Reichtum des Alters

Projekt-Ablauf

 

Das Projekt gliedert sich in drei Phasen, die dokumentarisch begleitet werden sollen.

Phase 1: Bestandsaufnahme - Kontroversen - Recherche

In dieser Phase wird das Thema in die gesellschaftliche Auseinandersetzung gepflanzt und eine breit angelegte Diskussion über das Altern und die vorherrschenden Altersbilder in der Gesellschaft initiiert. Dazu ist an unterschiedlichen Orten in der Stadt und in Zusammenarbeit mit Partnern aus allen gesellschaftlichen Bereichen eine Reihe von öffentlichen Impulsveranstaltungen geplant.

Dazu sind vier Themenbereiche vorgesehen:

1. Wohnen im Alter
2. Gesundheit und Diskriminierung
3. Können, Wissen, Erfahrung
4. Armut und materieller Reichtum 

Zu jedem dieser Themen ist geplant, eine Impulsveranstaltung in Form einer öffentlichen Podiumsdiskussion zu veranstalten, in der Betroffene - also ältere Mitbürger - mit jüngeren Mülheimern sowie Fachleuten aus Wissenschaft und Verwaltung Gelegenheit bekommen sollen, ihre Meinungen und Erfahrungen kontrovers auszutauschen.

Phase 2: Reflektionen und Projektionen - die theatralischen Produktion

Die unterschiedlichen Standpunkte und Erfahrungen, Thesen und gesellschaftliche Bewertungen, die in den Impulsveranstaltungen der 1. Phase deutlich werden, sind Ausgangpunkt für die Entwicklung eines Theaterstückes mit einem Seniorenensemble. Die Ergebnisse der 1. Phase sind das "Material", das in der Produktion verarbeitet werden soll und als öffentliches und kommunikatives Feedback dient für die Diskussion der 3. Phase. Für die beteiligten älteren Schauspieler/innen handelt es sich sowohl um eine themen-, als auch prozessorientierte Arbeitsphase.

Phase 3: Präsentation als Impuls für den Diskurs

Was als ein Feedback auf die Ergebnisse der ersten Phase in der theatralischen Bearbeitung entstand, wird präsentiert in den öffentlichen Theatervorstellungen. Gleichzeitig ist ein Theaterstück immer auch wieder Impuls für weitere Diskussionen. Das Theater bietet hierfür wiederum das Forum, von dem - das zeigen unsere Erfahrungen - wiederum neue Impulse für weitere Projekte ausgehen. Und da die Vorstellungen nicht allein auf Mülheim an der Ruhr beschränkt sein sollen, fördern die Gastspiele eine überregionale Beachtung und Auseinandersetzung mit dem gesamtgesellschaftlichen Thema. Dazu soll auch die (filmische) Dokumentation nachhaltig ein Beitrag sein.


Stand: 21.02.2011

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