Pflegende Beschäftigte unterstützen und Leistungsvermögen erhalten

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf MEO veranstaltete Mitte September in den Räumen des Triple Z in Essen ein Workshop zum Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen“ mit der Referentin Silke Niewohner, Gesundheitswissenschaftlerin und Coach.

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf MEO veranstaltete einen Workshop zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen

Fazit: Die Zahl der pflegebedürftigen und der Demenzkranken wird sich bis 2050 (fast) verdoppeln. 70% aller Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt. Rund Zweidrittel der Pflegenden sind Frauen, die Zahl der pflegenden Männer steigt an.
Viele Beschäftigte, die Angehörige betreuen oder pflegen, sind durch die Besonderheit der Pflegesituation belastet.
Mit der Pflege ist häufig die Reduzierung von Arbeitszeit oder der Austritt aus dem Erwerbsleben verbunden.
Betriebe haben unterschiedliche Möglichkeiten der Unterstützung. Da jede Pflegesituation anders ist, kann es keine Standardlösungen geben. Dabei ist die eigene Haltung als ArbeitgeberIn beziehungsweise PersonalerIn entscheidend. Wie ist die Position des Unternehmens in Bezug auf Vereinbarkeit von Beruf und Pflege? Wie weit kann ich meinen Beschäftigten entgegenkommen?

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf MEO veranstaltete einen Workshop zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von AngehörigenWichtig ist, lösungsorientierte Gespräche mit pflegenden Angehörigen zu führen. Voraussetzung dafür ist die offene Haltung für das Thema Pflege sowie die Kommunikation innerhalb des Unternehmens auf vielen Kanälen, wie zum Beispiel Mitarbeiterbefragungen, Infos im Intranet oder am Schwarzen Brett, Personalversammlungen, Infoveranstaltungen, Infomappen zum Thema.
Nicht jeder Mitarbeitende spricht offen über die eigene persönliche Situation. Jeder Mitarbeitende entscheidet selbst, wem er was und wann erzählen möchte.
Im Einzelgespräch sollte die Pflegesituation genau beschrieben werden, um Art und der zeitliche Umfang besser einschätzen zu können. Betriebliche Unterstützungsmöglichkeiten als auch Informationen zu Beratungsstellen sollten im Gespräch thematisiert werden. Mögliche betriebliche Unterstützungsmöglichkeiten können beispielsweise sein: Privates Telefonieren während der Arbeitszeit, Jahresurlaub auf halbe Tage verteilen, spontane Auszeiten ermöglichen. Die Lösungen, die sich am Ende des Gesprächs ergeben haben, sollten im Nachgang regelmäßig überprüft und gegebenfalls angepasst werden.

Bei weitergehendem Interesse wenden Sie sich gern an das Kompetenzzentrum Frau und Beruf MEO, Telefon 0201/311071

Informationen zur Referentin Silke Niewohner finden Sie unter www.niewohner.de.

Kontakt


Stand: 29.09.2016

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