Archiv-Beitrag vom 03.12.2008OB lud zum Thema "Kinderrechte" in die Stadtbücherei

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld hat's gefreut. Neben den Leiterinnen des Kinderschutzbundes, Monika Goltsche und Dr. Ursula Faupel, kamen auch zwei Kinder in die Stadtbücherei, um ihre Rechte zu vertreten und öffentlich dafür einzustehen.

 

Übergabe Postkarten Kinderrechte. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Stadtbücherei, Kinderabteilung. 03.12.2008 Foto: Walter Schernstein

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld übergab in der Kinderbücherei die Postkarten mit den Forderungen der Kinder nach ihren persönlichen Rechten an den Kinderschutzbund.  (von links: Mehri Baki, Monika Goltsche und Dr. Ursula Faupel vom Kinderschutzbund, Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Mehdi Baki - Foto: Walter Schernstein)


 

Dagmar Mühlenfeld hatte dorthin eingeladen, um insbesondere den Kindern, die sich für das Thema Kinderrechte beim diesjährigen Weltkindertag interessiert hatten, eine Plattform zu bieten und ihnen zu danken. Für ihr Engagement und vor allem die Bereitschaft ihre ganz eigenen Rechte zu formulieren.

"Kinderrechte sind Menschenrechte und gelten für alle! Doch leider wissen viele Kinder und Jugendliche auch in unserer Stadt nicht um ihre Rechte und können deshalb nicht auf deren Einhaltung bestehen.", so Mühlenfeld. Gemeinsam mit dem Kinderschutzbund und dem "Mülheimer Bündnis für Familie" möchte sie dies im Jahr unseres 200-jährigen Stadtjubiläums ändern.

Am Weltkindertag im September dieses Jahres wurde daher unter anderem eine "Kinderrechte-Aktion" gestartet, bei der hunderte von Karten mit den persönlich formulierten Rechten der Kinder an Luftballons in die "weite Welt" geschickt wurden. Bei der Auswertung der Rückläufe kam Erstaunliches zutage. "Nicht nur, dass einige Karten in Aachen, Monschau oder sogar Belgien gefunden und zurückgesandt wurden, die eingeforderten Rechte der Kinder waren ebenfalls besonders.", so Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. So schrieben von insgesamt 244 an der Aktion beteiligen Kinder alleine 46 "Kinder müssen geschützt werden". 37 forderten, dass alle Kinder ein Recht auf eigene Meinung haben sollen. Kurz dahinter, 35 mal gefordert: "Kinder sollen spielen dürfen" und insgesamt 25 Kinder wünschen sich mehr Spielplätze.
"Kinder sollen gleichbehandelt werden. Behinderte sollen keine Außenseiter sein und jedes Kind soll so akzeptiert werden, wie es ist." Dieser Wunsch, der 17 mal von den Kindern genannt wurde und somit gleich dahinter kam, hinterließ bei den Initiatoren ein ganz besonderes Gefühl. "Das die Kinder sich so differenzierte Gedanken über ihre Rechte machen ist ein tolle Sache. Das hat mich sehr berührt.", so auch Monika Goltsche vom Kinderschutzbund.

Die Brüder Mehdi und Mehri Baki (13 und 11 Jahre alt), die mit ihrer Mutter Hayal in die Stadtbücherei gekommen waren, brachten es mit ihren Forderungen am Ende auf den Punkt:" Kinder brauchen vor allem mehr Aufmerksamkeit und verdienen Respekt!"

Das versprach die Oberbürgermeisterin und lud beide direkt zur nächsten Schülersprechstunde am 9. Dezember, 15.30 Uhr zum Thema "Kinderrechte" in die Bürgeragentur.

 

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Stand: 04.12.2008

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