Rainer Gross stellt im Museum Alte Post aus
Rainer Gross wurde 1951 in Köln geboren und studierte an der dortigen Fachhochschule Kunst und Malerei. Seit 1973 lebt Rainer Gross in New York, hält aber den ständigen Kontakt zur deutschen Szene und hat in den letzten Jahren immer wieder mit Ausstellungen in der Bundesrepublik Deutschland und Europa sein Werk auch hier bekannt gemacht. Nachdem er seine Bilder zunächst in einer sehr erzählerischen, zitathaften Struktur begonnen hat, arbeitet Rainer Gross seit den letzten Jahren ausschließlich im Bereich der abstrakten Malerei. Dabei stellen sich seine Arbeiten als sehr komplexe Verdichtungen von Farbe und Material dar. Auf den ersten Blick scheinbar monochrom, erweisen sich die Gemälde bei näherer Betrachtung als vielschichtig und immer wieder aus verschiedenen Ebenen aufgebaut.

Fotos: Walter Schernstein
So wie Rainer Gross früher seine Bilder aus unendlich vielen Zitaten aufbaute, bauen sich heute die Arbeiten aus vielen Schichten Malerei auf und werden aber im zweiten Schritt gleichsam wieder entblättert und reduziert. Diese besondere Technik gewinnt Rainer Gross durch das Abdrücken von zwei Leinwänden aneinander, so dass die sogenannten „Zwillinge“ entstehen, die ein Negativ- und Positivbild ihrer selbst beinhalten und sowohl einzeln wie auch in der Kombination besondere Bezüge deutlich werden lassen. Die Zwillingsbilder und die daraus entstehenden Doppelgänger fassen das in der Malerei zusammen, was Rainer Gross seit vielen Jahren thematisiert: Ein Dialog der Kulturen.
Rainer Gross selbst formuliert: „Für mich geht es in der Malerei heute hauptsächlich um Zufall, Schönheit, Größe und Präsenz.“ „Gross, ein Deutscher Künstler mit Wohnsitz in New York“, so formuliert es der Katalogtext von David Moos, „überquert mit Leichtigkeit den Atlantik und saugt Einflüsse auf, so dass seine europäischen Grundlagen und seine amerikanischen Erfahrungen einander brechen.“
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Stand: 12.06.2003













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