Archiv-Beitrag vom 30.07.2009OB Mühlenfeld freut sich: Unser Beitrag zum Umweltschutz hat sich für die Bürger im doppelten Sinne ausgezahlt

Anfang Juni 2009 wurde die Stadt Mülheim beim Bundeswettbewerb Kommunaler Klimaschutz als Preisträger ausgezeichnet (siehe Fotos unten). Die mit 50.000 EUR Preisgeld dotierte Auszeichnung erhielt Mülheim für die Umnutzung und energetische Sanierung des Gebäudes Hans-Böckler-Platz 5 – dem Technischen Rathaus - vom Wohn- zum Verwaltungsgebäude.

Konferenz

Konferenz "Kommunaler Klimaschutz – Ideen, Impulse, Innovationen" des Bundesumweltministerium (BMU). Podiumsgespräch Klimaschutz, Wirtschaftskrise Konjunkturprogramme: Chancen und Risiken für die Kommunen. Von rechts: Staatssekretär (BMU) Matthias Machnig, Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Moderatorin Barbara Scherle (N24), Dr. Ralf Bleicher (Deutscher Landkreistag), Roland Schäfer (Bürgermeister Bergkamen).

Foto: Walter Schernstein

Die insgesamt 50.000 EUR Preisgeld werden vollständig an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt weitergegeben. Das hatte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld bei der seinerzeitigen Preisübergabe in Berlin versprochen. "Das Ziel ist, Maßnahmen in privaten Haushalten in Mülheim zu fördern, die den CO2 Ausstoß mindern helfen," so die Oberbürgermeisterin.

Bundeswettbewerb

Preisübergabe in Berlin: Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld mit Staatssekretär Mattias Machnig

Foto: Walter Schernstein

Dazu wird das Geld auf zwei Projekte verteilt:

  • 30.000 EUR sollen für Maßnahmen zur Einsparung von Energie in Mülheimer Haushalten mit niedrigem Einkommen eingesetzt werden. Dieses Projekt wird zurzeit gemeinsam mit der Mülheimer Klimaschutz Initiative entwickelt und geplant. Die Vergabekriterien werden mit dem Projektstart bekannt gegeben.
  • 20.000 EUR sollen in private Photovoltaikanlagen investiert werden.

Photovoltaikanlagen

Derzeit werden alle bestehenden Gebäudedächer in Mülheim auf ihr solares Energiepotenzial untersucht. Diese computergestützte Analyse wird durch die Fachhochschule Osnabrück "SUN-AREA" durchgeführt. Erkenntnisse der Dachanalyse sind insbesondere die Eignung jedes Daches hinsichtlich der Nutzung von Solarenergie, die nutzbare Dachfläche, das Energiepotenzial und die mögliche CO2-Einsparung. Veröffentlicht werden die Ergebnisse Ende 2009. Das Amt für Umweltschutz bietet damit dann allen Hausbesitzern in Mülheim die Möglichkeit, schnell und einfach im Internet nachzusehen, ob das eigene Hausdach für die Nutzung von Sonnenenergie sehr gut, gut, eingeschränkt oder nicht geeignet ist. Hierauf aufbauend wird die Installation von Solaranlagen auf privaten Dächern entsprechend gefördert.

Bewerbung und Kriterien

Bewerben können sich alle privaten Eigentümern von Gebäuden im Stadtgebiet Mülheim, die im nächsten Jahr eine neue Photovoltaikanlage errichten wollen. Sie können sich um eine Förderung von 25 % der Installations- und Anschlusskosten bewerben. Je Anlage können maximal 2.000 EURO vergeben werden.

Die Voraussetzungen sind im Wesentlichen, dass

  • das Gebäude in Mülheim an der Ruhr maximal sechs Wohneinheiten besitzt,
  • die anvisierte Dachfläche in der Analyse mit "sehr gut geeignet" oder "gut geeignet" dargestellt wurde,
  • eine Solar-Beratung erfolgte (z.B. Solar-Check NRW),
  • die geplante netzgekoppelte Anlage eine Nennleistung von mindestens zwei kW aufweist,
  • die Photovoltaikanlagen, Strom erzeugt. Solaranlagen zur Wassererwärmung (Brauchwasser/ Heizungsunterstützung) sind ausgeschlossen!
  • die Anlage durch ein Fachunternehmen installiert wird. (Eine Überprüfung vor Ort durch die Stadtverwaltung muss möglich sein.)
  • die Anlage muss nach Erhalt des Zuwendungsbescheides bis spätestens Dezember 2010 installiert werden.

Vergabe und Zeitplan

Die Vergabe dieser Finanzmittel ist im Anschluss an die Veröffentlichung der Solardachanalyse geplant. Die Antragsunterlagen sind voraussichtlich ab dem 1. Dezember 2009 im Internet und beim Amt für Umweltschutz erhältlich.

 

Kontakt


Stand: 03.08.2009

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