Osterfeuer sind genehmigungsfrei - dennoch sollte man die Feuerwehr vorab informieren!
Traditionell werden um Ostern herum große Feuer angezündet, um den Winter endgültig zu vertreiben und den Frühling zu begrüßen. Auch in Mülheim gibt es die traditionellen Osterfeuer, allerdings sind in unserer Stadt einige Dinge zu beachten.
So gilt seit August 2008 ein Luftreinhalteplan, der umfassende Maßnahmen zur Verringerung der Staubemissionen fordert. 2010 hat das Landesumweltamt während der Ostertage außergewöhnlich hohe Luftbelastungen mit deutlichen Überschreitungen der Grenzwerte festgestellt. Die in diesem Zeitraum abgebrannten Osterfeuer haben dazu in erheblichem Maße beigetragen. Hohe Luftbelastungen können bei gesundheitlich vorbelasteten Menschen wie zum Beispiel Asthmatikern zu echten Problemen führen.
Das Umweltamt macht deshalb darauf aufmerksam, dass das Verbrennen von Abfällen im Freien nach dem Landesimmissionsschutzgesetz grundsätzlich verboten ist. Ausnahmen bedürfen einer Genehmigung.
Nun gelten Osterfeuer als Brauchtumsfeuer, und diese sind genehmigungsfrei. Werden bestimmte Regeln eingehalten und niemand belästigt, dürfen diese Feuer am Ostersamstag entzündet werden. Sie haben allerdings nicht das Verbrennen von Abfällen jedweder Art zum Ziel, sondern dienen der Brauchtumspflege. Daraus folgt, dass die bisher oft geübte Praxis, sein eigenes kleines Feuer im Garten zu entzünden und dabei gleich seine Gartenabfälle zu entsorgen, nicht zulässig ist. Ebenso gilt ein absolutes Tabu für Landschafts- oder gar Naturschutzgebiete. Die Stadt appelliert an alle Mülheimerinnen und Mülheimer, dies zu unterlassen. Außerdem wird empfohlen, die Veranstaltungen bei der Feuerwehr anzumelden (Telefon: 4 55- 37 00). „Sie vermeiden so einen ärgerlichen Fehleinsatz der Feuerwehr, der unter Umständen gebührenpflichtig ist.“
Umwelt und Kleintiere schützen
Für die großen, öffentlichen Feuer gilt: „Verbrennen Sie bitte nur unbehandeltes Holz, Baum- oder Strauchschnitt. Sperrmüll, Altreifen, Bauholz oder Kunststoff haben in Osterfeuern nichts verloren. Länger liegende Feuerstellen vor dem Anzünden bitte umschichten, Kleintiere wie Igel werden so aufgescheucht und überleben. Halten Sie Abstand zu Wohngebäuden oder Waldflächen. Durch die derzeit herrschende trockene Wetterlage ist zum Beispiel die Waldbrandgefahr deutlich gestiegen.
Seien Sie vorsichtig beim Anzünden. Verwenden Sie keine brennbaren Flüssigkeiten als Brandbeschleuniger. Denken Sie an Funkenflug, bei kräftigem Wind muss das Feuer gelöscht werden. Im Zweifel zünden Sie es gar nicht erst an. Mindestens eine erwachsene Person übernimmt die Verantwortung und beaufsichtigt das Feuer während der gesamten Brenndauer. Ein bereitliegender, fix und fertig angeschlossener Gartenschlauch gibt ein sicheres Gefühl und garantiert rasches Eingreifen. Und läuft Ihnen das Osterfeuer versehentlich aus dem Ruder, wählen Sie umgehend die 112.“
Weitere Infos bei der Feuerwehr unter 4 55 - 37 16 oder beim Umweltamt unter 4 55 - 70 31 oder 4 55 - 70 56.
Kontakt
Stand: 19.04.2011







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