Quadratisch-Praktisch-Gut
Realschule Stadtmitte präsentiert Denkmalprojekt mit Museum zur Vorgeschichte des Films. Die Vernissage zur Ausstellung ist am Freitag, 3. Februar, um 18 Uhr!Arbeiten von Schülerinnen und Schülern, aber auch Prints historischer Fotos, die Architekturfotograf Hugo Schmölz im Auftrag der Stadt Mülheim 1928 von der Schule anfertigte, sind in der Ausstellung „Quadratisch-Praktisch-Gut“ vom 3. Februar bis zum 30. März im Turm der Realschule Stadtmitte zu sehen.
Die Präsentation ist das Ergebnis eines integrativen, jahrgangübergreifenden, und interdisziplinär angelegten Denkmalprojekts der Realschule Stadtmitte und des Museums zur Vorgeschichte des Films. Die Anregung der Unteren Denkmalbehörde, Schüler für den Denkmalwert historischer Gebäude zu sensibilisieren, hatte Dr. Jörg Schmitz, Museumspädagoge der MST GmbH im Museum zur Vorgeschichte des Films in der Camera Obscura, aufgegriffen. Zu den Zielen des Projekts gehören die Vermittlung historischer, lokalgeschichtlicher und kunsthistorischer Grundlagen, ebenso aber auch die Vandalismusprävention.Die zwischen 1925-1928 errichtete Realschule gilt als das erste ganz in modernen Formen gehaltene Profangebäude der Stadt Mülheim. Schulleiter Gebhard Lürig zeigte sich sehr kooperationsbereit, so dass die Erforschung des hochrangigen Baudenkmals in verschiedenen Arbeitsschritten beginnen konnte. Untersucht wurde die Bau- und Schulgeschichte, die am Bau beteiligten Architekten und Künstler wurden vorgestellt – darunter Arthur Brocke, Willy Meller, Grete Schick und Paul Speck. Die Schülerinnen und Schüler erstellten eine fotografische Dokumentation ihrer Schule und analysierten die künstlerischen Gestaltungsprinzipien, wobei als Leitmotiv die Kombination bzw. Variation des Quadrats und seiner Teilmengen im Vordergrund stand. Im Kunstunterricht gestalteten die Schülerinnen und Schüler eigene Objekte, beispielsweise in Ton, als Druckgraphik oder als Acrylbilder – ganz im Geiste konstruktivistischer und expressionistischer Avantgardekünstler. Die Fachlehrerinnen Ingrid Amelung und Elisabeth Paulus begleiteten das engagierte Projekt, aus dem noch ein umfangreiches Fotobuch hervorgehen soll. Anhand der Projektergebnisse ist es außerdem möglich, auch zukünftig im Kunst- und Geschichtsunterricht die Weimarer Republik und die Zeit des Nationalsozialismus eingehend zu reflektieren.
Ermöglicht wurde das Kunstprojekt durch das großzügige finanzielle Engagement der Leonhard-Stinnes-Stiftung und die fachliche Unterstützung durch die Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST).
Besucher werden gebeten, sich telefonisch in der Realschule Stadtmitte, Oberstr. 92-94, anzumelden unter 02 08 / 455 48 70.
Kontakt
Stand: 31.01.2012





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