Perspektiven auf längerfristige Beschäftigung für Mülheimer Arbeitssuchende

„Stadt.Arbeit“ im Rahmen des Bundesprogramms „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“

Puzzlestücke als Symbol zur Wiedereingliederung. Perspektiven auf längerfristige Beschäftigung für Mülheimer Arbeitssuchende - Stadt.Arbeit - aus dem Bundesprogramm Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt107 arbeitsuchenden Mülheimern und Mülheimerinnen, die seit langem Leistungen der Grundsicherung beziehen müssen, kann ab September 2015 eine neue und langfristige Perspektive auf Beschäftigung gegeben werden.
Die Sozialagentur hat mit ihrem Konzept in einem Teilnahmewettbewerb des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gewonnen – als eines von 20 der 53 Jobcenter in Nordrhein-Westfalen beziehungsweise 105 der 408 Jobcenter bundesweit. Damit stehen der Stadt Mülheim an der Ruhr für die nächsten drei Jahre rund 4,6 Millionen Euro zur Förderung von Arbeitsverhältnissen im Modellprojekt „Stadt.Arbeit“ zur Verfügung. Die Sozialagentur ergänzt die Bundesförderung mit der Durchführung begleitender Angebote aus Eingliederungsmitteln in einem Umfang von rund 730.000 Euro.

Gefördert werden können Menschen, die

  • a) länger als vier Jahre SGB II-Leistungen beziehen,
  • b) mindestens 35 Jahre alt sind und
  • c) gesundheitlich beeinträchtigt sind oder in einem Haushalt mit Kindern leben.

Auf 3.300 Kunden der Sozialagentur treffen diese Kriterien zu. Gesundheitlich beeinträchtigt sind darunter zu drei Fünftel, rund 1.500 Menschen. Mit etwa 1.000 Personen leben zwei Fünftel in Haushalten mit Kindern. Der Großteil steht dem Arbeitsmarkt aktuell zur Verfügung – unter den jeweils spezifischen Bedingungen.
Die Sozialagentur hat vor, dass folgende Personengruppen eine besondere Berücksichtigung für die Förderung erhalten sollen, die es besonders schwer bei der Stellensuche haben:

  • Alleinerziehende und Migranten mit Kindern sowie
  • unter den gesundheitlich Beeinträchtigten über 50 Jahre und Schwerbehinderte.

Finanzierung von Arbeitsverhältnissen

Die Förderung des Bundes in Höhe von bis zu 4,6 Millionen Euro fließt ausschließlich in die Finanzierung der Arbeitsverhältnisse. Die 107 möglichen Arbeitsverhältnisse müssen den Kriterien der Zusätzlichkeit, Wettbewerbsneutralität und des öffentlichen Interesses entsprechen – wie im Fall der sogenannten Arbeitsgelegenheiten nach § 16 d des Zweiten Buch Sozialgesetz - SGB II - („1-Euro-Jobs“). Im Gegensatz zu Arbeitsgelegenheiten werden aber ganz reguläre Arbeitsverhältnisse mit bis zu 30 Wochenstunden und mit einer Dauer von bis zu 36 Monaten (längstens bis zum 31. Dezember 2018), mit den Arbeitssuchenden abgeschlossen.

Frau bereitet sich auf dn Wiedereinstieg ins Berufsleben vor. Perspektive auf längerfristige Beschäftigung für Mülheimer Arbeitssuchende, alle BewerberInnen werden auf ihrem Weg bis zum Stellenantritt begleitet.Die Arbeitsstellen werden alle bei in Mülheim ansässigen und tätigen, gemeinnützigen Trägern der Wohlfahrtspflege eingerichtet und umfassen verschiedene Tätigkeitsbereiche - von personen- und haushaltsbezogenen Dienstleistungen über Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit bis zu handwerklichen Tätigkeiten. Die ersten Stellen können zum 1. Oktober besetzt werden. Die meisten Menschen werden ihre Tätigkeit voraussichtlich zu Beginn des Jahres 2016 aufnehmen.

