Archiv-Beitrag vom 25.09.2008Organspendeausweise ab sofort im Bürgeramt

"Wie ein zweites Leben", die einschlägige Infobroschüren der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über Organspenden, gibt es ab sofort im Bürgeramt. An der so genannten Passausgabe wird nun auch über lebensrettende Organspenden informiert.

In Mülheim gebe es fast 200 Dialysepatienten, sagt Internist Uwe Brock, Sprecher der Ärztekammer vor Ort. Als Arzt kennt es andererseits auch Leute, denen geholfen wurde: Er erwähnt einen Patienten, der seit zehn Jahren passabel mit einem fremden Herzen lebt. Es heißt auch: Fast 70 Prozent der Bundesbürger seien bereit, nach ihrem Tod Körperteile entnehmen zu lassen. Doch zu wenige erklären dies, und so äußerte die Mülheimer Ärzteschaft den Wunsch, das Organspendematerial im Bürgeramt zu platzieren, wo bis zu 800 Leute täglich bedient werden. Die Stadt zog mit: "Wir wollen die Kampagne aktiv begleiten", sagt Bürgeramtsleiter Reinhard Kleibrink. Wer einen Pass abholt, werde künftig "freundlich, aber nicht aufdringlich" gefragt, ob ihn (oder sie) Organspende interessiere. Eine der Mitarbeiterinnen ging bei dem Pressetermin werbewirksam voran: Sabine Hanisch (38) griff gleich zu und sicherte sich einen Spendeausweis, den man nur ausfüllen muss, auch auf bestimmte Organe beschränken kann – und bei sich tragen sollte.

Organspendeausweise ab sofort im Bürgeramt. Bürgeramts-Mitarbeiterin Sabine Hanisch (38) griff gleich zu und sicherte sich einen Spendeausweis.24.09.2008Foto: Walter Schernstein

Foto: Walter Schernstein

 

Kontakt


Stand: 26.09.2008

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Ihre Nachricht

Sicherheitscode (Was ist das?)

 

Teilen | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel