Osterfeuer mit Einschränkungen möglich!
Ausgenommen von diesem Verbot sind die so genannten Brauchtumsfeuer zu Ostern (in der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag) und zu St. Martin. Selbstverständlich ist, dass nur unbehandeltes, möglichst trockenes Holz verwendet werden darf und unzumutbare Belästigungen vermieden werden. Allerdings gibt es noch andere Grundsätze, die eingehalten werden müssen. So ist ein solches Brauchtumsfeuer in Naturschutzgebieten vollständig untersagt. Auch in Bereichen, in denen eine Brandgefahr z. B. durch Funkenflug entstehen kann, sind Brauchtumsfeuer ausgeschlossen. Das trifft z. B. auf Waldränder zu oder auf Nachbargrundstücke, auf denen feuergefährliche Stoffe lagern oder brennbare Produkte hergestellt werden.
Weitere Auskünfte hierzu gibt es beim Amt für Umweltschutz (Tel.: 455-7006).
Zur Geschichte des Osterfeuers:
Das Feuer ist schon im Altertum den Menschen und Göttern heilig gewesen. Die sechs Vestalinnen (altrömische Priesterinnen der Vesta) hatten dafür zu sorgen, dass niemals das heilige Feuer ausging.
Das Osterfeuer steht als Symbol für die Sonne. Sie ist der Mittelpunkt unseren Lebens. Ohne die Sonne ist kein Leben auf unserer Welt möglich. Mit den Osterfeuern wurde im Frühjahr die Sonne begrüßt. Sie galten auch als Kult zur Sicherung der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Ernte.
Die Bedeutung der Frühlingsfeuer wurde im Frankenreich des 8. Jahrhunderts auf Gott und Jesus übertragen. Der Glauben ist das Osterlicht Ausgangspunkt unseres Lebens.
Weiter steht die Sonne als Sieger über den Winter und als Erwachen nach einer langen kalten Zeit. Genauso kann das Erscheinen von Jesu gedeutet werden.
Die Entzündung des heiligen Osterfeuers ist an Ostern ein zentrales Ereignis für die Christen.
Das Feuer wird am Ostersamstag, am Beginn der Liturgie in der Osternacht vor der Kirche entzündet und geweiht.
Am Osterfeuer wird die Osterkerze entzündet, die dann in feierlicher Prozession mit dreimaligem Singen des "Lumen Christi" (Licht Christi) in das noch dunkle Gotteshaus getragen wird.
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Stand: 04.04.2006













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