld wünschte sich genau solche konkreten Anregungen und Vorschläge der Jugendlichen für ihre weitere EU-Arbeit und sicherte zu, deren Fragen und Ideen sowie die Resolution vom Internationalen Jugendkongress des JSR im September an die „richtigen Stellen“ weiterzuleiten. „Denn wir sind ja schließlich, unabhängig von allen Klischees zu Europa und den damit verbundenen Problemen, alle davon überzeugt, an den EU-Konzepten festzuhalten und die Verträge auszubauen.“ Die ausgearbeitete Resolution sei ein weiterer wichtiger Stein in diesem Prozess.

Schülersprechstunde zum Thema Europa, Gymnasium Heißen. 25.11.2011 Foto: Walter Schernstein

Wichtig sei es, auch die Idee des Austausches mit anderen Städten und Partnerstädten weiter auszubauen und hierbei nach Gemeinsamkeiten zu suchen, z. B. bei so wichtigen Themen wie Umwelt, demografischer Wandel oder Integration und Bildung". „Wie sieht es hier mit der parlamentarischen Teilhabe aus?“

„Die Europaschulen und ein Jugendstadtrat können hierbei sicherlich helfen“, so Europaabgeordneter Jens Geier. „Denn die Jugendlichen werden ernst genommen.“ Als ein Empfänger der Resolution werde auch er „seine Europakollegen, die es bei den genannten Themen betrifft, mit den Ergebnissen konfrontieren und die Forderungen weitertragen.“

Ob Mühlenfeld machte den Schülern abschließend klar, dass sie keine Alternative zur Europäischen Union, zu diesem Frieden und Wohlstand sichernden gemeinsamen Lebensraum, sehe. Sie erfülle viel Stolz und Freude bei der Wahrnehmung der europäischen Aufgaben, räumte jedoch ein, dass es auf vielen Gebieten noch Hausaufgaben zu erledigen gäbe. Ihr Appell an die Jugendlichen: „Helft uns weiter dabei!“

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Stand: 01.12.2011

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