Archiv-Beitrag vom 10.04.2013Papilio – unabhängige Kinder brauchen Flügel

Mit dem wissenschaftlich evaluierten Programm „Papilio“ wird das Präventionsangebot gegen Sucht in Mülheim an der Ruhr weiter ausgebaut. Zehn Mitarbeiterinnen aus vier Kindertagesstätten wurden nun mit Zertifikaten für die erfolgreiche Teilnahme an der Fortbildung und vor allem für die Umsetzung des Programms in ihren Einrichtungen ausgezeichnet. Die Zertifikate belegen, dass es den Mitarbeiterinnen gelingt die Kinder bei der Entwicklung hin zu unabhängigen Persönlichkeiten zu unterstützen.

Mit Papilio wird das Präventionsangebot gegen Sucht in Mülheim weiter ausgebaut. Zehn Mitarbeiterinnen aus 4 Kitas wurden nun mit Zertifikaten für die erfolgreiche Teilnahme und vor allem für die Umsetzung des Programms ausgezeichnet.

(Foto: Norbert Kathagen, ginko Stiftung für Prävention)

Papilio setzt bereits im Kindergarten an, weil Kinder hier die Kompetenzen erwerben, die sie vor der Entwicklung von Sucht und Gewalt schützen. Für die Kinder stehen spielerische Elemente im Vordergrund. Die von der Augsburger Puppenkiste entwickelten Kistenkobolde Freudibold, Heulibold, Zornibold und Bibberbold sind Lieblinge und ständige Begleiter der Kinder und helfen ihnen Gefühle und deren Ursachen zu anzusprechen. Kreativität, Phantasie und Kommunikation rücken beim Spielzeug in den Vordergrund. Beim Meins deins-deins-unser Spiel werden Regeln des sozialen Miteinanders spielerisch erlernt und geübt.

Für den Papilio Trainer Norbert Kathagen von der ginko Stiftung für Prävention ist es ebenso wichtig und erfreulich, dass die zertifizierten Erzieherinnen die stetige Optimierung des eigenen pädagogischen Verhaltens als Bestandteil von Papilio angenommen haben. Der konkrete Umgang mit Lob oder auch mit unerwünschtem Verhalten der Kinder ist hier als Beispiel zu nennen. Über gegenseitige Beobachtung und Rückmeldung wird das Verhalten im Alltag praxisnah weiter trainiert und optimiert.

Unterstützung durch Barmer und Stadt

Abgerundet wird das Papilio-Paket durch die Einbindung der Eltern, die ausführlich informiert und zur Unterstützung im Elternhaus angeregt werden.
Dieses umfassende und evaluierte Präventionsangebot hat auch Norbert Misiak, den Geschäftsstellenleiter der Barmer GEK und Dagmar Siepermann, Fachberaterin im Amt für Kinder, Jugend und Schule in Mülheim überzeugt, die einen Teil der Fortbildungskosten für die Teilnehmerinnen übernommen haben. Ohne diese Unterstützung könnten den Kindern in Mülheim keine Papilio-Flügel wachsen.

Ausgezeichnet wurden:
Sabrina Schmidt, Nicole Tschörtner, Christiane Glaetzer, Janna Kaminski, Susanne Meyer-Busjan (städtische Kita Mondschaukel)
Kerstin Jenczyk und Janina Philippi, (städtische Kita Rappelkiste)
Anette Augustat und Mandy Lathan (Kita Raphaelhaus)
Nora Thierfelder (städtische Kita Bärenhöhle)

Weiter Informationen auf den Seiten der ginko Stiftung für Prävention

Kontakt


Stand: 10.04.2013

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