Dem Thema Integration trug der Verein pro Ruhrgebiet 1988 mit der Ehrung der Krankenschwester Maria Arregui Montero Rechnung. Die 1938 geborene Baskin kam 1964 ins Ruhrgebiet, um hier ihre Ausbildung als Krankenschwester zu beginnen. Am Mülheimer St. Marien-Hospital war sie danach in mehreren Funktionen tätig, zuletzt als Stationsleiterin. Maria Montero habe sich vorbildlich integriert, ohne ihre Identität aufzugeben, befand der Vorstand des Vereins pro Ruhrgebiet.
Die Ehrenbürgerschaft solle diese persönliche Leistung publik machen. So engagierte sie sich im spanischen Elternverein und unterstützte ihren Mann bei seiner Tätigkeit im Ausländerbeirat. Ihr Lebensweg zeige, dass sich das Ruhrgebiet im Vergleich zu anderen Metropolen wie London oder Paris durch eine besonders hohe Integrationskraft auszeichne, so befand pro Ruhrgebiet. (Text aus der Festschrift „Gesichter einer Region“, Herausgeber: Verein pro Ruhrgebiet, Semperstraße 51, 45138 Essen, Text und Redaktion: 1000 Volt Medienkommunikation GmbH, Meisenburgstraße 15, 45133 Essen)
Redaktion: Klaus Wichmann, Mülheim an der Ruhr, im August 2009
Die über 350 Mitgliedsunternehmen aus allen Branchen und die persönlichen Mitglieder fühlen sich dem Ruhrgebiet verbunden und übernehmen Verantwortung für diese bedeutende europäische Region. Mit dieser Unterstützung realisiert pro Ruhrgebiet seine zukunftsorientieren Aktivitäten und Projekte.
Weitere Informationen über pro Ruhrgebiet: proruhrgebiet.de
pro Ruhrgebiet vergibt den Ehrentitel „Bürgerin und Bürger des Ruhrgebiets“ seit 1981
Sie leben im und vor allem für das Ruhrgebiet. Sie engagieren sich für die Region und ihre Menschen, schaffen Neues, erhalten Traditionen und tragen dazu bei, ein positiveres Bild der Region nach außen zu vermitteln. Solchen Menschen klopft der Verein pro Ruhrgebiet (VpR) stellvertretend für alle Ruhrgebietsbürger quasi auf die Schulter: Der vom Verein verliehene Ehrentitel „Bürger des Ruhrgebietes“ trägt ihrem Engagement Rechnung. Er will die Menschen ermutigen, sich aktiv, ohne auf die eigenen Vorteile zu schauen, für das Gemeinwohl einzusetzen.
Seit 1981 zeichnet der Verein pro Ruhrgebiet e. V. Mitbürger für ihre Verdienste aus. Eine Urkunde und die von Wolfgang Prager entworfene Stahlskulptur – ein in Rundstahl geschmiedetes stilisiertes „R“ – weisen den Ehrenbürger aus.
Neben Prominenten wie Rudi Assauer (2004) oder Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer (2000) finden sich in der langen Liste der bisher 45 Ehrenbürger auch „Menschen von Nebenan“ – solche, die sich ehrenamtlich oder beruflich einsetzen. Zusätzlich zu dem vom pro Ruhrgebiet-Vorstand ausgewählten Ehrenbürger wird seit 2004 ein zweiter in einer öffentlichen Ausschreibung aus dem Kreis aller „Ruhrgebietler“ ermittelt. Um eine gewisse Vergleichbarkeit zu erhalten und verschiedene Lebensbereiche zu erfassen, wird der Bereich, in welchem die besonderen Verdienste liegen sollen, jährlich wechselnd, vorgegeben. In 2008 wurden die Preisträger für Verdienste als „Beitrag zur Attraktivitätssteigerung des Ruhrgebiets für Besucher, Gäste und Geschäftsreisende“, gesucht. Eine kompetent besetzte Jury wählt diesen „Bürger des Ruhrgebiets“ aus den Nominierungen der Bürgerschaft aus.
Bürger des Ruhrgebiets seit 1981: Alfred Schmidt (Künstler), Friedrich Mordau (Schreinermeister); 1982, Aletta Esser (Schriftstellerin), Franz Gutbier (Inspizient); 1983, Emil Nagel (Stahlarbeiter), Günther Gedat (Journalist); 1984, Willi Gusek (Gewerkschafter), Gerhard J. Blume (Unternehmer); 1985, Willi Wülbeck (Sportler), Karlheinz Weber (Chorleiter); 1986, Else Schäfer (Schaustellerin); 1987, Kardinal Dr. Franz Hengsbach (Bischof von Essen), Manfred Schramm (Soldat); 1988, Maria Asunción Insautsi Montero (Krankenschwester); 1989, Josef Reding (Schriftsteller), Klaus Steilmann (Unternehmer); 1990, Prof. Emil Schuhmacher (Künstler); 1991, Ulrich Schriewer (Polizeibeamter), Lothar Sommer (Sportler); 1993, Dr. Johannes Rau (ehem. Ministerpräsident NRW, Bundespräsident), Prof. Dr. Paul Mikat (ehem. Kultusminister NRW), Heinz Wewering (Sportler); 1994, Dr. Inge Litschke (Dozentin), Otmar Alt (Künstler); 1995, Recep Keskin (Unternehmer), Prof. Dr. Karl Ganser (Leiter der Internationalen Bauausstellung Emscherpark); 1996, Günter Berns (Bankdirektor), Dr. Gerd Niebaum (Präsident BV Borussia a.V. Dortmund); 1997, Werner Schmidt (Gewerkschafter); 1999, Tana Schanzara (Schauspielerin); 2000, Prof. Dietrich Grönemeyer (Mediziner); 2001, Karl Lange (Vorsitzender des Vereins für Verkehr und Heimatkunde Oberhausen-Schmachtendorf); 2002, Ulrich Feldhoff (NOK-Präsidiumsmitglied, Präsident des Deutschen Kanuverbandes und des Kanu-Weltverbandes, Vizepräsident des Deutschen Sportbundes); 2003, Rudi Assauer (Manager von Schalke 04); 2004, Stephanie Überall und Gerburg Jahnke (Missfits), Schwester Agnes Bernharda Zepter (Ordensschwester und Lehrerin aus Essen), Heinrich Wächter (Vorsitzender des Köche-Clubs Gelsenkirchen); 2005, Dr. Roberto Ciulli (Leiter des Theaters an der Ruhr, Mülheim), Gerd Pieper (Geschäftsführender Gesellschafter der Parfümeriekette Pieper, Präsident der IHK zu Bochum); 2006/2007, Dr. Erich Schumann (geschäftsführender Gesellschafter der WAZ-Mediengruppe), Prof. Dr. Klaus Kunzmann (Raumplaner, ehem. Universität Dortmund); 2007/2008, Manfred Breuckmann (WDR-Sportreporter und Moderator), Christian Stratmann (Mondpalast-Prinzipal), Förderpreis: Christina Antwerpen und Verena Breuckmann, In Hostel Veritas (Unternehmerinnen aus Oberhausen); 2008/2009, Stefan Soltesz (Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker, Direktor des Aalto-Musiktheaters), Steven Sloane (Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker), Murat Vural (Vorsitzender IBFS e.V., Castrop-Rauxel), Gülseren Celebi (Leiterin Sozialpädagogische Familienhilfe IFAK e.V., Bochum, Gründerin MONA e.V.)
(Quelle: pro Ruhrgebiet, 2009)
[schließen]
Bookmarken bei