Programm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit

Perspektiven für Langzeitarbeitslose – 2,8 Millionen Euro für die Sozialagentur

In Mülheim an der Ruhr galten im September 2014 bei der Sozialagentur 9.334 Personen als Langzeitleistungsbeziehende. Das entspricht einem Anteil von etwas mehr als 71 Prozent – Tendenz steigend! Denn im September 2013 waren noch 9.189 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Langzeitbezug – der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr betrug 1,6 Prozent und betrifft 145 Frauen und Männer. Der Anteil Langzeitarbeitsloser an allen Arbeitslosen im Bereich der Grundsicherung, ist in den vergangenen fünf Jahren lediglich um 1 Prozentpunkt gesunken.

Mit diesem Wissen beteiligt sich die Sozialagentur in der Zeit vom 1. Juli 2015 bis zum 30. Juni 2020 am EFS-Bundesprogramm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsberechtigter nach dem Zweiten Buch Sozialgesetz (SGB II) auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt. Dafür erhält sie insgesamt 2.837.156,39 Euro aus Bundesmitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und aus Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (EFS).

Verhandlungen am Tisch. Betriebsakquisiteure möchten Arbeitgebende gezielt für die Teilnahme am ESF-Bundesprogramm beraten und zur Einstellung von Langzeitarbeitslosen gewinnen.Im Zeitraum von 24 Monaten möchten zwei Betriebsakquisiteure im Rahmen des Mülheimer Projektes mindestens 80 Arbeitgebende gezielt für die Teilnahme an diesem ESF-Bundesprogramm beraten und zur Einstellung von Langzeitarbeitslosen gewinnen. So erhalten Unternehmen die Chance, offene Stellen zu besetzen und eine Perspektive für Menschen, die durch Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen sind, zu schaffen. Die gegebenenfalls vorhandenen individuellen Defizite der Teilnehmenden können durch Lohnkostenzuschüsse ausgeglichen werden.

Gleichzeitig bereiten die Betriebsakquisiteure zukünftige Mitarbeitende auf die Arbeitsaufnahme vor, erarbeiten individuelle Förderpläne und koordinieren betriebliche Maßnahmen zur Arbeitserprobung vor der Beschäftigungsaufnahme. Unterstützt werden sie dabei von fünf Coaches, die Mitarbeitende nach Arbeitsaufnahme intensiv beraten und unterstützen, mit dem Ziel, deren Leistungsvermögen zu steigern, das Beschäftigungsverhältnis zu stabilisieren und sie dauerhaft in den allgemeinen Arbeitsmarkt einzugliedern und Perspektiven aus der Langzeitarbeitslosigkeit schaffen.

Das „Programm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

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Stand: 19.09.2017

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