Archiv-Beitrag vom 23.12.2008OB Mühlenfeld als "Pommes-Testerin" im Pommesführer Ruhr

"Pommesführer Ruhr" macht Appetit auf Fritten

Heiß und fettig: Der "Pommesführer Ruhr" erlebt eine Neuauflage. Zum Jahresende erscheint der "Frittenguide" zu den 50 kultigsten Buden im Ruhrgebiet im Essener Klartext Verlag. Autor Henning Prinz hat sich zusammen mit seiner PoPo 4350 (Pommespolizei) durch die "Route der Pommeskultur" zwischen Lippe und Ruhr gefuttert.
Außerdem geben zahlreiche Promis ihren Senf dazu, so z.B. Heino, Guido Westerwelle, Jürgen Rüttgers, Michael Steinbrecher, Atze Schröder, Olaf Thon, Götz George sowie auch Mülheims Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld.

Erikas Braterei. Pommesführer RUHR. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld mit ihrem Sohn Daniel Mühlenfeld. Erikas Braterei, Aktienstraße 30.19.08.2008Foto: Walter Schernstein

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld mit ihrem Sohn Daniel Mühlenfeld in Erikas Braterei

(Foto: Walter Schernstein)

Hier ihr "Testbericht":

"Wenn ich hier über die Pommes-Kultur meiner Heimatstadt Mülheim an der Ruhr schreibe, dann muss ich vorausschicken, dass ich – leider – nur aus zweiter Hand berichten kann. Denn so gerne ich eigentlich selbst auch Pommes esse; eine schwere Lebensmittelallergie macht mir hier einen dicken Strich durch die Rechnung – was mich aber nicht davon abhält, mich gelegentlich vom Teller meines Mannes oder Sohnes zu bedienen, um wenigstens hin und wieder mal in den Genuss zu kommen.

Wenn es also in Mülheim an der Ruhr um die kultigsten Pommes der Stadt geht, dann fällt zumeist ein Name: Erika. Oder wie es die Mülheimer Punkrocker "Lokalmatadore" in einer nicht immer ganz schmeichelhaften, eigens komponierten Ode an diese Pommesbude singen: "Erika ist die allertollste Pommesfee der Stadt!"

Erika – in der Langfassung "Erika's Braterei", Aktienstraße 30 – ist vor allem bekannt für legendär große Portionen. Daher wird Pommes-Novizen, die dort zum ersten Mal einkehren wollen, gerne auch der Ratschlag mitgegeben, ihre Portion tunlichst besser eine Nummer kleiner zu bestellen: Denn wer eine mittlere Portion Pommes will, der tut gut daran, eine kleine zu bestellen. Umgekehrt sagt man, dass, wer mächtig Eindruck schinden wolle, bei "Erika" eine doppelte Pommes bestellt. Dass die Portionen so sind wie sie sind, mag dabei auch damit zu tun haben, dass "Erika" sowohl nahe der Friedrich-Wilhelms-Hütte als auch der Mannesmann Röhrenwerke und auch des Siemens Technoparks gelegen ist: Wer nach dem Schichtende von dort kommt, schiebt zumeist richtig Kohldampf und verlangt nach Mahlzeiten, denen man die sprichwörtliche Schwerarbeiterzulage auch ansieht.

Tatsächlich ist "Erika's Braterei" mehr als eine einfache Pommesbude. Vielmehr handelt es sich um ein klassisches Schnellrestaurant, das durch seine Einrichtung den spröden Charme der frühen 1980er Jahre versprüht und in dem nahezu allen Bedürfnissen Rechnung getragen wird. Vegetarier und Veganer loben etwa die strikte Trennung der Fritteusen, die der Zubereitung der Pommes und dem Garen von Schnitzeln dienen.

Und wohl nicht zuletzt Dank des eingangs erwähnten Liedes ist "Erika" auch zu überregionaler Popularität gekommen. So kursieren zahlreiche Geschichten und Anekdoten von Mülheimern und Mülheimerinnen, die in den entlegensten Winkeln der Republik just auf "Erika's Braterei" angesprochen wurden, nachdem sie sich als Ruhrstädter zu erkennen gegeben hatten. Insofern ist "Erika" unstreitig mehr als ein Geheimtipp und in der Hitparade der Ruhrpott-Pommesbuden unbedingt Medaillenkandidatin.

Dabei soll aber nicht verschwiegen werden, dass es neben "Erika" auch noch eine ganze Reihe anderer Pommes- und Imbiss-Buden in Mülheim an der Ruhr gibt, mit denen viele Menschen in unserer Stadt ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen teilen und die oft kaum weniger Kultstatus genießen. Zu erwähnen wäre etwa das legendäre "Bratwurst Glöckl" nahe der neuen Haltestelle Stadtmitte und "Hähnchen Becker" auf dem Dickswall. Und Generationen von Schülern der Gesamtschule Nordstraße schwärmen von "ihrer" Pommesbude, welche direkt gegenüber dem Schulgelände liegt.

Kurz und gut: Mülheim an der Ruhr ist eine Hochburg der Fritten-Kultur! Doch wie sollte es in einer Stadt mit einer eigenen Pommes-Fabrik denn auch anders sein?

In diesem Sinne: Glück auf und guten Appetit!"

Der 140 Seiten starke "Pommesführer Ruhr" ist für 9,90 Euro zu haben.

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Stand: 13.01.2009

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