Zusätzlich zur Bundesförderung wird die Sozialagentur die Beschäftigung der Arbeitssuchenden mit rund 730.000 Euro in den nächsten drei Jahren fördern: Zunächst werden alle Bewerberinnen und Bewerber auf ihrem Weg bis zum Stellenantritt begleitet – wie bei der Abfassung von schriflichen Bewerbungen, der Vor- und Nachbereitung auf das Vorstellungsgespräch und der Organisation des Alltags zum Stelleneintritt (zum Beispiel Kinderbetreuung organisieren, Verkehrswege prüfen). Während der Beschäftigung haben alle - dann ja Arbeitnehmende - die Möglichkeit, an einem besonderen „Coaching“ teilzunehmen – mit dem Ziel, sie und den Arbeitgebenden mit aller notwendigen Unterstützung zu versorgen, damit das Arbeitsverhältnis bestehen bleiben kann. Die letzten sechs Beschäftigungsmonate bekommen die Arbeitnehmenden die Gelegenheit, sich unter dem Titel „Weiter.Arbeit“ um eine Fortsetzung ihrer Erwerbstätigkeit zu bemühen – wiederum begleitet und unterstützt von Fachleuten.

Perspektiven und Chancen schaffen

Menschen und Familien im Langzeitleistungsbezug benötigen dringend zeitnahe und längerfristige Perspektiven mit echten Chancen. Wie in allen Städten befinden sich auch in Mülheim an der Ruhr ein Großteil der erwerbsfähigen Beziehenden von Leistungen nach dem SGB II im Langzeitleistungsbezug (rund 9.400 von rund 13.200).

Die Stadt Mülheim begrüßt daher die Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Förderung von Projekten zur Sicherung der „Sozialen Teilhabe am Arbeitsmarkt“. Das Programm korrespondiert mit einem langjährigen Schwerpunkt des Arbeitsmarktprogramms der Sozialagentur zur „Schaffung geförderter Beschäftigung“ und erfüllt Erwartungen und Wünsche nach weiteren Maßnahmen zum Ausbau und zur Verstetigung des Sozialen Arbeitsmarktes der Mülheimer Bevölkerung.

Das Modellprojekt „Stadt.Arbeit“ im Rahmen des Programms „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Sozialagentur, Jobcenter Mülheim an der Ruhr gefördert.

haushaltsbezogenen Dienstleistungen über Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit bis zu handwerklichen Tätigkeiten. Die ersten Stellen können zum 01.10 besetzt werden. Die meisten Menschen werden ihre Tätigkeit voraussichtlich zu Beginn des Jahres 2016 aufnehmen.

Zusätzlich zur Bundesförderung wird die Sozialagentur die Beschäftigung der Arbeitssuchenden mit rd. 730.000 Euro in den nächsten drei Jahren fördern: Zunächst werden alle Bewerberinnen und Bewerber auf ihrem Weg bis zum Stellenantritt begleitet – wie bei der Abfassung von schriflichen Bewerbungen, der Vor- und Nachbereitung auf das Vorstellungsgespräch und der Organisation des Alltags zum Stelleneintritt (z.B. Kinderbetreuung organisieren, Verkehrswege prüfen). Während der Beschäftigung haben alle – dann ja – Arbeitnehmer die Möglichkeit, an einem besonderen „Coaching“ teilzunehmen – mit dem Ziel, sie und den Arbeitgeber mit aller notwendigen Unterstützung zu versorgen, damit das Arbeitsverhältnis bestehen bleiben kann. Die letzten sechs Beschäftigungsmonate bekommen die Arbeitnehmer die Gelegenheit, sich unter dem Titel „Weiter.Arbeit“ um eine Fortsetzung ihrer Erwerbstätigkeit zu bemühen – wiederum begleitet und unterstützt von Fachleuten.

Menschen und Familien im Langzeitleistungsbezug benötigen dringend zeitnahe und längerfristige Perspektiven mit echten Chancen. Wie in allen Städten befinden sich auch in Mülheim an der Ruhr zwei Drittel ein Großteil der erwerbsfähigen Bezieher von Leistungen nach dem SGB II im Langzeitleistungsbezug (rd. 9.400 von rd. 13.200).

Die Stadt Mülheim an der Ruhr begrüßt daher die Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Förderung von Projekten zur Sicherung der „Sozialen Teilhabe am Arbeitsmarkt“. Das Programm korrespondiert mit einem langjährigen Schwerpunkt des Arbeitsmarktprogramms der Sozialagentur zur „Schaffung geförderter Beschäftigung“ und erfüllt Erwartungen und Wünsche nach weiteren Maßnahmen zum Ausbau und zur Verstetigung des Sozialen Arbeitsmarktes der Mülheimer Bevölkerung.

Das Modellprojekt „Stadt.Arbeit“ im Rahmen des Programms „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Sozialagentur, Jobcenter Mülheim an der Ruhr gefördert.

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Stand: 19.09.2017

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