OB Mühlenfeld: "Engagement macht Schule"

Zur Auftaktveranstaltung der neueingerichteten Mülheimer Bildungskonferenz kamen in diesen Tagen rund 200 interessierte Bürgerinnen und Bürger in der Stadthalle zusammen. Sie alle wollen gemeinsam daran arbeiten, die Bildungslandschaft Mülheims zu verbessern. "Ich freue mich über die große Resonanz," so die Initiatorin Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, zeige sie doch das Interesse am Thema Bildung. "Auch ohne PISA und IGLU wissen wir, dass die Bildungslandschaft in Nordrhein-Westfalen zumindest verbesserungsbedürftig ist. Das hat mich dazu bewogen, die Mülheimer Bildungskonferenz "Engagement macht Schule" einzuberufen."

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Schuldezernent Hans-Theo Horn (re.) im Gespräch mit Teilnehmern der Mülheimer Bildungskonferenz

"Selbst wenn viele bildungspolitische Entscheidungen andernorts – auf Bundes- oder Landesebene – getroffen werden, tragen wir für die Bildungs-landschaft in Mülheim an der Ruhr, für das Umfeld, in dem sich junge Menschen entwickeln, eine hohe Verantwortung," so die Oberbürgermeisterin. "Bildung ist das Potenzial, mit dem wir unsere Zukunft gestalten. Da wir nicht auf Rohstoffreserven zurückgreifen können, ist die geistige Entwicklung unserer Gesellschaft die wichtigste Ressource, die wir besitzen." Daher könne Bildung sich nicht nur auf die Wissensvermittlung in der Schule beschränken. Sie fange mit dem Kindergarten bereits vor dem Schulalltag an und gehe auch weit über ihn hinaus. "Dies bedeutet, dass Bildung nicht allein eine Aufgabe von Lehrern und Lehrerinnen ist, sondern uns alle in die Pflicht nimmt. Deswegen möchte ich in diese Diskussion auch die Eltern einbeziehen, die Schüler, die Kirchen, Sozialverbände, Einrichtungen der Jugendhilfe, der Kultur, des Sports; dazu gehören auch die Weiterbildungseinrichtungen, die Mülheimer Wirtschaft und viele andere mehr," so Dagmar Mühlenfeld. So waren neben Schulen und Schülern auch Eltern, Kindergärten sowie weitere Träger von Bildung und Weiterbildung in Mülheim eingeladen.

Fotos: Walter Schernstein

In Form eines "offenen Forums" wurden 14 Themen in kleinen Gruppen diskutiert. Jeder der 200 Teilnehmer konnte sich frei beteiligen. Die Ergebnisse und Gedanken aus den Diskussionen wurden auf "Wandzeitungen" festgehalten und nun in den kommenden Wochen aufgearbeitet. Dann werden sie in einzelnen Workshops weiter vertieft und zu Zielvorgaben führen, so die Oberbürgermeisterin. Wer sich an den Workshops beteiligen möchte, kann sich in der Stadtkanzlei an Thomas Konietzka, Telefon 455 9982, wenden. Hier die 14 Themen:

1. Bildung im Sinne des Kindes

2. Wie können Chancen vorschulischer Bildung besser genutzt werden?

3. Erziehungspartnerschaften von Eltern, Schule und außerschulischen Partnern als Weg in die Zukunft?

4. Wie kann die Elternarbeit in der Schule/ Tageseinrichtung noch ausgeweitet werden?

5. Schüler können mehr als lernen - Wie kann die Beteiligung von Schülern/ Schülerinnen an der Gestaltung des Schullebens verstärkt werden?

6. Wie läßt sich die Kooperation von Schule und Wirtschaft weiter verbessern?

7. Wie kann leistungsschwachen Schülern ohne Ausbildungsplatz eine Perspektive geboten werden?

8. Welche Orientierungshilfen können Schulaussteigern gegeben werden?

9. Eine Schule für Alle - Ein Modell zur Lösung schulstruktureller Probleme?

10. Wie können Bildungschancen zugewanderter Jugendlicher verbessert werden?

11. Wie kann die Begegnung von Kindern und Jugendlichen verschiedener Kulturen intensiviert werden?

12. Wie kann die ästhetische Bildung an Schulen mit außerschulischen Partnern realisiert werden?

13. Information macht Bildung- Wie kann die Informationskompetenz außerschulischer Partner mehr für die Schule genutzt werden?

14. Wie kann die Kooperation von Schule und den Trägern der Weiterbildung noch verbessert werden?

Kontakt


Stand: 19.05.2004

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Ihre Nachricht

Sicherheitscode (Was ist das?)

 

Bookmarken | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel